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Sommerfestival

„KunstZeit“: Ganz Prien wird zur öffentlichen Galerie

Die älteste Künstlerin ist 96 Jahre alt, der jüngste zehn: Kuratorin Inge Fricke (Tischmitte) stellt bei der Eröffnung der diesjährigen „Priener KunstZeit“ zwei der 80 Künstler vor: Magdalene Engel und Leopold Kohl. Bürgermeister Andreas Friedrich und Prima-Geschäftsführerin Andrea Hübner (von links) lobten die Zusammenarbeit aller Beteiligter.
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Die älteste Künstlerin ist 96 Jahre alt, der jüngste zehn: Kuratorin Inge Fricke (Tischmitte) stellt bei der Eröffnung der diesjährigen „Priener KunstZeit“ zwei der 80 Künstler vor: Magdalene Engel und Leopold Kohl. Bürgermeister Andreas Friedrich und Prima-Geschäftsführerin Andrea Hübner (von links) lobten die Zusammenarbeit aller Beteiligter.
  • VonElisabeth Kirchner
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Ein ganzer Ort wird zur Bühne für ein Sommerfestival der Kunst mit ungewöhnlichem Ambiente: Die Priener „KunstZeit“ bietet bis Ende Juli eine Schau zeitgenössischer Kunst der Region.

Prien – Der Anspruch, „Kunst sichtbar, erlebbar zu machen und auf sich wirken zu lassen“, wie es Bürgermeister Andreas Friedrich (ÜWG) bei der Eröffnung der diesjährigen „Priener KunstZeit“ formulierte, mag hochtrabend wirken, dennoch erfüllt die Ausstellung quer durch Prien diesen Anspruch voll und ganz.

So schlicht und einfach kann, nein, so muss man es sagen, hat es doch auch heuer erneut Kuratorin Inge Fricke geschafft, über 80 regionale und internationale Künstler für drei Monate nach Prien zu locken. Installationen, Lichtkunstobjekte, Gemälde, Skulpturen, Fotografien, Reliefs, Malereien machen den öffentlichen Raum zur Bühne.

Symbiose von Kunst, Kultur und Alltag

Landrat Otto Lederer lobte das Projekt als „abwechslungsreich und inspirierend“. Quer durch Prien zeige sich „eine wunderbare Symbiose von Kunst, Kultur und Alltag“.

Bürgermeister Andreas Friedrich, Georg Klampfleuthner, Vorsitzender des Kulturfördervereins, Kulturreferent Christoph Maier-Gehring und Andrea Hübner, Geschäftsführerin der Prien Marketing GmbH (PriMa) lobten in ihren Grußworten das gute Miteinander und die Zusammenarbeit aller Beteiligten.

Kuratorin Inge Fricke stellte zwei der 80 Künstler vor. Der zehnjährige Leopold Kohl aus Prien stellt seine Landschafts- und abstrakten Bilder in Acryl im Chiemseesaal aus; die mit Abstand älteste Künstlerin ist die 96-jährige Magdalene Engel, Rimsting, aus. Ihre schwarz-rote Serie in Acryl auf Tapetenpapier ziert Wände des Erdgeschosses der Casa Kronast.

Vor der Skulptur „Aposynthesis“ von Hannes Stellner (Zweiter von links) an der Beilhackstraße mit Georg Klampfleutner (links) und Inge Fricke (Mitte).

Mit Fingerspitzengefühl zusammengestellt, bietet sich Flanierenden und Passanten im Ort ein Sommerfest der Kunst, gibt es doch an vielen Ecken, in Schaufenstern, in Parks und auf öffentlichen Plätzen, in den Passagen, an und in den Kirchen, am Marktplatz, in Cafés und Lokalen, in Hotels, in Praxen und am Bahnhof Kunst zu entdecken, das malerische Ortsbild tut sein übriges dazu. Namhafte, international renommierte Künstler wie Antje Tesche-Mentzen, Ekaterina Zacharova, Hannes Stellner, Greta Fischer oder Rudl Endriß sind vertreten, aber auch überregional anerkannte junge Künstler wie Marco Bruckner, der Vorjahressieger der „KunstZeit“ Milan Jack Mulzer, Theresa Öttl, Thomas Hans und Franziska Bürger.

Kunst im neuen Kontext in Lagerhalle

Jedes einzelne Kunstwerk wirkt an seinem Platz wie bestimmt, dazugehörend und stimmig.

Weitere Ausstellungen: Galerie im Alten Rathaus, „Glanzvoll – Die Kunst der Prinzregentenzeit am Chiemsee: Als München leuchtete und Prien glänzte“; Kronasthaus, Abe-Sammlung „Hugo Kaufmannn“ und die Sonderausstellung Gerhard Prokops „Stadtlandschaften“; „Art & Talk“ bei Sylvia Roubaud am Marktplatz; Galerie Eva-Maria Ladwig in der Bernauer Straße; „AmonArtHouse“ mit der Ausstellung „Zeit“ von Barbara Nedball; Galerie und Atelier Katharina Schmitt (beides in der Wendelsteinstraße); petite galerie, Alte Rathausstraße; Kunstgarten von Christa Biere, Am Herrnberg 23; Kunst am Liendlhof, Trautersdorf 3a, geöffnet ab 28. Juni; Atelier 7, Raffelweg 7 in Bernau); die Chiemgauer Künstlerlandschaft hält an den verschiedensten Plätzen Hof.

„Nicht mit mir“ – eine Skultur der Unterwössner Künstlerin Moni Stein an der Tourist-Info.

Eine besondere Bühne hat die Marktgemeinde mit der „KunstHalle“ am Bahnhof ermöglicht. Ein „Popup der Kunst“, wie dieser Ort beworben wird, „aktuell und mittendrin, lebendig, frisch, unerwartet, bunt und bewegt“. Bis Ende Juli präsentieren jedes Wochenende wechselnde Künstler im ungewöhnlichen Ambiente der Lagerhalle Kunst im neuen Kontext.

Es lohne sich, quer durch Prien zu spazieren und dabei Kunst und Kreatives zu entdecken, zu betrachten und auf sich wirken zu lassen, sind sich die Macher des Projekts sicher. Man möge einwenden, so viel Entdeckerleidenschaft braucht Zeit. Kunst braucht eben auch „KunstZeit“.

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