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AUS DEM GEMEINDERAT

Loipenbeschneiung in Inzell geplant

Neuartige Lanzen versprechen eine große Schneemenge bei den notwendigen kalten Temperaturen im November oder Dezember.
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Neuartige Lanzen versprechen eine große Schneemenge bei den notwendigen kalten Temperaturen im November oder Dezember.

Die Inzeller Tourismus GmbH würde 70000 Euro investieren, der Gemeinde blieben laufende jährliche Kosten von 10000 Euro. Der Gemeinderat war einstimmig für das Projekt.

Inzell – Soll in der Gemeinde Inzell eine Loipe beschneit werden? Das war eine Frage, mit der sich die Inzeller Gemeinderäte in der letzten Sitzung beschäftigten. Die Gemeinderäte sprachen sich am Ende einstimmig für eine Langlaufmöglichkeit mit maschineller Beschneiung aus.

Tourismus-GmbH übernimmt Kosten

Die Gesellschafterversammlung der Inzeller Tourismus GmbH (ITG) diskutierte im Februar über eine solche Beschneiung. Dabei wurde auch bereits festgelegt, dass im Budget der ITG 70 000 Euro berücksichtigt werden sollen. Dem Gemeinderat wurde von der Versammlung die Ausarbeitung eines finalen Konzeptes und die Umsetzung der Maßnahme empfohlen. Zur Debatte stehen das Areal am Badepark/Naturbadesee oder der Ludwig-Schwabl-Sportpark rund um den Fußballplatz.

Maschinenschnee ist länger haltbar

Gemeinderat Robert Hochreiter (CSU), der selbst schon einige Erfahrungen mit Beschneiungsanlagen gemacht hat, erläuterte die großen Vorteile von Maschinenschnee gegenüber herkömmlichem Naturschnee, der schlichtweg viel schneller wegtaue bei warmen Temperaturen. „Maschinenschnee ist viel besser haltbar, es kann auch mal drei Tage regnen oder warm sein, ohne dass der ganze Schnee wieder weg ist“.

Dritter Bürgermeister Michael Lorenz (CSU) stellte das vorläufige Konzept über eine maschinelle Beschneiung vor. Zunächst trat die Frage auf, warum überhaupt eine Loipenbeschneiung in Inzell gewünscht ist.

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Lorenz sprach von einer Qualitätsverbesserung des Langlaufangebots in Inzell für Einheimische und Urlaubsgäste. „Wir wollen uns als Langlaufsportort positionieren, uns mit einer gewissen Schneegarantie im Bereich Marketing verbessern und auch den Tagestourismus fördern, ganz zu schweigen von den Angeboten für Vereine“.

Als Nutzungsmöglichkeit sieht der dritte Bürgermeister einen durchgehenden Langlaufbetrieb auf mindestens einer Loipe. Man könnte den Kurpark aufwerten durch Iglos in einer schönen Winterlandschaft mit Skibetrieb.

Als Vorteil gäbe es auch eine zusätzliche Loipenpräparierung bei Veranstaltungen wie dem Hundeschlittenrennen, der Chiemgautrophy, Rodeln, dem Weihnachtsmarkt oder auch für die „GENO Winterspiele“, was als Attraktivität für externe Veranstalter anzusehen sei.

Parkplätze und Zentrumsnähe sprechen für Standort am Badepark

Als Vorteil für den Badepark nannte Michael Lorenz die Zentrumsnähe, ebenso wie die gute Sichtbarkeit von der B 306 aus mit ausreichenden Parkplätzen. Zudem sei das ganze Areal Gemeindegrund und Wasser für die Beschneiung sei genügend verfügbar, wobei auch eine Depotbeschneiung möglich sei.

Kosten für Strom und Unterhalt im fünfstelligen Bereich

Eine Finanzierung der Beschneiung sei über den ITG-Haushalt geplant. Die Kosten der Beschneiungsanlage mit Hochdrucklanzen, den dazu notwendigen Pumpen und der Steuerung liegen bei den eingangs genannten 70 000 Euro. Dieser Betrag wäre einmalig zu entrichten. Darin enthalten sei auch ein sogenannter CompactorRoller zur Präparierung ab 5 Zentimeter Schnee. Eine Ausbringung des Maschinenschnees ist mit Lader und Pistenbully möglich. Die laufenden Kosten für Ausbringung, Strom und allgemeine Unterhaltskosten werden mit jährlich 10 000 Euro veranschlagt.

Rainer Tobsch (Bürger für Inzell) wollte wissen, wie viel Spuren nebeneinander angelegt werden sollen. Geplant sind laut Bürgermeister Hans Egger (Bürger für Inzell) eine Skating Spur und eine Klassische Spur.

Vorteilhaft für Kinder und Vereine

Markus Ried (Grüne) erkundigte sich nach der Vereinsförderung. Lorenz erklärte, dass nicht nur Inzeller Vereine davon profitieren könnten, sondern auch die umliegenden Vereine, aber vor allem auch die Inzeller Kinder.

Konflikt mit Wanderweg und Eisläufern befürchtet

Hans Pauli (Bürger für Inzell) befürchtete Konflikte mit dem Wanderweg um den Badesee und die Eisfläche, die im Winter gerne genutzt wird. Deshalb und auch aus Temperaturgründen sah er den kälteren und besseren Standort am Ludwig Schwabl Sportpark. „Für mich sind das Punkte, die man nicht außer Acht lassen sollte“.

Sepp Rieder (SPD) nannte als klaren Vorteil einen schneesicheren Standort wie im Wildenmoos, wo früher oft die Langlaufloipe gespurt wurde.

Für den Gemeinderat war am Ende der Diskussion klar, dass die Planung der Beschneiung Langlaufloipe weiter verfolgt wird mit noch keinem festgelegten Standort.

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