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Landrat neidisch auf Österreich

Helga Thurner und Waltraud Grünwald (von links) sorgten als Couplet-Duo "Drent und herent" für den musikalischen Rahmen. Foto  waldherr
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Helga Thurner und Waltraud Grünwald (von links) sorgten als Couplet-Duo "Drent und herent" für den musikalischen Rahmen. Foto waldherr

Der Verein Bairische Sprache und Mundarten (BS) ist in den vergangenen zwölf Monaten um 61 auf 641 Mitglieder gewachsen. Darauf verwies stolz Vorsitzender Rudi Mörtl bei der Jahreshauptversammlung im Gasthaus "Sailer-Keller".

Traunstein - Zu einer Ausstellung des Chiemgau Alpenverbands habe der BS mit Texttafeln auf sein Anliegen aufmerksam gemacht, berichtete Mörtl. Wichtig sei jedoch, dass nicht mehrere engagierte Organisationen ohne großen Effekt parallel wirkten, sondern dass eine fachliche Autorität geschaffen werde, die Gewicht habe: eine zentrale Stelle mit der Hauptaufgabe der Erhaltung der Mundarten und der bairischen Sprache. Das könnte ein "Institut für Bairische Sprache" sein, wie es eines für die deutsche Sprache gibt.

Landrat Hermann Steinmaßl blickte neidisch nach Österreich, das "klein aber fein" sei und seine Angelegenheiten einschließlich der Sprache in einem überschaubaren Raum besser regeln könne. Kleinheit sei auch eine Stärke, wie man an den unterschiedlichen Dialekten sehen könne. Wichtig sei, dass die Menschen, die aus der Tradition kommen, auch dazu stehen, denn: "Wenn nicht wir unsere Tradition leben, wer dann? Die Österreicher machen es uns vor, selbstbewusst mit dem Dialekt, der gewachsenen Mundart, umzugehen. Bei uns macht sich stattdessen ein Sprach-Mischmasch breit, der mit vielen englischen Ausdrücken unsere Sprache unterwandert."

Die unterhaltsame Seite des Nachmittags gestalteten das Couplet-Duo "Drent und herent" mit lustig-frechen Liedern und Anekdoten und eigener Begleitung auf Ziach und Gitarre sowie Alfred Graf mit seinen Gedichten.

Zum zehnjährigen Bestehen des Vereins ist nach Mörtls Angaben eine Podiumsdiskussion mit Vertretern aus Politik, Medien, Schule, Jugend am Samstag, 26. März, auf dem Hochberg vorgesehen. chw

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