LESERFORUM

Leerstand bei den Zweitwohnsitzen angehen

Zum Bericht „Wieder eine Wohnung weniger“ im Lokalteil:

Möchte die Gemeinde Prien Leerstand bei Wohnungen und Häusern fördern? Diese Frage stellen wir uns nach dem Lesen des Artikels. Das Wohnungsknappheit ein Problem ist, weiß jeder. Die Frage die sich jeder stellen sollte ist, ob jede Ferienwohnung auch eine Mietwohnung wäre beziehungsweise ob eine Ferienwohnung nicht sogar im Interesse einer Kommune stehen sollte?

Jeder Einheimische, welcher in der Nebensaison mit dem Fahrrad um den Chiemsee fährt, nimmt unzählige Objekte mit geschlossenen Rollos wahr. Wir würden uns für jede Gemeinde wünschen, zu versuchen diesen Leerstand zu nutzen. Fakt ist, dass dieses Zweitwohnsitze sind, Fakt ist, dass diese Wohnungen als Festwohnsitze derzeit nicht zur Verfügung stehen, Fakt ist, dass Eigentümer ihren Zweitwohnsitz oftmals nur wenige Wochen im Jahr nutzen. Fakt ist auch, dass im Tourismus diese Betten fehlen und auch bei Mietwohnungen. Hier wäre ein Gegenlenken längst wünschenswert.

Die Frage stellt sich doch, was passiert mit der Wohnung, wenn eine Nutzungsänderung nicht bewilligt wird? In den meisten Fällen steht diese Wohnung weiterhin leer und wird nur wenigen Wochen im Jahr durch den Eigentümer genutzt.

Eigentümer sind hier offener als jeder denkt, nur der Aufwand für eine Nutzungsänderung ist eine große Hürde. Aufgrund dessen sollte man es begrüßen, wenn ein Eigentümer seinen Zweitwohnsitz in der Zeit, in welcher dieser nicht genutzt wird, zur Vermarktung freigibt. Die Gemeinde Berchtesgaden hat hier schon längst gegengelenkt und gute Lösungen gefunden. Ferienwohnungen für die Vermarktung sind dort herzlich willkommen, Zweitwohnsitze hingegen nicht. Wir würden uns wünschen, dass der Leerstand angegangen wird und alle davon profitieren.

Kristina von Meyerinck

und Barbara Vieweger,

Schlüsselzeit Ferienwohnungen

Bernau

Kommentare