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Künstlerisches Dreigestirn in der Galerie

Interessierte Kunstkenner bewundern unterschiedlichste Werke.
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Interessierte Kunstkenner bewundern unterschiedlichste Werke.

„Künstlerisches Dreigestirn“, so bezeichnet der Vorsitzende des Kulturfördervereins Dr.

Friedrich von Daumiller die Künstler Marianne Lüdicke, Konrad Huber und Lenz Hamberger bei der Vernissage. Er eröffnete die Ausstellung im Alten Rathaus. Nach beschwingten Piano-Klängen, dargeboten von Michael Alf, dankte Dritter Bürgermeister Alfred Schelhas für die Leihgaben.

Rudolf Eberhardt, Kurator der Werkeschau, würdigte in seiner Laudatio die Arbeiten von Lüdicke – der „Grande Dame der Bildhauerei“. Es sei neben der Torhalle auf der Fraueninsel und dem Priener Heimatmuseum die dritte Ausstellung, die zu Ehren ihres hundertjährigen Geburtstags 2019 ausgerichtet werde. Gezeigt würden typische, von Gelassenheit und Heiterkeit geprägte Arbeiten, die sie unbeirrt von anderen Kunstrichtungen geschaffen habe. Stets habe der Mensch im Mittelpunkt ihrer Objekte gestanden, die nicht als das Abbild von Realem, sondern als „Sinnbild des Menschlichseins“ verstanden werden sollten. „Nicht mithassen, sondern mitlieben“, sei ihr Leitspruch gewesen, so Eberhardt. Lüdickes Werke, die sie zunächst in Ton, später in Zement und schließlich in Bronze fertigte, strahlten Frieden, Freude und Harmonie aus. Lüdicke, der 2000 die Goldene Ehrenmünze von Prien verliehen worden war, sei nie umstritten gewesen. „Ihr Glaube an die Unzerstörbarkeit lebt in ihren Werken weiter“, schloss Eberhardt seine Würdigung ab.

Die Laudatio zu Huber, dem „sympathischen Querkopf von Osternach“, der 2015 im Alter von 95 Jahren friedlich entschlafen ist, sprach Manfred Stöger. Seine Fassadenmalereien unter anderem an der Buchhandlung Mengedoht, an der Klinik Medical Park Kronprinz sowie am Wieninger Block hätten Prien geprägt. Neben farbigen Aquarellen würden auch seine großformatigen „Heiliginnen-Gemälde“ gezeigt, die „es ihm angetan hätten“, so Stöger. Daneben hängen die „Sünderinnen der biblischen Geschichte“ sowie seine „Araber-Weiber“, wie sie Huber prägnant genannt habe.

Als Letztes würdigten Stöger und Eberhardt gemeinsam den anwesenden Lenz Hamberger, der als Co-Kurator fungierte, in überaus humoristischer, teils kabarettistischer Weise. Als Sohn eines Schreiners gehöre sein Herz seit jeher dem Holz. Die Ausstellung zeigt neben Druckgrafiken auch bislang unveröffentlichte Exponate. Obwohl die drei Künstler völlig unterschiedliche Stile repräsentieren, seien sie doch enge Freunde gewesen, die sich der Priener Kunstszene verdient gemacht hätten. Für die Konzeption und die Ausleuchtung der Ausstellung war Kunsthistorikerin Inge Fricke mitverantwortlich.

Bis zum 22. März ist die Ausstellung der drei Künstler noch zu sehen. wp

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