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Schulen stellten Projekte vor - Initiative "Mundart wecken und verstärken"

"Lehrer, schmatzt's boarisch"

"Vui Blech und Holz" brachte die Bläserklasse des Gymnasiums LSH Schloss Ising bei ihrem Auftritt auf die Bühne.  Foto  buthke
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"Vui Blech und Holz" brachte die Bläserklasse des Gymnasiums LSH Schloss Ising bei ihrem Auftritt auf die Bühne. Foto buthke

Chieming - Zwölf Schulen aus den Landkreisen Traunstein und Rosenheim beteiligen sich gemeinsam mit vier Kindergärten an der Initiative "Freude an der Mundart wecken und verstärken". Auf Anregung des Bayernbunds setzen sie sich in vielfältigen Projekten mit ihrem heimatlichen Sprachschatz auseinander. Ziel der Initiative ist es, mit Unterstützung von Ansprechpartnern aus Literatur, Brauchtum, Musik, Geschichte, Handwerk, Künste sowie Natur- und Umweltschutz bei Kindern und Jugendlichen Freude an der eigenen Mundart zu wecken, zu fördern und die Wertschätzung für Dialekt zu entwickeln. Bei einer Veranstaltung mit Kultusstaatssekretär Bernd Sibler im Landschulheim (LSH) Schloss Ising stellten Kindergärten und Schulen ihre Projekte vor.

"Beim Dialekt fängt die gesprochene Sprache an", zitierte Sibler den Dichter Christian Morgenstern. Dialekt sei Muttersprache, die Sprache der Menschen der Heimat. An den Projekten sehe man, wie vielfältig die bairische Sprache sei. Bayern sei ohne seine Mundarten, ob Bairisch, Oberpflälzisch, Schwäbisch und Fränkisch, nicht denkbar. Dabei komme die Vielfältigkeit und die Bedeutung des Dialekts heraus.

Nach Artikel 131 der Bayerischen Verfassung seien die Schüler unteren anderem "in der Liebe zur bayerischen Heimat zu erziehen". Die Lehrer könnten dabei Vorbild sein. Deshalb forderte der Staatssekretär sie auf: "Lehrer, schmatzt's boarisch." Sie müssten dem aktiven Dialektunterricht den entsprechenden Raum geben. Die in Bayern gesprochenen Mundarten seien ein unverzichtbarer Teil der Sprachkultur und trügen damit zur bayerischen Identität bei.

Der Leiter der gemeinsamen Lenkungsgruppe der Kreisverbände Traunstein und Rosenheim des Bayernbunds, Dr. Helmut Wittmann, erklärte, anhand der vorgestellten Projekte erkenne man das Besondere der Initiative des Bayernbunds: Alle Bildungsstufen vom Kindergarten bis zum Gymnasium seien darin vereinigt. Dabei sei die Mundart nicht statisch. Sie werde auch in modernen Rhythmen dargebracht. Die bairische Sprache habe die Möglichkeit, sich überall zu entfalten. Es sei ein gutes Zeichen, dass die Vertreter des Trachtengaus unter den Zuhörern seien, denn man müsse schauen, die guten Kräfte der Mundartförderung zu bündeln.

Was alles gemacht wird, zeigten Vroni Bauer vom Integrationskindergarten St. Margareta in Frasdorf und Evi Landinger von der Grundschule Halfing an einigen Beispielen. Unter der Leitung ihres Klassenlehrers Peter Pfoh (ein Franke!) sangen Schüler der Mittelschule Chieming einen Rap auf Bairisch, wobei zum Beispiel Melodien der Bayernhymne, des Bayerischen Defiliermarsches und des Wildschütz-Jennerwein-Lieds verwendet wurden. Die Kindergruppe des Chieminger Trachtenverein zeigten Schuhplattler und Volkstänze.

Schüler der Johann-Rieder-Realschule in Rosenheim sangen und spielten unter der Leitung von Wolfgang Forstner das Lied "Hans, was duast denn du do?" Erste Ergebnisse ihres P-Seminars stellten Stefanie Radlmair und ihre Mitstreiter vom Hertzheimer Gymnasium in Trostberg vor. Sie stellen vergleichende Mundartbetrachtungen an und erstellen darüber ein Buch, das sie selbst verlegen.

Für die Umrahmung der gesamten Veranstaltung sorgte das Gymnasium LSH Schloss Ising. bjr

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