Lebenshilfe gleich hinterm Rathaus: Großprojekt in Unterwössen kommt voran

Mit großen Schritten geht es im Projekte Wohnen und Arbeiten hinterm Rathaus der Lebenshilfe Traunstein voran. Im Vordergrund entsteht der gewerbliche Gebäudeteil mit dem Café und einer großen Küche. Im hinteren Gebäudebereich entstehen Plätze für gemeinschaftliches Wohnen. Flug
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Mit großen Schritten geht es im Projekte Wohnen und Arbeiten hinterm Rathaus der Lebenshilfe Traunstein voran. Im Vordergrund entsteht der gewerbliche Gebäudeteil mit dem Café und einer großen Küche. Im hinteren Gebäudebereich entstehen Plätze für gemeinschaftliches Wohnen. Flug

7,1 Millionen Kostenvolumen, 23 Plätze für gemeinschaftliches Wohnen dazu vier Einheiten sozialer Wohnungsbau, ein Café mit einer Küche auch zu externer Versorgung –das alles zusammen ist ein Projekt, dass eine zünftige Grundsteinlegung verdient hätte. Doch 2020 ist alles kleiner.

Unterwössen – Im kleinen Kreis begrüßte Bürgermeister Ludwig Entfellner zur verspäteten Grundsteinlegung des Neubaus der Lebenshilfe Traunstein deren Geschäftsführerin Annemarie Funke und den Aufsichtsratsvorsitzenden Wolfgang Maier, deren. Auf dem ehemaligen Gelände der Holzhandlung Döllerer hinter dem Rathaus errichtet die Lebenshilfe Traunstein ein Wohn- und Arbeitsprojekt. Im vorderen Teil, Richtung Rathaus und Hauptstraße, entsteht ein Café mit großer Küche. Dahinter schließt sich ein Komplex für gemeinschaftliches Wohnen an.

Neue Heimat für Bewohner und Mitarbeiter

Bürgermeister Ludwig Entfellner stellte heraus, dass das Projekt der Lebenshilfe hinter dem Rathaus Annemarie Funke zu verdanken sei. Die Lebenshilfe und ihre Geschäftsführerin suchten lange einen Standort im südlichen Landkreis. „Ich hoffe, dass Bewohner und Mitarbeiter im Ort eine neue Heimat finden“, so das Gemeindeoberhaupt.

Die derzeitigen Herausforderungen, soziale Einrichtungen wie Schule, Kindergarten und die Mittagsbetreuung des Wössner Regenbogens mit Mittagessen zu versorgen, werde vom Projekt der Lebenshilfe Traunstein gelöst.

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Funke betonte, dass es das Projekt ohne den Grundstückseigentümer Hans Döllerer nicht gäbe. Dieser hatte für das ehemaliges Grundstück der Holzhandlung Döllerer immer den Wunsch, dort etwas zu schaffen, was dem Ort Unterwössen nutzt. Weil Döllerer nicht den Profit, sondern die soziale Verantwortung gesehen habe, ermögliche er dieses Projekt“, so Funke.

Es sei das erste Mal, dass die Lebenshilfe ein Café mit Küche in ihrem Verantwortungsbereich errichtet und betreibt. „Wir haben bereits einen Koch gefunden, der die Kirchenleitung übernimmt. Die Wohnungen werden derzeit den Bewohnern anderer Einrichtungen der Lebenshilfe angeboten“, berichtete Funke.

Es gebe bereits Absprachen mit dem Wössner Regenbogen als dem Ideengeber für die Einrichtung des Cafés mit der Versorgung sozialer Einrichtungen im Ort. Eine weitere Säule des Projekts könnten eigene Veranstaltungen sein, richtete die Geschäftsführerin den Blick in die Zukunft.

Aufsichtsrat Wolfgang Maier, zugleich Vorstand des Lebenshilfe Vereins, sieht für die Bewohner großes Potenzial am neuen Standort. Dass das Projekt gemeinsam mit der MARO, einer Gesellschaft für genossenschaftliches Wohnen, entsteht, hält er für einen Glücksfall. Die MARO errichtet auf dem gleichen Grundstück in der Nachbarschaft Wohnungen im Genossenschaftsmodell.

Inbetriebnahme wird zum 1. September 2021 anvisiert

Der ehemalige Grundstückseigentümer Hans Döllerer empfindet den Bau nach eigenen Worten „sehr gelungen und sehr positiv“.

Der Bürgermeister freut sich, „wie flott und gut es dahin geht“. Die Lebenshilfe sieht als idealen Zeitpunkt der Inbetriebnahme den 1. September 2021 an. Architekt Bernd Püschel aus Prien ist guter Dinge. Es funktioniere gut, auch weil die beteiligten Unternehmen aus der Region sind. „Das passt alles zeitlich und auch finanziell“, so Püschel.

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Das Projekt auf einem so guten Weg zu sehen, schreiben die Beteiligten der guten Zusammenarbeit mit der Regierung von Oberbayern zu.

Die kleine Gruppe setzte im Übergang zwischen dem gewerblichen Café mit Küche und dem Wohnkomplex im Innenraum den Grundstein. Er enthält unter anderem eine Kupfer-Hülle mit einer Chronik der Lebenshilfe anlässlich ihres 50-jährigen Bestehens und den Lagebericht der Geschäftsführung anlässlich des Jahresabschlusses 2019.

An die Corona Pandemie erinnert eine Schutzmaske der Kategorie FFP2 in der Kupferröhre. Sie ist dort eingemauert. Ein Schild wird später dort darauf hinweisen.

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