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Klinik St. Irmingard hat Therapieangebot ausgeweitet

Malen kann für onkologische Patienten heilsam sein

Das Angebot der Maltherapie an der Klinik St. Irmingard konnte dank der Erlöse aus dem Benefizlauf verdoppelt werden.  Foto re
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Das Angebot der Maltherapie an der Klinik St. Irmingard konnte dank der Erlöse aus dem Benefizlauf verdoppelt werden. Foto re

Prien - Mit dem Erlös aus ihrem Chiemsee-Benefizlauf (wir berichteten) hat die Klinik St. Irmingard die Maltherapie ausgeweitet. Nun können mehr onkologische Patienten daran teilnehmen. Bisher hatte es dieses Angebot nur einmal pro Woche für acht Personen gegeben. Durch den Einsatz der 3000 Euro aus dem Benefizlauf kann die Maltherapie nun zweimal wöchentlich mit insgesamt 16 Patienten angeboten werden.

Birgit Jung, Kunsttherapeutin in der Klinik St. Irmingard, freut sich über die Ausweitung des Angebotes. "Die onkologischen Patienten haben eine Diagnose erfahren, die oft als großer Einschnitt im Leben erscheint", so Jung. "Oft kommen die Patienten erst in der Anschlussheilbehandlung beziehungsweise Rehabilitation in die Akzeptanz und aktive Krankheitsverarbeitung. Das Malen unterstützt die Patienten dabei."

Eigentlich sei die Maltherapie in der onkologischen Rehabilitation nicht vorgesehen. Dr. Dörte Fauteck, Ärztliche Direktorin und Chefärztin der Onkologie in der Klinik St. Irmingard, ist jedoch von dem Erfolg der Maltherapie überzeugt. Deshalb werden dafür eigens von der Klinik die Mittel aufgebracht.

Die Maltherapie verfolgt einen psychotherapeutischen Ansatz durch intuitives und nicht thematisches Malen. "Anfangs leite ich eine kleine Meditation, bei der jeder nach innen lauscht. Danach wird intuitiv gemalt. Es kommt nicht auf Schönheit an. Schon Aristoteles sagte: ,Jedes schöpferische Tun ist heilsam'", so die Kunsttherapeutin. Nach dem Malen ist ein freiwilliger Austausch möglich, in der Gruppe oder einzeln.

Die Rückmeldungen der Patienten reichen von "Ich war total entspannt in dem Moment" bis "Ich schlafe besser". Malen sei "mit sich selber sprechen", erläutert Jung. Die Patienten würden sich dadurch besser erkennen und die Krankheit dadurch verarbeiten. re

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