Landkreis Traunstein: Gisela Sengl will Landrätin werden

Die frisch gewählte Landratskandidatin der Grünen, Gisela Sengl (Mitte) freut sich zusammen mit Kreisrat Sebastian Heller und den beiden Kreissprecherinnen Helga Mandl (links) und Regina Reiter über die gewonnene Wahl. re

Würde sie bei der Kommunalwahl 2020 Landrat Siegfried Walch ablösen, dann würde sie ihre Termine mit dem Radl, öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Elektroauto wahrnehmen. Das verriet Gisela Sengl in der Aufstellungsversammlung der die Landkreis-Grünen.

Traunstein – „Am liebsten würde ich sofort zu arbeiten beginnen“, so Landtagsabgeordnete Gisela Sengl. Die Grünen-Politikerin aus Sondermoning strebt bei der Kommunalwahl 2020 nach dem Posten des Landrats. Einstimmig hatten sich die Mitglieder von Bündnis 90/Die Grünen in der Aufstellungsversammlung im Sailer Keller in Traunstein für Sengl ausgesprochen.

Gebürtige Münchenerin, aber seit 37 Jahren in der Region

Sie komme zwar ursprünglich aus München, verriet die Kandidatin in ihrer Bewerbungsrede, lebe aber seit mittlerweile 37 Jahren im Voralpenland – zunächst im Berchtesgadener Land, dann im Landkreis Traunstein. In Sondermoning betreibt sie zusammen mit ihrem Mann einen Biolandhof und Bioladens.

+++ Die Kommunalwahl 2020 im Landkreis Traunstein: Hier finden Sie alle Landratskandidaten und alle Listen für den Kreistag. +++

Seit 2013 ist Sengl Abgeordnete im bayerischen Landtag, seit 2014 Kreisrätin. Kürzlich, so erzählte sie, sei die gefragt worden: „Und da willst Du auch noch Landrätin werden?“ „Ja, war meine Antwort darauf“, so Sengl, und sie führte weiter aus: „Mein Motto ist: global denken und lokal handeln – und dafür ist die Kommunalpolitik am besten geeignet“.

Elektroauto als Dienstagwagen

Drei Themen stellte die 58-Jährige in ihrer Bewerbungsrede besonders in den Vordergrund: Den Klimawandel bekämpfen, die Lebensgrundlagen erhalten und weiterhin friedlich und respektvoll zusammenleben. Und dann sagte sie: „Am liebsten würde ich sofort als Landrätin zu arbeiten beginnen.“

Landtagsmandat bei der Wahl zurückgeben

Sengl stellte klar: „Wenn ich gewählt werde, gebe ich natürlich mein Landtagsmandat zurück“, und auf die Frage, wie sie sich denn als Landrätin im Landkreis fortbewegen wolle, sagte sie: „Mit dem Fahrrad, mit dem Bus und mit dem Zug, wann immer es möglich ist, und sonst mit einem Elektroauto.“ Darüber hinaus gab sie als Ziel aus, dass sie möglichst viele landkreiseigene Fahrzeuge als Autos mit Elektroantrieb haben möchte.

Gisela Sengl nahm die Wahl an, freute sich über das überwältigende Ergebnis und sagte: „Euer Zuspruch gibt mir Stärke und wir werden gemeinsam einen starken Wahlkampf führen.“ re

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