Lieber lachen als ärgern

Der neue Gemeindereferent Werner Hofmann hat sein Büro im katholischen Pfarrzentrum bezogen.  Foto  berger
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Der neue Gemeindereferent Werner Hofmann hat sein Büro im katholischen Pfarrzentrum bezogen. Foto berger

Werner Hofmann heißt der Nachfolger von Thomas Boderke als Gemeindereferent der katholischen Pfarrgemeinde Prien - und der 39-Jährige ist Boderkes Schwager. Der Diplom-Religionspädagoge wird sich vor allem um die Jugendseelsorge kümmern. Seit 15 Jahren steht er mit zwei Kollegen als "Soafablosn" in eigenen kirchlichen Kabarettprogrammen auf der Bühne. Sein Motto: "Lieber über etwas lachen als darüber ärgern."

Prien - Im Gottesdienst am morgigen Sonntag um 9 Uhr in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt wird Hofmann offiziell in sein Amt eingeführt.

Nach einem "Sabbatjahr", in dem er sich seiner jungen Familie gewidmet hat, geht der 39-Jährige voller Elan an die neue Aufgabe heran. Er lebt mit Ehefrau Julia und den Kindern Samuel (fünf) und Greta (drei) am Samerberg, wird aber 2011 nach Prien umziehen.

Hofmann stammt aus Frauendorf im Landkreis Mühldorf, lebt aber schon 15 Jahre im Chiemgau. Nach dem vierjährigen Studium der Religionspädagogik war er ab 1995 sieben Jahre Gemeindereferent in Aschau im Chiemgau und anschließend genauso lange an der katholischen Jugendstelle im Landkreis Miesbach. Nach einem Jahr Auszeit "auf den Spuren des eigenen geistigen Weges", wie er im Gespräch mit der Chiemgau-Zeitung erklärte, hat er nun sein neues Amt in Prien angetreten.

Die hiesige Pfarrgemeinde kennt er aus Gesprächen mit seinem Schwager und Vorgänger Boderke (die Frauen der beiden, Julia Hofmann und Kathrin Boderke, sind Schwestern), der sich beruflich verändert hatte (wir berichteten). Manche Priener kennen ihn wahrscheinlich bereits von Auftritten mit den "Soafablosn". Unter diesem Namen schreibt Hofmann mit Richard Stefke und Markus Lentner seit der gemeinsamen Studienzeit kirchliche Kabarettprogramme. Das neue, mittlerweile achte Programm soll ab März nächsten Jahres zu sehen sein.

Mit Ehefrau Julia hat er in jüngerer Vergangenheit in Zusammenarbeit mit dem Heimat- und Geschichtsverein Aschau auch zwei religiöse Theaterstücke geschrieben und inszeniert: eine Auferstehungsgeschichte und anlässlich der Landesausstellung 2009 ein Stück über Pankraz von Freyberg. Auch in Prien etwas auf die Bühne zu bringen, kann sich der neue Gemeindereferent gut vorstellen.

Weitere Berichte aus Prien auf Seite 20

Sein Schwerpunkt in der neuen Funktion liegt vor allem in der Jugendseelsorge, die im Pfarrverband Prien mit der örtlichen Katholischen Jugend, den Landjugendvereinen Hittenkirchen und Wildenwart, der Jugendband Wildenwart und dem Jugenchor Hittenkirchen sehr vielschichtig ist. Die Vorbereitung zur Erstkommunion im künftigen Pfarrverband wird eine zentrale Rolle spielen. Zunächst geht es für Hofmann natürlich auch darum, die Menschen im noch nicht offiziell gegründeten Pfarrverband Prien (mit den Pfarreien Prien und Rimsting, den Kuratien Hittenkirchen und Wildenwart sowie der Filialkirche Greimharting) kennen zu lernen, Sitzungen von Pfarrgemeinderäten und Kirchenverwaltungen sowie unterschiedlichste Veranstaltungen zu besuchen, um Kontakte zu knüpfen.

Der Wunsch nach engerem Kontakt zu den Menschen war es auch, der den 39-Jährigen nach eigenem Bekunden dazu bewogen hat, seine vor allem beratende Arbeit in Miesbach zu beenden und sich wieder der Arbeit in einer Gemeinde zu widmen. "Was können wir für die Leute tun, was brauchen die Menschen?" Diese Fragestellung sieht Hofmann als zentralen Ansatz seines Tuns. db

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