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Immer weniger Priester

Mangel an Seelsorgern als Chance sehen: Der Überseer Pfarrgemeinderat stellt Arbeit neu auf

Auf die Liturgie sollen sich Pfarrer und Seelsorger konzentrieren können, indem sie Laien von anderen Aufgaben entlasten.
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Auf die Liturgie sollen sich Pfarrer und Seelsorger konzentrieren können, indem sie Laien von anderen Aufgaben entlasten.
  • Jens Kirschner
    VonJens Kirschner
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Der Überseer Pfarrgemeinderat ist sich einig: Es mangelt an Seelsorgern. Entsprechend müssten die Laien an der ein oder anderen Stelle in die Bresche springen. Doch das Gremium sieht dies mehr als Chance, denn als Bedrohung.

Übersee – Mit „Mut zur Veränderung“ ging der Gemeinderat der Überseer Gemeinde St. Nikolas in seine jüngste Tagung. „Wir wollen neue Wege gehen“, sagt dessen Vorsitzender Dr. Martin Metz. Will heißen: Es gibt immer weniger Seelsorger, die Laien müssen anpacken.

Wobei die Situation in der Überseer Kirchengemeinde doch alles andere als dramatisch sei. Denn mit Unterstützung Geistlicher seitens der Traunsteiner Stadtkirche, deren Pfarradministrator Konrad Roider die Gemeinde St. Nikolas mitbetreut, ließen sich Seelsorge und Gottesdienste gut abdecken.

Unterstützung durch Stadtkirche Traunstein

Neu zugeteilt wurden der Stadtkirche Traunstein der Franziskanerpater Kaplan Andrei Mirt anstelle des ausscheidenden Pater Marian Balint sowie Ruhestandspfarrer Josef Heiß. Beide Geistlichen werden auch Übersee mitbetreuen. Gleiches gelte für den örtlichen Diakon Heiko Jung. „Wir können in der Regel zwei Gottesdienste am Wochenende feiern“, berichtet Metz.

Und jenseits der Liturgie? Seien eben die Laien gefragt. „Das ist eine Chance für uns“, findet Martin Metz. Denn die Kleriker in der Kirche müssten sich schließlich nicht um alles bis ins kleinste Detail kümmern und könnten sich hierdurch wieder auf all jene Aufgaben konzentrieren, für die es einen Geistlichen oder einen Kleriker braucht.

Neue Leiterin der Ministrantengruppe

Während eines Austauschs einigte sich der Pfarrgemeinderat auf folgende Aufgabenverteilung: Burgi Häckel kümmert sich auch künftig um die Lektoren und Kommunionshelfer. Die Organisation der Taufbegleitung, das heißt der Mitwirkung des Pfarrgemeinderates bei den Taufen, gehört ebenso zu ihrem Aufgabengebiet wie alle Belange der Gemeinde-Caritas.

Stephanie Posselt wird künftig die Ministrantengruppe leiten, Kevin Strauch nimmt sich, unterstützt von Posselt, der kirchlichen Jugendarbeit an. Für die Erwachsenenbildung zeichnen Jutta Weber, welche Filmabende mit Diskussion anbieten wird, und Irene Röser verantwortlich. Letztere hat im Oktober zudem mit einem Grundkurs „Autogenes Training“ begonnen.

Pfarrgemeinderäte besser vernetzen

Heinrich Merlin als Vertreter des Pfarrgemeinderates beim Dekanatsrat wird sich um eine Vernetzung mit den Pfarrgemeinderäten anderer Pfarreien kümmern. Pfarrgemeideratsvorsitzendem Metz schwebt dabei eher ein informeller Austausch von Ideen vor, ohne große Formalien. „Wir müssen das Rad schließlich nicht jedes Mal neu erfinden.“

Dass sich die Räte aus den Nachbarpfarreien nicht schon längst untereinander vernetzt haben, erstaunt Martin Metz. Schließlich sei es ein Leichtes, zum Hörer zu greifen und die Kollegen telefonisch um Rat zu bitten.

Zusammenarbeit mit anderen Vereinen

Die Betreuung von Senioren in der Pfarrei ist das besondere Thema von Pfarrgemeinderätin Petra Noichl. Fred Bandtlow hat sich das breite Thema Ökumene vorgenommen und möchte dabei in erster Linie auf die evangelische Schwestergemeinde und darüber hinaus auf Angehörige aller im Dorf vertretenen Konfessionen und Glaubensgemeinschaften zugehen.

Für die Zusammenarbeit mit den im Ort aktiven nichtkirchlichen Vereinen wird Josef Pfisterer zuständig sein. Regina Kreuz als ständige Vertreterin der Kirchenverwaltung wird an den Sitzungen des Pfarrgemeinderates beratend teilnehmen. Burgi Häckel und Heinrich Merlin sind gewählte und damit stimmberechtigte Mitglieder beider Gremien.

Wollen als Laien stärker mitanpacken – der Überseer Pfarrgemeinderat mit (oben, von links) Regina Kreuz, Kevin Strauch, Fred Bandtlow, Burgi Häckelprivat sowie (unten, von links) Dr. Martin Metz, Stephanie Posselt, Jutta Weberund Heinrich Merlin.

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