LESERFORUM

Die Marktgemeinde Prien braucht eine Verkehrswende

Zum Bericht „Für schöne Platzerl wird’s zeitlich eng“ im Lokalteil:

Es freut mich, dass Prien schöner werden soll. Die Idee mit den „Priener Plat zerl“ und der „Seemeile“ ist wirklich gut und verdient eine rasche Umsetzung. Dennoch möchte ich anmerken, dass Prien an Attraktivität nicht viel gewinnen wird, wenn wir es nicht schaffen, den überbordenden Verkehr deutlich zu reduzieren und zu verlangsamen. Brüssel macht es zur Zeit vor: In der ganzen Innenstadt wurde über Nacht die Verkehrswende eingeleitet: Es darf nur noch 20 km/h gefahren werden, Ampeln wurden abgeschaltet und Fußgänger und Radfahrer haben überall Vorrang.

Oder wie wäre es mit einem „Shared Space“, wo alle Verkehrsteilnehmer gleichrangig sind? Es könnte vorerst (als vorläufige Minimal-Lösung) wenigstens alle 100 Meter Zebrastreifen geben, um Fußgängern ein gefahrloses und rasches Überqueren der Straßen zu ermöglichen. Wo noch möglich, sollten weitere Einbahn-Regelungen geschaffen werden. Diese Dinge könnten alle schnell und kostengünstig umgesetzt werden.

Darüber hinaus wäre ein Ausbau von Radwegen, zwingend geboten. Das Radfahren erlebt gerade einen unglaublichen Aufschwung. Warum sollten wir darauf nicht aufbauen? Auf längere Sicht wären natürlich zusätzlich bauliche Veränderungen zum Vorteil von Radfahrern und Fußgängern wünschenswert und nicht zu vergessen, ein Parkhaus und eine damit größtmögliche Reduzierung der Parkplätze entlang der Straßen, womit der Park-Such-Verkehr reduziert würde und noch mehr Raum für schöne „Priener Platzerl“ entstehen könnte.

Es gibt mit Herrn Friedrich und vielen neuen Gemeinderäten frischen Wind in unserer Gemeindepolitik: Lasst es uns gemeinsam anpacken!

Marion Hengstebeck

Prien

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