Begeisterung für zehn Vorleser in Übersee

Literatur zwischen Lachen und Nachdenken

In niederbayerischer Mundart trug Otto Manzenberger, Schulleiter in Grassau, "delikate Lebensgeheimnisse auf dem Sterbebett vor". Foto vom Dorp
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In niederbayerischer Mundart trug Otto Manzenberger, Schulleiter in Grassau, "delikate Lebensgeheimnisse auf dem Sterbebett vor". Foto vom Dorp

Übersee - Auch das mittlerweile zwölfte Wirtshauslesen hat nichts von seinem ureigenen Charme eingebüßt. Wieder einmal war es ein ganz besonderes Wirtshauserlebnis zum Lachen, Nachdenken und sich Wohlfühlen.

Im Rahmen des Arbeitskreises Kultur schaffte es Lehrer und Initiator Paul Dorsch einmal mehr, mit seinem Leseabend rund 50 Zuhörer in der heimeligen Stubn des Wirtshauses "D‘Feldwies" in Übersee in seinen Bann zu ziehen.

Die Besucher waren dem Motto des Abends "Ich hätt‘ da was zum Lesen dabei" gefolgt. Grundsätzlich konnte sich vorab jeder mit einem Text seiner Wahl beim Organisator Dorsch melden. Der bewies bei der Auswahl der Beiträge wieder viel Fingerspitzengefühl für die richtige Mischung.

Auch bei den Autoren gab es keinen literarischen Einheitsbrei, sondern ein schillerndes Kaleidoskop verschiedenster Angebote. Zehn Vorleser boten dabei eine breit gefächerte Palette von Helmut Zöpfl über zeitgenössische Autoren bis zu Werken aus eigener Feder. Auch der weitgehend unbekannte tiefschwarze Humor von Loriot kam mit dem Werk "Advent" zu Gehör.

Die Themen der Autoren reichten dabei von humorigen und kritischen Betrachtungsweisen des Alltags und des Altwerdens, über Lebensgeschichten und eine witzige Interpretation der Schöpfungsgeschichte bis zu philosophischen Gedanken über Liebe, Leben und Tod.

Der kulturelle Schmankerlabend wurde getragen von den Vorlesern Hans Aderbauer, Manfred Ebeling, Robert Höpfner, Heinrich Hunglinger, Otto Manzenberger, Irmengard Noichl, Hans Ring, Alexander Schulz-Mirbach, Georg Schupfner und Wolfgang Strupat. vd

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