NACHRUF

Malerwinkel-Wirtin Anni Loh aus Seeon-Seebruck im Alter von 81 Jahren verstorben

Anni Loh, Wirtin des Gasthofes Malerwinkl.
+
Anni Loh, Wirtin des Gasthofes Malerwinkl.
  • vonGabi Rasch
    schließen

Sie war über fünf Jahrzehnte Wirtin mit Leib und Seele und hat den Malerwinkel zu einem der renommiertesten Restaurants am Chiemsee ausgebaut. Jetzt ist Anni Loh nach kurzer Krankheit im Alter von 81 Jahren verstorben.

Seeon-Seebruck – Nach Angaben der Familie ist sie zu Hause in Lambach für immer friedlich eingeschlafen. Mit ihrem Tod verliert die Gastronomie eine kreative Unternehmerin mit Herzblut und Leidenschaft.

1967 die Gastwirtschaft am Chiemsee gepachtet

Von Nichts und Niemanden abhängig sein. Diese Devise hat sie zielstrebig ihr ganzes Leben lang bis kurz vor ihrem Tod am vergangenen Samstag beherzigt. „Das Wohl der Gäste hat bei ihr über allem gestanden“, betont die Familie. Auch das Ambiente des Hauses, das immer bis auf das i-Tüpfelchen stimmen musste, war von ihrer ganz persönlichen Handschrift geprägt.

Anni Loh, geborene Kaltenhauser, kam am 13. Oktober 1939 in Kienberg zur Welt und wuchs mit drei Geschwistern in der elterlichen Schreinerei mit kleiner Landwirtschaft auf. Bevor sie 1967 die damals kleine Wirtschaft in der romantischen Bucht am nördlichen Seeufer in der Gemeinde Seeon-Seebruck zunächst pachtete und 1977 kaufte, arbeitete sie als Bedienung im Gasthaus „Zur Post“ in Seebruck und in München.

Anni Loh zeigte stets soziales Engagement

Die fachliche Ausbildung für Hotel- und Gastronomie holte sie später nach. Ihr Leben war geprägt von Arbeit. So hat sie in den Anfangsjahren auch noch ein Gasthaus mit Segelschule in Gollenshausen betrieben. Anni Loh genoss die Natur vor ihrer Haustüre, kümmerte sich liebevoll um den Blumenschmuck und den Garten des Anwesens und war auch eine ausgewiesene Schwammerl-Expertin.

Ihre eigenen Ideen und ihre Kreativität hat sie in all den Jahren in ihren zahlreichen Um- und Ausbauten verwirklicht. Anni Loh lagen nicht nur ihre Gäste besonders am Herzen, auch für ihre Mitarbeiter und ihre Umgebung zeigte sie großes soziales Engagement und war stets großzügig, ohne sich dabei in den Vordergrund zu stellen.

Malerwinkl verkauft und als Geschäftsführerin weitergemacht

Im Juni letzten Jahres hat sie den Malerwinkel verkauft und den Betrieb gemeinsam mit ihrem Ehemann Alois Berger als Geschäftsführer weitergeführt. Bis zuletzt kümmerte sie sich um den Betrieb. Durch die aufopfernde Pflege ihres Mannes und engster Mitarbeiter konnte sie die letzten Monate ihres Lebens zu Hause verbringen.

Anni Loh hinterlässt neben ihrem Mann Alois, der den Betrieb als Geschäftsführer mit seinem bewährten Team bis auf Weiteres weiterführen wird, auch zwei Töchter und drei Enkelkinder.

Mehr zum Thema

Kommentare