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Vernissage von Heinrich Kirchners Meisterschüler

Künstler Jürgen Hochmuth stellt seine Werke in Seebruck aus

Jürgen Hochmuth ist ein Meisterschüler von Professor Heinrich Kirchner.
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Jürgen Hochmuth ist ein Meisterschüler von Professor Heinrich Kirchner.
  • VonKirsten Benekam
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Der Künstler Professor Heinrich Kirchner würde in diesem Jahr seinen 120. Geburtstag feiern. Das feiert die Gemeinde Seebruck mit der Kunstauusstellung seines Meisterschülers Jürgen Hochmuth aus Rimpar. Es werden Plastiken, Malereien und Zeichnungen zum Thema „Behausung“ gezeigt.

Seebruck -– Im nördlichen Chiemgau begegnet man ihnen überall: am Schilf stehend am Chiemsee, auf dem Verkehrskreisel oder neben der Straße in Seeon, neben dem Bäcker in Truchtlaching oder im Skulpturenpark am Ufer des Seeoner Sees. Dort strecken sie die Arme gen Himmel. Viele von ihnen haben lange Extremitäten. Sie treten in Gruppen auf oder auch einzeln. Sie sind aus Bronze und meist – allein schon deshalb nicht zu übersehen – riesengroß.

Künstler Professor Heinrich Kirchner hinterließ kunstvolle Spuren

Ihr Schöpfer, der Künstler Professor Heinrich Kirchner, lebte lange Zeit in Pavolding bei Seeon. Mit seinen Plastiken hinterließ er im Chiemgau kunstvolle Spuren. In diesem Jahr würde er seinen 120. Geburtstag feiern. Das ist ein Grund zum Feiern, findet die Gemeinde, und freut sich auf drei Kunstausstellungen eines Meisterschülers von Kirchner – Jürgen Hochmuth aus Rimpar bei Würzburg.

Drei Orte – vier Werkgruppen

Es werden Objekte, Malerei und Zeichnungen an drei unterschiedlichen Orten aus vier großen Werkgruppen zum Thema „Behausung“ ausgestellt. Eröffnung ist am Freitag, 24. Juni, in der Galerie im Rathaus mit: „Ein Glück, dass wir ein Dach über dem Kopf haben“ und am selben Tag in der CHIEMSEEBRUCKgalerie in der Pullacher Straße 10: „Schädelhaus – Kopfhaus“. Ab Montag, 27. Juni, sind in der Heinrich-Kirchner-Galerie am Seebrucker Jakob-Weyerer-Platz „5 Bronzen“ zu sehen. Ausstellungsende in der Heinrich-Kirchner-Galerie und der CHIEMSEEBRUCKgalerie ist Sonntag, 10. Juli. Im Rathaus werden Hochmuths Werke bis Freitag, 16. September, ausgestellt sein.

Die dritte Haut des Menschen

Hochmuth versteht „die Zeichnung als das Einfangen vorauseilender Gedanken und die Plastik als das Innehalten in der Fülle der Wahrnehmungen und Empfindungen“. In enger Verknüpfung von Plastik, Malerei und Zeichnung schuf der Künstler in einem Zeitraum von vier Jahrzehnten bildnerische Serien um das Motiv Haus und Behausung. Eine endlose Summe gedanklicher und bildnerischer Möglichkeiten führen über das Prinzip der Wiederholung zu einem Prozess der Individualisierung. Das „Haus“ kann als „dritte Haut“ des Menschen, als Metapher für menschliches Zusammenleben, für Verborgen- und Geborgenheit, für Rückzug und Verschlossenheit – letztlich als Symbol für den „unbehausten Menschen“ gelten. Als „Haus“ der Vernunft, der Gedanken und des Intellekts könnte man den Schädel ansehen. Hochmuths „Schädelhäuser“ sind als Objekt oder bildhaft voller Symbolik, erzählen von Individualität bei weitgehend gleicher äußerer Form.

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Die Vernissagen und offizielle Ausstellungseröffnungen sind Freitag, 24. Juni, um 17 Uhr, im Seebrucker Rathaus mit einer Begrüßung durch den Bürgermeister Martin Bartlweber. Um 18.30 Uhr gibt es in der CHIEMSEEBRUCKgalerie eine künstlerische Einführung von Dekan im Ruhestand, Gottfried Stritar. MG

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