Lions Club hilft seit 60 Jahren

Beliebt bei Alt und Jung: Der jährliche Bücherflohmarkt des Lions Clubs im Herbst. Archiv Berger
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Beliebt bei Alt und Jung: Der jährliche Bücherflohmarkt des Lions Clubs im Herbst. Archiv Berger

Prien – Der Priener Lions Club wurde 1959 in Prien von Graf Portales und Dr.

Herbert Matuschek, dem Chef der Kurklinik Kronprinz, zusammen mit zwölf Freunden gegründet. Die geplanten Feierlichkeiten zum Jubiläum des 60-jährigen Bestehens müssen wegen der Covid-19-Pandemie auf das kommende Jahr verschoben werden. Die nächsten Nachbarn gab es in Salzburg und München. Damit gehört der Club zu den ältesten deutschlandweit. Der Gedanke des Lionsismus stammt aus Amerika. Engagierte Bürger setzten es sich zum Ziel, hilfsbedürftige Menschen in ihrer Notlage zu unterstützen.

Heute ist die international tätige Institution mit über 1,4 Millionen Mitgliedern in 48 386 Clubs aus über 200 Ländern die mitgliederstärkste Service-Cluborganisation der Welt. In Prien sind derzeit 36 Freunde aus unterschiedlichsten Berufen Mitglied. In den Lions Club kann man nicht eintreten, man muss dazu eingeladen werden. Eine erfolgreiche berufliche Laufbahn ist nur ein Aufnahmegrund. Man muss auch zu persönlichem ehrenamtlichen Einsatz bereit sein. Die Priener Lions haben sich in den letzten 60 Jahren mit mehr als 750 000 Euro an sozialen Projekten vor allem in und um Prien beteiligt.

Die von Dr. Thomas Wrede initiierte und seit Jahrzehnten geleitete „Lions Stiftung für häusliche Alten- und Krankenpflege“ finanziert den Pflegediensten notwendige Fahrzeuge. So entstanden die Partnerschaften, zuerst zum Priener Patenclub Lions Club Versailles-Doyen. Zweifellos ist diese Freundschaft durch die Schlösser Herrenchiemsee und Versailles im Zeitalter der deutsch-französischen Freundschaft begründet.

Die Priener waren die Gründungspaten des Lions Club Bad Ischl, zu dem der unvergessene Dr. Fritz Reuther lange Jahre die Kontakte pflegte. Gleich nach dem Fall der innerdeutschen Grenze übernahmen die Priener die Gründungspatenschaft für den Lions Club Chemnitz-Agricola. Zuletzt kam vor über 20 Jahren die Freundschaft mit dem Lions Club Valdagno hinzu.

Partnerschaftenhelfen gezielt

So führte der Priener Rotary Club mit den Valdagneser Freunden Aktionen für Erdbebenopfer in Umbrien durch. Das Ergebnis: Heute steht in Arquata del Tronto, einem völlig zerstörten Ort in den Abruzzen, ein nagelneues „Centro Sociale“, ein Bürgerzentrum zur Versorgung der Bewohner.

Viele kulturelle und gesellige Höhepunkte, etwa Benefizkonzerte im Spiegelsaal von Herrenchiemsee oder Clubreisen, organisiert von damaligen Präsidenten Dr. Darko Zagorac, Kunstausstellungen und Theateraufführungen prägten das Priener Clubleben.

Der derzeitige Präsident Professor Dr. Gerhard Sälzer wird demnächst sein Amt an Peter Hirblinger übergeben.

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