Lagerhalle darf Betriebsstätte für eine Zimmerei sein

Bernau – Einstimmig genehmigten die Bernauer Gemeinderäte in ihrer jüngsten Sitzung die Nutzungsänderung einer Schreinerei in Bahnhofsnähe.

Bürgermeisterin Irene Biebl-Daiber (CSU) hatte zuvor den Sachverhalt zusammengefasst, wonach das Gebäude, das 2007 als Lagergebäude genehmigt worden war, seit längerem als Betriebsstätte für eine Zimmerei genutzt wird. Dies stellte das Landratsamt bei einer Baukontrolle fest; eine Umnutzung erfordere jedoch eine baurechtliche Genehmigung, so Biebl-Daiber weiter. Nun liege der Antrag auf Nutzungsänderung samt gewerblicher Betriebsbescheinigung vor. Da sich südlich des Mischgebiets, in dem sich der Betrieb befindet, ein allgemeines Wohngebiet anschließt, habe die Verwaltung ein Gutachten angefordert, mittels dessen geprüft werden soll, „ob die gewerbliche Nutzung wesentlich stört oder Auswirkungen auf das allgemeine Wohngebiet hat.“

Das Gutachten liege zwar noch nicht vor, aber man habe das weitere Vorgehen mit dem Landratsamt abgestimmt. Der Gemeinderat könne dem Antrag auf Nutzungsänderung „unter der Voraussetzung, dass das schalltechnische Gutachten die Nutzungsänderung in Einklang bringen kann mit den Auswirkungen auf die Umgebungsbebauung“ schon vorab sein Einvernehmen erteilen. Da keine weiteren Nachfragen aus den Reihen des Gremiums kamen, stellte Biebl-Daiber den Beschlussvorschlag auf Nutzungsänderung samt Zusatz „Gegebenenfalls sind durch das Landratsamt als Bauaufsichtsbehörde entsprechende Auflagen zum Schallschutz festzusetzen“ vor. Dieser Beschlussvorlage stimmten die Gemeinderäte einstimmig zu. elk

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