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In Trautersdorf

Landkreis Rosenheim plant ein Mehrfamilienhaus mit Sozialwohnungen in Prien

Dieses Gebäude soll Ende 2022 abgerissen werden. An seiner Stelle entsteht ein Neubau mit zwölf Wohnungen.
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Dieses Gebäude soll Ende 2022 abgerissen werden. An seiner Stelle entsteht ein Neubau mit zwölf Wohnungen.
  • Dirk Breitfuß
    VonDirk Breitfuß
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Bezahlbarer Wohnraum ist so rar und deshalb so gefragt wie noch nie. Der Ruf nach Sozialwohnungen erschallt immer öfter. Im Priener Ortsteil Trautersdorf sind einige geplant.

Prien Der Landkreis Rosenheim will in Prien bauen. Ihm gehört ein 7000 Quadratmeter großes Grundstück zwischen Bauernberger- und Joseph-von-Fraunhofer-Straße. Ende 2022 sollen die Arbeiten – Bauherr ist die Wohnungsbaugesellschaft des Landkreises Rosenheim mbH – für ein erstes Mehrfamilienhaus auf dem Areal beginnen.

Bereits im April 2020 hatte der Marktgemeinderat den Vorentwurf für einen Bebauungsplan „Wohnquartier Trautersdorf“ gebilligt. Vier Mehrfamilienhäuser sah die Planung vor. Jetzt musste das Gremium nachbessern, denn der Landkreis habe die Reihenfolge geändert, in der die Gebäude entstehen sollen.

Vier Mehrfamilienhäuser könnten auf dem 7000 Quadratmeter großen Grundstück in Trautersdorf östlich der Bauernberger Straße entstehen. Sicher ist aber bisher nur der Bau des westlichen Gebäudes.

Demnach soll es mit dem westlichen Haus direkt an der Bauernberger Straße losgehen. Die Wände des Gebäudes sollen im Vergleich zur bisherigen Planung um knapp drei auf fast neun Meter angehoben werden, erläuterte Bauamtsleiter Thomas Lindner dem Gremium in der jüngsten Sitzung im Chiemsee Saal.

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Diese Änderung bekam ebenso einstimmig grünes Licht wie eine stellenweise Erweiterung des Geltungsbereichs am östlichen Rand. So entsteht genug Platz, um eine Rigole im Bebauungsplanbereich an der Joseph-von-Fraunhofer-Straße darstellen zu können.

In Absprache zwischen dem Markt Prien, dem Wasserwirtschaftsamt Rosenheim und dem Sachgebiet Wasserrecht des Landratsamtes entstand ein Beseitigungskonzept für das Niederschlagswasser. Die Berechnungen haben Lindner zufolge ergeben, dass alles Regenwasser auf dem Grundstück entsorgt werden könne und die gemeindliche Kanalisation nicht belastet werden muss. Um auch große Niederschlagsmengen bewältigen zu können, ist ein Rigolensystem entwickelt worden.

Der Marktgemeinderat stimmte dafür ebenso einhellig der Erweiterung des Bebauungsplanbereichs zu.

Bürgermeister Andreas Friedrich nannte das Gesamtvorhaben des Landkreises und seiner Wohnungsbaugesellschaft ein „ganz wichtiges und großartiges Projekt“. Bis es in seiner Gesamtheit verwirklicht ist, wird es aber wohl einige Jahre dauern.

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Michael Fischer, Pressesprecher des Landkreises Rosenheim, erklärte auf Anfrage, dass „vieles noch offen ist“. Was bereits feststehe: „Im Bereich der jetzigen Flurnummer 1837/3 (an der Bauernberger Straße, Anm. d. Red.) wird ein bestehendes Gebäude abgerissen. Im November 2022 sollen mit dem Abriss des Bestands die Arbeiten für ein neues Gebäude mit zwölf Wohnungen beginnen. Die Planungen sind noch nicht abgeschlossen. Derzeit sind Zwei- und Drei-Zimmerwohnungen vorgesehen.“ Im Sommer 2024 solle das Mehrparteienhaus fertiggestellt werden. Bauherr ist die Wohnungsbaugesellschaft des Landkreises. „Die zwölf Wohnungen werden vermietet, sechs als Sozialwohnungen, sechs auf dem normalen Wohnungsmietmarkt“, erläuterte Fischer.

Die Mieten für die Sozialwohnungen ergeben sich aus den Richtlinien beim Sozialwohnungsbau. Ausschlaggebend ist die Höhe des Einkommens der Mieter. Sie bestimmt, in welche von drei möglichen Einkommensklassen ein Mieter eingruppiert wird. So ergibt sich die vorgegebene Nettomiete.

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„Aber auch bei den übrigen sechs Wohnungen wird die Wohnungsbaugesellschaft des Landkreises Rosenheim mbH moderate Mietpreise verlangen“, betonte der Pressesprecher. Geplant sei, sich am „unteren Preissegment der ortsüblichen Miete für Neubauwohnungen mit Barrierefreiheit“ zu orientieren.

Völlig offen ist Fischer zufolge, was mit der verbleibenden Fläche passieren wird, auf der laut Bebauungsplanentwurf drei weitere Mehrfamilienhäuser Platz finden könnten. „Die zuständigen Kreisgremien müssen sich damit noch befassen“, sagte Fischer. Sicher sei bisher lediglich, dass das erste, westliche Bauprojekt zunächst abgeschlossen werde, bevor weitere Baumaßnahmen begonnen werden.

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