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Urkunde für Immen-freundliche Gemeinde

Liebe zu den Bienen ist in Grassau nun amtlich

Bauhofleiter Hans Weißenbach plädierte für blühende Wiesen, Museumsleiterin Anette Grimm informierte über die neue Nachtfalter- Ausstellung. Bezirkspräsident Josef Mederer lobte Bürgermeister Stefan Kattari, der das Lob weiter an den Vorsitzenden des Tourismus- und Heimatverein Rottau, Matthias Hofmann, an den Vorsitzenden des Imkervereins Xaver Schreiner und Schriftführerin Verena Noichl gab (von links).
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Bauhofleiter Hans Weißenbach plädierte für blühende Wiesen, Museumsleiterin Anette Grimm informierte über die neue Nachtfalter- Ausstellung. Bezirkspräsident Josef Mederer lobte Bürgermeister Stefan Kattari, der das Lob weiter an den Vorsitzenden des Tourismus- und Heimatverein Rottau, Matthias Hofmann, an den Vorsitzenden des Imkervereins Xaver Schreiner und Schriftführerin Verena Noichl gab (von links).
  • VonTamara Eder
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Vor Ort konnte sich Bezirkspräsident Josef Mederer von den vielseitigen Bestrebungen in Grassau und Rottau ein insekten- und bienenfreundliches Klima zu schaffen, überzeugen. Der Politiker war von den vielseitigen Aktivitäten der Vereine und der Gemeinde begeistert.

Grassau – Am großen Lehr- und Schaubienenhaus des Imkervereins überreichte Bezirkspräsident Josef Mederer persönlich die Urkunde „Bienenfreundliche Gemeinde“. Der Markt Grassau erzielte bei der Ausschreibung des Wettbewerbs, ausgelobt vom Bezirk Oberbayern den mit 3000 Euro dotierten ersten Platz. Das Preisgeld, so informierte Bürgermeister Stefan Kattari wird an die Vereine weitergeleitet.

Preisgeld ist von symbolischem Wert

Zweimal wurde der Preis bereits ausgelobt, erklärte Josef Mederer und freute sich, vor Ort in der Sieger-Gemeinde zu sein, wie er sagte. Er berichtete, dass er selbst 18 Jahre Bürgermeister einer 6000-Seelen-Gemeinde gewesen sei und wisse, dass man etwas erreichen könne, wenn ein Bürgermeister antreibt. Das Preisgeld sei nicht das Wichtigste, sondern eher von symbolischem Wert. Viel wichtiger sei es, dass für die Natur und Umwelt etwas getan werde.

Bürgermeister Stefan Kattari relativierte, dass nicht er derjenige sei, der antreibe. „Wenn nicht der Tourismus- und Heimatverein Rottau den Bienenlehrpfad und Bienenhaus, der Imkerverein Grassau nicht das Schaubienenhaus, der Bauhof nicht seit vielen Jahren mit Gespür von sich aus, die Flächen bearbeitet, würden wir heute nicht hier stehen“, sagte der Rathauschef. Er fügte hinzu, dass das Zusammenspiel passe und in der Gemeinschaft viel erreicht werden kann.

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„Der Bürgermeister vertritt die Gemeinde nach außen und muss motivieren“, fügte Mederer hinzu. An das Entstehen des Schaubienenhauses, das der Imkerverein ehrenamtlich gebaut habe, erinnerte Vorsitzender Xaver Schreiner. Am Obstlehrpfad, einst vom Gartenbauverein hergestellt, wurde der ideale Platz für das Schaubienenhaus gefunden. Das Haus sei seit 2018 in Betrieb und seither erfreue sich der Imkerverein eines großen Zuwachses.

So konnten bereits 16 Jugendliche zu Jungimkern ausgebildet werden. Dies freute Mederer, der informierte, dass der Posten des Imkereifachberaters neu besetzt werde, man neue Wege gehen und die Jugend stärker einbinden wolle. Schreiner berichtete über die Zusammenarbeit mit dem Gymnasium Landschulheim Marquartstein. In Kooperation mit der Schule werden jedes Jahr Jungimker ausgebildet. „Es geht nicht ohne Ehrenamt“, so der Bezirkspräsident anerkennend.

Einen Baustein, der zum Sieg führte, sah Kattari im Bestreben des Tourismus- und Heimatvereines Rottau. Rottau habe die erste Runde im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ mit Bravour bestanden, so Kattari.

Rottau will wieder Bundessieger werden

Der Vorsitzende des Heimatvereins, Hias Hofmann, berichtete, dass der Wettbewerb im kommenden Jahr in die nächste Runde gehe. „1973 wurde Rottau Bundessieger und wir wollen wieder dahin“, erklärte Hofmann das ehrgeizige Ziel. Bereits vor dem Volksbegehren zum Bienensterben habe der Verein den Lehrbienenweg und das Schaubienenhäuschen angelegt.

Für Umweltbildung sorgt auch das Museum Klaushäusl. So verwies die Sonderausstellung 2020 auf die Bienenvielfalt. Anette Grimm, Museumsleiterin erklärte, dass die Wiese oberhalb des Museums sehr vielen Insekten Heimat biete und auch der Bereich um den Fahnenmast insektenfreundlich angelegt sei. Zudem verwies sie auf die kommende Sonderausstellung 2022 mit dem Titel: Spinner, Spanner, Schwärmer und Eulen, das Nachtleben im südlichen Chiemgau.

Ausstellung über Nachtschmetterlinge

Die Ausstellung wird sich den Nachtschmetterlingen widmen. Wesentlich zu einer bienenfreundlichen Gemeinde trägt auch der Bauhof bei. Bauhofleiter Hans Weißenbacher meinte, dass auch bei der Pflege der Rasenflächen ein Umdenken erfolgen soll. Nur mehr am Fußballplatz und Friedhof werde der Rasen kurz geschnitten. Alle anderen Flächen lässt der Bauhof etwas wachsen und wartet mit dem ersten Schnitt und verlängert die Mähzyklen.

Das sei etwas mehr Aufwand, der sich aber lohne, so Weißenbacher. Der Bauhof habe einen neuen Mäher, der eine andere Schnitthöhe möglich mache. Laut Kattari sei es wesentlich dem Sachverstand der Leute, die mit den Flächen umgehen, zu vertrauen.

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