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Diskussion um Sinn und Kosten der Geräte

Anschaffung vor September: Luftreiniger für Bernaus Schulen und Kitas

Auch der Kindergarten im Ortsteil Hittenkirchen soll künftig mit Luftreinigern versorgt werden.
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Auch der Kindergarten im Ortsteil Hittenkirchen soll künftig mit Luftreinigern versorgt werden.
  • VonElisabeth Kirchner
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Im Bernauer Gemeinderat debattierte man um Sinn und Kosten der Geräte zur Luftfilterung. Dabei gingen die Meinungen zwar auseinander, einig war man sich aber letztlich in der Frage, dass man besser jetzt handelt, als im September, wenn es womöglich zu Lieferengpässen kommt.

Bernau – Einstimmig votierten die Bernauer Gemeinderäte für die Anschaffung mobiler Luftreiniger nach erfolgter Bedarfsermittlung in einigen Kindereinrichtungen auf Gemeindegebiet. Vor der Abstimmung hatte Zweiter Bürgermeister Gerhard Jell (CSU) den Sachverhalt erklärt: Die Gemeinde muss als Sachaufwandsträger Luftfiltergeräte an Schule und Kitas anschaffen, auch wenn „die Anschaffung keine Pflicht“ sei.

Lediglich ein Drittel der möglichen Kosten

Die Fördersätze seien klar geregelt: Es gibt nur einen Zuschuss von 50 Prozent der Anschaffungskosten ohne Einbau und Wartung, maximal 1750 Euro pro Raum – auch bei eventuell zwei notwendigen Geräten. Jedes Gerät muss einen fünf- bis sechsfachen Luftdurchsatz haben.

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Die Schule habe erklärt, bereits mit zentralen Lüftungsanlagen mit Filter ausgestattet zu sein. „Bedarf gibt es demnach im Kindergarten Hittenkirchen, bei der Containeranlage auf dem Schulplatz sowie im Altbaubestand im Kindergarten Eichet und in der Fichtenstrasse“, so Jell. Insgesamt seien zehn bis elf Räume auszustatten. Geschäftsleiterin Irmgard Daxlberger wies darauf hin, dass es bei einer späteren Entscheidung Lieferschwierigkeiten geben könnte. Es sei zwar nicht eilig, aber man müsse „sich mit dem Thema auseinandersetzen.“

Bis zu 5000 Euro pro Gerät

Dass es nicht eile, sahen einige Gemeinderäte anders. Katrin Hofherr (SPD) sagte beispielsweise, dass die Kinder nicht leiden dürften. Kindergartenreferent Alexander Herkner (SPD) stieß ins gleiche Horn. Ohne Luftfilter bestehe die Gefahr, dass es um den Präsenzunterricht im kommenden Schuljahr schlecht bestellt sein könnte.

Josef-Georg Wörndl (CSU) erklärte, dass nicht alle Geräte förderfähig seien. Eine weitere Förderbedingung sei, dass die Geräte nicht lauter als 40 Dezibel sein dürften. Er habe sich auf dem Markt umgeschaut: „Ein adäquater Luftfilter ist gut zwei Meter hoch und kostet rund 5000 Euro.“ Förderfähig sei aber nur ein wenig mehr als ein Drittel dieses Preises, empörte er sich. Hofherr und Herkner befürworteten dennoch die Anschaffung der Geräte.

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Sascha Klein (WMG) sah das ähnlich, wollte aber vorab den „echten Bedarf“ ermitteln. Michaela Leidel (BL) sprach sich ebenfalls für eine zügige Beschaffung aus. Sie forderte, die Geräte müssten effektiv sein und die Träger sollten „verpflichtet werden, die Geräte zu akzeptieren.“

Pia Ostler (Grüne) wandte ein, dass man „Sinn und Zweck im Auge behalten“ sollte. Schon die Masken und das Testen seien „eine Lizenz zum Gelddrucken.“

Im September ist es zu spät

Franz Schnaiter (CSU) befand, dass der Turnraum im Hittenkirchener Kindergarten im Gegensatz zum Gemeinschaftsraum nicht per se einen Luftfilter brauche. Wörndl mischte sich erneut ein: Es brauche jetzt einen Vorratsbeschluss: „Im September darüber noch einmal zu befinden, ist zu spät.“

Bürgermeister Jell sah das ähnlich. Der Bedarf sei jetzt zu ermitteln und entsprechend zeitnah sollten die Geräte angeschafft beziehungsweise bestellt werden. Leidel bat darum, dass Wörndl als Fachmann – er führt ein Haustechnik-Fachgeschäft – die infrage kommenden Geräte noch einmal nach der Bedarfsermittlung prüfen sollte. Diesem Einwand gab Jell statt. So soll der Beschluss dahingehend erweitert werden, dass Wörndl „hilfreich zur Seite stehen“ soll. Dem Beschlussvorschlag folgte das Gremium ohne Gegenstimme.

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