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Direktor Andreas Schaller setzt auf Normalität

Ludwig-Thoma-Gymnasium Prien: „Gemeinschaftsgefühl wieder erleben“

Soviel Normalität wie möglich für den Schulbetrieb in allen Bereichen wünscht sich Andreas Schaller, Leiter des Priener Ludwig-Thoma-Gymnasiums (LTG) für das neue Schuljahr. Besonders freut er sich über die fast abgeschlossene Außenbereichsgestaltung hinter der Bogenberger-Villa (links), in der nach Umbau die LTG-Mittagsbetreuung eingezogen ist.
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Soviel Normalität wie möglich für den Schulbetrieb in allen Bereichen wünscht sich Andreas Schaller, Leiter des Priener Ludwig-Thoma-Gymnasiums (LTG) für das neue Schuljahr. Besonders freut er sich über die fast abgeschlossene Außenbereichsgestaltung hinter der Bogenberger-Villa (links), in der nach Umbau die LTG-Mittagsbetreuung eingezogen ist.
  • Ulrich Nathen-Berger
    VonUlrich Nathen-Berger
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Beim Ludwig-Thoma-Gymnasium in Prien gibt es heuer noch sechs Schüler, die sich nicht testen lassen wollen. Sie bekommen daheim Lernmaterial, dürfen aber keine Proben schreiben. Insgesamt geht Schulleiter Andreas Schaller aber mit Zuversicht ins Schuljahr.

Welche Anweisungen haben Sie als Schulleiter bekommen?

Andreas Schaller: Wir haben kurz vor dem Schulstart einen entsprechenden Brief aus dem Kultusministerium bekommen. Erklärtes Ziel sei, das gesamte Schuljahr Präsenzunterricht durchzuführen. Einzige Einschränkung: Das örtliche Gesundheitsamt könnte in Ausnahmefällen diese Maßnahmen revidieren und wir müssten dann wieder zum Distanz- oder Hybridunterricht umschalten. Zudem gab’s den Hinweis, dass die Inzidenz-Zahlen jetzt keine Rolle mehr spielen. Stattdessen müssen wir statt zwei jetzt drei Mal pro Woche auf Corona testen. Das 2G – geimpft oder genesen – befreit von den Testungen.

Wie reagieren die Eltern auf diese Maßnahmen?

Schaller: Wir haben die Eltern befragt, ob ihr Kind geimpft oder genesen ist. Die vor wenigen Tagen abgeschlossene Umfrage ergab aktuell 180 geimpfte Schüler, das heißt, ein Fünftel unserer Gesamtschülerzahl. Das ist erstaunlich, ich habe nicht erwartet, dass es so viele sind. Von unseren Lehrern sind geschätzt mindestens 70 Prozent geimpft.

Welche Konsequenzen müssen Eltern tragen, die ihr Kind nicht testen lassen wollen?

Schaller: Dieses Thema war auch Teil der Umfrage. Wir haben jetzt sechs Schüler, die nicht am Präsenzunterricht teilnehmen können, weil sie oder ihre Eltern den Corona-Test ablehnen; am vergangenen Schuljahresanfang waren es noch 20 Verweigerer. Die Rahmenbedingungen für diese Schüler sind wie im vergangenen Jahr nahezu gleich geblieben.

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Ihnen wird Distanzunterricht angeboten, das heißt, sie bekommen Unterrichtsmaterial zugespielt, werden aber nicht direkt von Lehrern per Video beschult. Leistungsnachweise können diese Schüler aber weiterhin nicht erbringen. Das bedeutet laut Ministerium, dass ohne diese Nachweise weder Versetzungen noch Schulabschlüsse möglich sind.

Welche Erfahrung haben Sie mit Pandemie bedingten Lernrückständen bei den Schülern gemacht?

Schaller: Mit dieser Frage wird sich wahrscheinlich jeder Schulleiter schwertun. Wir wissen nicht, wo sie stehen. Lernrückstände sind nicht unbedingt am Distanzunterricht festzumachen. Wir haben jetzt viele neue sogenannte Diagnose-Tools bekommen, sowohl für die fünften Klassen wie auch für höhere Jahrgangsstufen. Das heißt, mit Tests wird der Lernstand überprüft, nach deren Auswertungen sollen dann entsprechende Fördermöglichkeiten angeboten werden. In der letzten Ferienwoche gab’s an unserer Schule eine Sommerschule mit Unterricht für problematische Kernfächer, aber mit Angeboten für Kunst, Sport oder kreatives Denken. Die ersten Rückmeldungen von Eltern waren durchwegs positiv.

Die Lernstandsdiagnostik bedeutet für die Lehrer höhere Belastungen?

Schaller: Natürlich, die Belastung ist schon allein dadurch höher, weil sie infolge der Corona-Pandemie noch heterogenere Klassen bezüglich des Lernstands zu beschulen haben als sie vorher schon hatten. Entsprechend müssen sie den Unterricht abstimmen. Aber ich bin positiv gestimmt, die meisten Schüler wieder ins Lernboot zu bringen, denn die jungen Menschen können sich in der Regel ganz gut adaptieren an besondere Umstände. Das zum Teil schwierig sein kann – das ist so… Ich muss dem Kollegium ein großes Lob aussprechen, dass es trotz der Corona bedingten Mehrbelastungen so mitgezogen hat und den Distanzunterricht so hervorragend bewältigt hat.

Welche Ziele hat sich das LTG für das beginnende Schuljahr gesteckt?

Schaller: Soviel Normalität wie möglich in den Schulbetrieb zu bringen, weil es der Schulfamilie unglaublich gut tut. Dazu gehört der Mensa-Betrieb, der jetzt wieder freigegeben sein wird. Allerdings müssen wir die Pausenzeiten noch immer staffeln. Mir wäre lieber, das sich wieder alle Schüler in gemeinsamen Pausen treffen könnten. Ich freue mich, dass wir wieder Schulfahrten machen können, dass wir wahrscheinlich wieder Schullandheim-Aufenthalte, Skilager oder den Schüleraustausch anbieten können – natürlich in Abhängigkeit von den ausländischen Partnern. Auch Lehrerkonferenzen oder -treffen sind wieder möglich.

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