Aus dem Kreisausschuss

Landkreis Traunstein: Für neues Biotonnen-Lager Geld eingespart

Beim Bau der neuen Lagerhalle für Bio-Tonnen konnte der Landkreis Geld einsparen.
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Beim Bau der neuen Lagerhalle für Bio-Tonnen konnte der Landkreis Geld einsparen.
  • vonMonika Kretzmer-Diepold
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Das Projekt am Kreisbauhof kostete 115.000 Euro weniger als geplant: Lagerhalle für Biotonnen kostete ein Viertel weniger als die veranschlagten 430.000 Euro.

Traunstein – Für mehr als ein Viertel weniger der ursprünglich geplanten Kosten von 430.000 Euro realisierte die Hochbauabteilung im Landratsamt den Bau einer Lagerhalle für neue Biotonnen, die der Landkreis in Reserve vorhalten muss. Abteilungsleiter Martin Aschauer und seine Mitarbeiter unterschritten den Kostenansatz um 115.000 Euro, wie Landrat Siegfried Walch im Kreisausschuss informierte. Die Endabrechnungssumme von 315.000 Euro taucht nicht im Kreishaushalt auf, sondern wird über den Gebührenhaushalt der Abfallwirtschaft finanziert.

Platz auf Gelände des Kreisbauhofs gefunden

Durch die gesetzlich geforderte Einführung der Biotonne musste der Kreis zusätzlich zum Lager für die Restmüllgefäße eine Halle für den notwendigen Vorrat an den Tonnen mit braunen Deckeln errichten. Auf dem Gelände des Kreisbauhofs fand das etwa zehn mal 23 Meter messende Gebäude mit einer Nettogrundfläche von 251 Quadratmeter noch Platz – zwischen der Tonnenhalle, dem Bauhof und der Salzlagerhalle.

Aus brandschutztechnischen Gründen entschied sich Martin Aschauer für eine Stahlkonstruktion. Sandwichelemente wurden für Wände und Dach verwendet. Nach dem Vergabeverfahren im Frühjahr folgte der Baubeginn Mitte Juni 2020.

Halle war bereits Ende September fertig

Die Halle war bereits Ende September fertig, die Außenanlagen eine Woche später. Schon genutzte Biotonnen, so genannte „Rückläufer“, werden übrigens in einem vorgelagerten Gebäude platziert.

In diesem Monat werden die neue eingeführten Biotonnen zum ersten Mal geleert, die der Landkreis im Oktober an alle Haushalte verteilt hatte. Die Tonnen werden ab sofort im 14-tägigen Rhythmus geleert. Die Müllgebühren bleiben unverändert. Die biologischen Abfälle werden nach Angaben es Landkreises zu 100 Prozent verwertet, um Strom und Wärme zu erzeugen. Der Gärrest wird kompostiert und als Dünger dem natürlichen Stoffkreislauf zugeführt.

Um die Biotonne sauber zu halten, empfiehlt das Landratsamt Folgendes:

  • „Mit Papier halten Sie die Biotonne sauber. Geben Sie nasse Küchenabfälle bitte vorher in Papiertüten oder wickeln Sie diese in Zeitungspapier ein.
  • Auf dem Boden der Tonne kann eine Schicht geknülltes Papier oder Eierkartons gegeben werden. Beides saugt Flüssigkeiten auf und schützt im Winter vor dem Festfrieren des Bioabfalls in der Tonne.
  • Zur Vermeidung von Durchnässung können zusätzlich weitere geringe Mengen Papier eingebracht werden.

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