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Erneuerung der Wasserrechte

Marktgemeinderat Prien setzt einzig auf die heimischen Ingenieure von Dippold und Gerold

  • Tanja Weichold
    VonTanja Weichold
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Das Priener Ingenieurbüro soll die aufwendigen Berechnungen vornehmen, mit der die wasserrechtliche Erlaubnis beantragt werden kann. Die Kosten für die Ingenieurleistung beziffert die Verwaltung auf rund 40000 Euro. Kritiker bemängeln, dass es keine öffentliche Ausschreibung gegeben habe

Prien – Bei den Gegenstimmen von Sonja Werner (Grüne) und Sepp Schuster (AfD) vergab der Marktgemeinderat in seiner jüngsten Sitzung die Ingenieurleistungen für die Erneuerung von Wasserrechten an das Büro Dippold und Gerold in Prien. Konkret geht es um das Einleiten von Regenwasser an 92 Stellen in die örtlichen Fließgewässer und in den Chiemsee.

Bürgermeister Andreas Friedrich (ÜWG) erklärte, dass eine solche wasserrechtliche Erlaubnis regelmäßig beantragt werden müsse. Dafür müssten verschiedenste Berechnungen angestellt werden. Das Büro Dippold und Gerold sei maßgeblich auch beim Abwasser- und Umweltverband Chiemsee (AUV) einbezogen. Der AUV betreibt den Ringkanal und die Kläranlage in Stiedering in der Gemeinde Rimsting und ist nah dran am Thema.

Laut Auskunft der Rathausverwaltung in der Sachvorlage gehe das Ingenieurbüro davon aus, dass bei allen 92 Einleitestellen im Gemeindegebiet des Marktes Prien neue Berechnungen auf Basis der aktuell gültigen Vorgaben notwendig sei. Sie müssten im Vorfeld mit dem Wasserwirtschaftsamt Rosenheim festgelegt werden.

Die Kostenschätzung für die Ingenieurleistungen schätzt die Verwaltung auf rund 40 000 Euro. Die vereinfachte Vergabe bei freiberuflichen Leistungen könne bis 50 000 Euro an nur einen geeigneten Bewerber erfolgen. Dippold und Gerold bringe „genügend Referenzen“ und Ortskenntnis mit.

Ulrich Steiner (Grüne) sprach von „Bauchweh“. Er wünsche sich für die Zukunft, dass auch andere Angebote angefragt würden. Dem pflichtete Schuster (AfD) bei und fragte: „Warum schreibt man das nicht aus?“

Friedrich argumentierte: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir von einem auswärtigen Anbieter ein günstigeres Angebot bekommen hätten. Er bräuchte wahrscheinlich schon alleine die Hälfte der Stunden, um sich in die Gegebenheiten vor Ort einzuarbeiten.“ Dennoch sagte er zu, die Wünsche nach weiteren Angeboten bei Folgeleistungen zu berücksichtigen.

Peter Fischer (ÜWG) ging die gleiche Richtung, wie seine Vorredner. Auch seine Fraktion hätte sich mehrere Angebote gewünscht. Angela Kind (Grüne) wollte wissen, ob die Kosten sehr viel mehr steigen könnten, bei der Stundenabrechnung. Friedrich erklärte, dass pro Einleitestelle 450 Euro kalkuliert worden seien, manche machten mehr, manche weniger Arbeit. Der Aufwand sei unterschiedlich hoch.

Der Bürgermeister nannte das Angebot von Dippold & Gerold aber realistisch. Angebot und Abrechnung beim AUV hätten immer „gut gepasst“.tw

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