Er liebt sein Dorf: Rimstings neuer Bürgermeister Andreas Fenzl 100 Tage im Amt

Andreas Fenzl ist in Rimsting aufgewachsen. Als Bürgermeister hofft er, dass Rimsting sich weiterentwickeln kann, ohne seinen ursprünglichen Charme zu verlieren.
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Andreas Fenzl ist in Rimsting aufgewachsen. Als Bürgermeister hofft er, dass Rimsting sich weiterentwickeln kann, ohne seinen ursprünglichen Charme zu verlieren.

Der neu ins Amt gewählte Bürgermeister Andreas Fenzl möchte, dass sich Rimsting behutsam weiterentwickelt. Und trotzdem seinen Dorfcharakter behält. Denn hier ist er aufgewachsen und er mag das Miteinander – dafür braucht´s vor allem eine gute Stimmung in der Gemeinde.

Von Elisabeth Sennhenn

Rimsting – Von den ersten 100 Tagen im Amt als Bürgermeister der GemeindeRimsting hat Andreas Fenzl schon einige erfolgreich hinter sich gebracht. Wenn er sich ein Ziel für diese Zeitspanne gesetzt hat, dann: „Alle gemeindlichen Einrichtungen sollen so gut weiterlaufen wie bisher.“ Besonders hofft er aber, dass seine Gemeinde gut durch die Corona-Krise kommt, „gesundheitlich, sozial und finanziell.“ Wie seine Bürger auch, wünscht sich Fenzl, dass es bald Schritt für Schritt wieder in Richtung Normalität geht. Beeinflussen kann er das freilich nur indirekt.

Der Gemeinde soll es gut gehen

Was er beispielsweise bewerkstelligen kann, ist, die friedliche Stimmung in Rimsting, die er von seinem Amtsvorgänger Josef Mayer quasi mit übernommen hat, aufrecht zu erhalten. „Ich bin da zuversichtlich“, meint Fenzl, „weil ich mich gern am gemeinschaftlichen Handeln orientiere und den persönlichen Kontakt zu den Menschen einfach mag.“

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Im Miteinander finde sich meistens die beste Lösung für ein Problem. Und ein Unbekannter sei er ja auch nicht für die Rimstinger, ebenso nicht für die Rathausmitarbeiter, hat er Mayer doch bereits zwölf Jahre als Zweiter Mann im Rathaus vertreten. „Wir haben sogar am gleichen Tag Geburtstag“, schmunzelt der Neu-Bürgermeister. Wenn das mal kein gutes Zeichen ist. Letztlich, so Fenzl, sei er der gleiche Mensch wie vorher, unabhängig davon, dass er das Amt gewechselt habe.

Mittagsbetreuung für Schulkinder

„Ich bin ein Rimstinger“, sagt der Vater von drei erwachsenen Söhnen, allein schon deshalb sei ihm wichtig, dass es der Gemeinde gut gehe. Zum Beispiel den Müttern und Vätern: „Ein ganz wichtiger Punkt ist derzeit die termingerechte Fertigstellung unseres Neubaus für die Schulkindermittagsbetreuung samt Bücherei“, betont er. Ein öffentliches WC soll es auch dazu geben. „Es schaut gut aus“, freut er sich.

Auch wenn in jüngster Zeit ein besonderes Augenmerk auf die Bedürfnisse von Eltern und im Zuge des Kita-Ausbaus auf die von Kindern gelegt wurde, ist ihm wichtig zu sagen, dass Rimsting „eine Gemeinde für jedes Alter“ sei.

Er mag besonders den Dorfcharakter

Alt und Jung sind dort ohnehin schon jetzt auf einander angewiesen, etwa beim Thema Wohnraum in Rimsting. „Da Bauland knapp ist, wird es bei uns in Zukunft immer mehr um Anbauten und Aufstockungen von bestehendem Wohnraum gehen, wenn Familien diesen brauchen“, spricht Fenzl eine Problematik an, mit der sich seine Gemeinde zunehmend befassen muss.

Und dabei nicht aus dem Blick verlieren darf, dass Rimsting seinen sympathischen Dorfcharakter behält. Das schätzt Fenzl an seinem Heimatort, auch wenn er, „dabei besonders an Greimharting“ denkt.

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Eine Weiterentwicklung darf und soll es freilich trotzdem geben: „Schließlich wächst unsere Gemeinde.“

Wachsen, das wird Fenzl auch an seinem neuen Amt.

Versuch, das Ferienprogramm zu retten

Denn trotz des über die Jahre gesammelten Sachwissens lerne er „Tag für Tag“ dazu. „Ich freue mich über neue Erkenntnisse und Erfahrungen und vor allem über viele Kontakte zu Menschen. Mein Ziel und meine Hoffnung ist es, dass ich, gemeinsam mit dem Gemeinderat und den Mitarbeitern, mit offenen und konstruktiven Gesprächen in alle Richtungen und Aktionen in allen Bereichen viel Positives für unsere Gemeinde und unsere Bürger bewirken kann.“ Möglicherweise gelingt ihm das schon bald, nämlich wenn es um das Rimstinger Ferienprogramm geht, das man sehr gern verwirklichen würde, Corona zum Trotz. Zur Sicherheit in der freien Natur. „Wir haben schon viele pfiffige Ideen“, sagt der Bürgermeister, „aber mehr wird noch nicht verraten.“

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