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Ganzes Dorf auf den Beinen

So schön feierte die Feuerwehr Marquartstein ihr 150-jähriges Bestehen

Stolz präsentieren sich die Kameraden der Feuerwehr Marquartstein beim Festzug zu ihrem 150. Jubiläum.
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Stolz präsentieren sich die Kameraden der Feuerwehr Marquartstein beim Festzug zu ihrem 150. Jubiläum.
  • VonTamara Eder
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Mit ihrem Festsonntag zum 150-jährigen Bestehen übertrafen sich die Kameraden der Maquartsteiner Feuerwehr selbst. Mit zum Gelingen trug auch der Umstand bei, dass auch jenseits der Kameraden viele Helfer mit anpackten. Kleiner Wermutstropfen: Ursprünglich sollte das Fest vier Tage dauern.

Marquartstein – Eigentlich wollten die Marqaurtsteiner Feuerwehrkameraden vier Tage am Stück feiern, um ihr 150. Jubiläum zu begehen. Durch Corona schrumpfte das Fest auf einen Sonntag zusammen. Erst im Februar entschied man sich, das Fest auf einen Tag zu begrenzen. Dennoch war man sich einig, dass es eine kurze, aber gelungene Feier war.

Gegenseitige Wertschätzung

Den Anfang machte der Empfang der Achtentalfeuerwehren wie auch der Ortsvereine und des Patenschaftsvereins. Dies unter strahlend blauem Himmel.

Schon beim Kirchenzug zeigte sich, wie viele der Einladung des Festvereins gefolgt waren.

Vor allem die befreundeten Feuerwehren kamen in stattlicher Anzahl, was wohl auch die Kameradschaft und gegenseitige Wertschätzung der Wehren im Achental widerspiegelt.

Im Kurpark feierten Pfarrer Andreas Horn und Pfarrer Rainer Maier einen ökumenischen Festgottesdienst, musikalisch begleitet von der Marquartsteiner Blasmusik. Die Musiker wiederum führten anschließend den Festzug mit über 400 Teilnehmern an.

Von Kurpark zum Feuerwehrhaus

Viele Kameraden der Nachbarfeuerwehren beteiligten sich am Festzug, aber auch die Ortsvereine, darunter der Trachtenverein, der Gartenbauverein und die Schützengesellschaft zeigten sich. Auch die evangelische Kirchengemeinde, die Bergwacht in großer Anzahl und der Gemeinderat sowie eine Delegation der Kreisbrandinspektion zogen vom Kurpark zum Feuerwehrhaus.

Besonders imposant: die historische Kutsche, eine 1908 erbaute Handspritze, die von Pferden gezogen wurde. Die historisch gewandeten Feuerwehrmänner wurden von den Schaulustigen bejubelt.

Ein besonderer Hingucker des Festzuges war die 1908 erbaute Handspritze besetzt mit historisch gekleideten Feuerwehrmännern und angezogen von zwei Pferdestärken.

Die gute Organisation des Festtages zeigte sich auch beim Feuerwehrhaus. Festleiter Konrad Hochhäuser hieß die Gäste willkommen und freute sich, dass dieses Fest nach dreijähriger Planungsphase stattfinden konnte. Er dankte allen Mitwirkenden und verwies zudem auf den schönen Blumenschmuck, arrangiert vom Gartenbauverein. Dem Dank schloss sich Feuerwehr-Vorsitzender Simon Aigner an.

Ehrungen verdienter Mitglieder

Das Fest bot zugleich den würdigen Rahmen, um vier verdiente Kameraden zu Ehrenmitgliedern zu ernennen. Darunter Thomas Drickl. Er war von 1998 bis 2004 Erster und von 1992 bis 1998 wie auch 2004 bis 2010 Zweiter Kommandant der Feuerwehr. Ebenfalls geehrt wurde Thomas Mayr, der von 2002 bis 2016 als Vorsitzender die Geschicke des Feuerwehrvereins lenkte.

Die Ehrenmitgliedschaft wurde Thomas Mayr (Zweiter von links), Thomas Mayer (Dritter von links), Thomas Drickl (Vierter von links) und Franz Kink (Fünfter von links) vom Kommandanten Johann Troibner (links) und Feuerwehrvereinsvorsitzenden Simon Aigner (rechts) verliehen.

Der Dritte im Bunde, Thomas Mayer, war bis zu diesem Jahr seit 18 Jahren Erster Kommandant und davor sechs Jahre Stellvertreter in diesem Amt. Zudem ehrte Simon Aigner noch Franz Kink, der von 2010 bis 2022 zwölf Jahre Kommandant, davor acht Jahre Beisitzer und vier Jahre stellvertretender Jugendwart war. Mit einem Blumenstrauß wurde auch Irmgard Waraschitz geehrt, die 1952 Fahnenbraut bei der Fahnenweihe 1952 war.

Das ganze Dorf hilft mit

Auch Marquartsteins Bürgermeister Andreas Scheck würdigte diesen Sonntag als „besonderen Festtag“ mit, wie er sagte, einem schönem Gottesdienst, würdevollem Festzug und einer 150-Jahr-Feier, die dem Anlass absolut würdig sei. „Mir geht das Herz auf, wenn nach drei Jahren so ein Fest, bei dem das ganze Dorf mithilft, gefeiert wird“, betonte er. Respekt erwies der Rathauschef dem ehrenamtlichen Engagement der Feuerwehrkameraden.

Johann Troibner, Kommandant der Feuerwehr, war stolz, dass er dieses Fest mitfeiern und als Kommandant Mannschaft wie Jugend präsentieren dürfe. 150 Jahre Tag und Nacht einsatzbereit sein, sei eine großartige Leistung, so Troibner. Er informierte, dass sich die Arbeit vom Feuerschutz hin zu zahlreichen Hilfsleistungen gewandelt habe. „Wir sind bestens gerüstet“, betonte er.

Der größte Dank, betonte Troibner, gebühre der aktiven Mannschaft, denn nur mit einer schlagkräftigen Truppe gelinge die Aufgabenbewältigung. Glückwünsche von der Kreisbrandinspektion überbrachte Kreisbrandrat Christof Grundner. „Seid dankbar für die Vergangenheit und was geleistet wurde und geht mit Stolz und Zuversicht in die Zukunft“, riet er den Kameraden.

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