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SCHULE IN ZEITEN VON CORONA

Luftfilteranlagen für Rimstinger Schule und Kindertagesstätten

Ein Luftfilter steht in einem Klassenraum in einer Grundschule. Auch im Landkreis Rosenheim liefen Tests an Schulen mit Geräten. In Rimsting will man nach Prüfung verschiedener Modelle 20 Stück erwerben.
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Ein Luftfilter steht in einem Klassenraum in einer Grundschule. Auch im Landkreis Rosenheim liefen Tests an Schulen mit Geräten. In Rimsting will man nach Prüfung verschiedener Modelle 20 Stück erwerben.
  • Elisabeth Sennhenn
    VonElisabeth Sennhenn
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Die Rimstinger Gemeinderäte wollen auf Initiative der CSU handeln und Luftfilteranlagen für Klassen- und Betreuungsräume anschaffen, bevor es zu Lieferengpässen kommt. Aber nicht alle im Gremium sind überzeugt

Rimsting – Mobile Luftfilteranlagen für die Rimstinger Grundschule und die Kindertagesstätten wünscht sich der CSU-Ortsverband und reichte einen entsprechenden Antrag bei der Gemeinde ein. Dieser wurde in der jüngsten Gemeinderatssitzung behandelt. Dabei ging es nicht nur grundsätzlich um die Frage, die etwa 20 benötigten Geräte anzuschaffen, sondern, ob man noch schnell genug handeln könne, bevor es zu möglichen Lieferengpässen kommt.

Dass es mit Lüften allein oft nicht getan sei, eröffnete Bürgermeister Andreas Fenzl (CSU) die Diskussion.

Könnte auch das Doppelte kosten

Er habe im Vorfeld mit Lehrkräften gesprochen: „Die Ostseite der Grundschule lässt sich zum Beispiel nicht gut lüften, weil die Fenster zur Hauptstraße hinaus gehen.“ Sein Parteikollege Stefan Julinek bekräftigte, man müsse jetzt handeln, sonst bekommt man im Herbst kein Gerät mehr: „Kinder haben bis dahin sicher keine Möglichkeit, geimpft zu werden, abgesehen davon, dass viele Eltern das vielleicht nicht möchten.“ Die Kinder hätten genug unter der bisherigen Situation gelitten, „wir müssen es schaffen, dass es für sie besser wird als vergangenes Jahr.“

Auch für die Lehrer solle die Arbeit erträglicher werden, man wolle keinesfalls Schließungen riskieren, nur weil keine Raumlüfter vorhanden seien. Dem stimmte Stefan Walter (Grüne) zu. Julinek erzählte von einem Referenzobjekt, das rund 2000 Euro kostet, wobei Geschäftsführerin Regina Feichtner einwarf, dass effiziente und leise Geräte auch das doppelte kosten können. Fenzl erklärte, er gehe von 80 000 Euro brutto Anschaffungskosten mit 50 Prozent Zuschuss aus.

Nina Weinland (Grüne) fand das Vorhaben gut, sah es aber noch als fraglich an, ob es bei diesen Kosten bliebe. Laut Fenzl ist das Geld im Haushalt tatsächlich nicht vorgesehen: „Wir wären deutlich über dem Ansatz, aber wir müssen das angesichts der Situation riskieren.“

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Es zieht und macht Geräusche

Der Gemeinderat traf mit 14:1 Stimmen einen sogenannten Vorratsbeschluss, 20 Geräte unter der genannten finanziellen Annahme zu kaufen, allerdings will man sich erst näher mit den Gerätemodellen befassen.

Die Gegenstimme kam von Mary Fischer (FW). Sie steht dem Thema kritisch gegenüber, wie sie im Nachgang erst in nichtöffentlicher Sitzung, später noch einmal gegenüber unserer Zeitung erklärte: Wie sie von aktuellen Versuchen in Schulen im Landkreis Rosenheim gehört habe, so die Religionspädagogin, empfänden Kinder und Lehrer die Luftfilter teils als zu geräuschvoll. Zudem würden die Kinder den kühlen Luftzug unangenehm finden. „Außerdem gibt es Geräte, die muss man wöchentlich warten, damit sie zuverlässig funktionieren, was Folgekosten verursacht.“ Fischer plädiert dafür, beim Stoßlüften zu bleiben, das sich bewährt habe und welches von den Kindern akzeptiert werde. „Wenn es sich nicht gerade um Räume handelt, die sich schlecht lüften lassen, bin ich dafür, ernsthaft zu überlegen, ob wir Steuergelder für Luftfilteranlagen ausgeben sollten.“

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