EHRENTITEL FÜR JUNGEN „ALTBÜRGERMEISTER“

Marc Nitschke erhält mit 47 Jahren die Ehrenurkunde in Übersee

Übergabe der Urkunde im kleinen Kreis: (von links) Zweite Bürgermeisterin Margarete Winnichner, Marc Nitschke mit Sohn Niklas und Ehefrau Verena sowie Dritter Bürgermeister Herbert Strauch.
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Übergabe der Urkunde im kleinen Kreis: (von links) Zweite Bürgermeisterin Margarete Winnichner, Marc Nitschke mit Sohn Niklas und Ehefrau Verena sowie Dritter Bürgermeister Herbert Strauch.

In einer coronabedingt nur kleinen Feierstunde ist dem früheren Bürgermeister von Übersee, Marc Nitschke (CSU), vor der jüngsten Sitzung des Gemeinderates in der Schulaula die Urkunde zum Ehrentitel „Altbürgermeister“ verliehen worden.

Übersee – Zweite Bürgermeisterin Margarete Winnichner (Die Grünen), die jetzt kommissarisch die Amtsgeschäfte der Gemeinde bis zu den Bürgermeister-Neuwahlen am 18. April führt, würdigte die Verdienste des mit 46 Jahren jüngsten Altbürgermeisters im Landkreis.

Der Jurist zog überraschend ins Rathaus ein

Zwei Amtsperioden lang hatte der gebürtige Überseer Marc Nitschke als Rathauschef die Gemeinde nach innen und außen repräsentiert. Das waren zwölf Jahre. Begonnen hatte alles im Mai 2008, als der Jurist überraschend zum Bürgermeister gewählt wurde.

Mit 34 Jahren plötzlich Chef von Verwaltung und Gemeinderat

Es sei kein einfacher Start gewesen, sagte die Laudatorin. War der 34-Jährige doch plötzlich Chef der Gemeindeverwaltung, des Gemeinderates und der Feuerwehr und als solcher verantwortlich für den Vollzug der Gemeinderatsbeschlüsse, des Haushalts und der Bürgerversammlungen.

Von Anfang an sei Nitschke engagierter Gast bei allen Jahresversammlungen der Vereine und bei allen Festen, bei Veranstaltungen und in der Partnerstadt Monte San Biagio gewesen, so die Zweite Bürgermeisterin. Das habe seine Freizeit und sein Privatleben oft empfindlich eingeschränkt. Ein Wochenende sei oft nicht wirklich ein Wochenende gewesen.

Ein Amit mit vielen Herausforderungen

„Das Bürgermeisteramt ist eine große Aufgabe, extrem vielfältig, aber auch mit vielen Herausforderungen“, sagte Winnichner in Anspielung auf ihre eigenen Vertretungszeiten als Bürgermeisterin. Als besondere Höhepunkte in Nitschkes Amtszeit ließ sie den Erwerb des Feuerwehrhauses und des Musikheims sowie das Bahnhofsgebäudes ebenso Revue passieren wie die Erweiterung des Kindergartens und der Krippe im Zellerpark.

Rund um die Uhr habe er sich als Ansprechpartner bei der Hochwasser- und der Orkankatastrophe beim Chiemsee Summer und bei den ersten Flüchtlingsströmen ausgezeichnet.

Ein Rückblick „größtenteils mit Freude“

Nitschke, der zur Ehrung seine Familie mitgebracht hatte, dankte für die Laudatio und den Ehrentitel. Er blicke „größtenteils mit Freude“ auf die spannenden und aufregenden zwölf Jahre seiner Amtszeit zurück. Sein größter Wunsch sei es, so der Geehrte, dass die künftigen Verantwortungsträger Übersee voranbringen und sich dabei mit Anstand und Respekt begegnen.

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