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Caritas-Tagesstätte für psychisch Kranke bietet Gesellschaft, Anregung und Beschäftigung

"Mal ratschen und nicht allein sein"

Traunstein - "Einfach mal ratschen und nicht allein sein, das reicht für viele schon. Und man kriegt entsprechend Infos über Dinge, die andere Leute erfahren haben und die man teils ganz gut brauchen kann. Man hat die Möglichkeit, etwas zu tun und zu gestalten." So beschrieb Armin Haupt, der Leiter der Caritas-Tagesstätte in der Jahnstraße 31, dieser Tage in einem Pressegespräch die Aufgabe seiner Einrichtung - als eine Anlaufstelle für Menschen, "die daheim nicht mehr zurechtkommen oder denen die Decke auf den Kopf fällt".

Im Rückblick auf das vergangene Jahr stellte Haupt fest, dass der Besuch der Tagesstätte recht unterschiedlich war. Der beste Monat war der November, in dem durchschnittlich 31 Besucher pro Tag kamen. Die Tagesstätte sei personell und von der Finanzierung her auf 30 ausgerichtet, wobei die tatsächlichen Besucherzahlen meist weit darüber lägen. "Es geht auch mit 41 Leuten ganz gut. Ein andermal sind zwar viel weniger da, die aber miteinander nicht auskommen, dann ist es deutlich schwieriger." Insgesamt sind im vergangenen Jahr 144 Menschen registriert worden, die das Angebot der Tagesstätte in gewisser Regelmäßigkeit nutzen.

Zwei Sozialpädagogen, eine Sozialpädagogin und eine Psychotherapeutin, die sich eine Stelle teilen sowie eine junge Frau aus dem Bundesfreiwilligendienst bilden das Personal. Dazu kommt eine Hauswirtschafterin und eine Verwaltungskraft sowie immer wieder Praktikanten.

Der Tagesstätten-Chor, der kontinuierlich wächst und derzeit acht Sänger aufzuweisen hat, wird ehrenamtlich von Hanne Poller aus Kammer geleitet. Daneben gibt es auch noch eine Instrumentalgruppe, die auch schon verschiedene kleine Engagements hatte, und dazu noch Schlagzeugunterricht.

Weitere Gruppenangebote sind Gehirnjogging, ein Gesprächskreis, das Mitgestaltungsgremium "offenes Team", eine Redaktionsgruppe für die hauseigene Zeitung, die vierteljährlich erscheint, eine Kochgruppe, Kegeln, Ausflüge, eine psychiatrische Gruppensprechstunde und ein seelsorgerisches Angebot. Dazu besteht im Haus die Möglichkeit, ein warmes Mittagessen einzunehmen. Zudem wird jedes Jahr eine Ferienfreizeit angeboten, heuer voraussichtlich am Gardasee.

Als weiteres Angebot und Beschäftigungsmöglichkeit für die Besucher, die zumeist mehr oder minder ausgeprägte psychische Krankheiten aufzuweisen haben, stehen im Spielzeugladen "Carifant", in der Wäscherei und im Autoputzdienst zwölf sogenannte Zuverdienstarbeitsplätze zur Verfügung

In diesem Jahr, so Haupt abschließend, lege man großen Wert darauf, den Inklusionsgedanken, der in der Öffentlichkeit fast nur im Zusammenhang mit behinderten Kindern und dem Schulsystem genannt wird, auch auf Erwachsene auszudehnen. Dabei gehe es vor allem darum, Begegnungen zu ermöglichen. Die Integrations-Tischtennisturniere der vergangenen Jahre seien ein Beispiel dafür gewesen.

Noch besser aber wären nach Dafürhalten des Leiters Angebote und Veranstaltungen, die zusammen mit Partnern organisiert werden, um möglichen Teilnehmern die Schwellenangst zu nehmen, wenn die Caritas als Veranstalter auftritt. he

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