Kritische Satire oder doch Häme?

Übersee. – In unserem gestrigen Artikel „Überheblichkeit und Geschmacklosigkeit“ haben wir von der harschen Kritik der Überseer Bürger gegen die Imitation eines Wahlplakats von GfÜ-Gemeinderat Stefan Haneberg berichtet.

Sie sahen in der ähnlichen Position der Personen, am gleichen Ort sowie der Darstellung mit Kind und Kuscheltier eine Verspottung des abgewählten Bürgermeisters Marc Nitschke (CSU).

Gegen diese Interpretation hat sich nun Gemeinderat Haneberg zu Wort gemeldet. „Das Plakat sollte eine Danksagung an unsere Wähler sein. Wer darüber hinaus eine gewisse kritische Satire gegenüber einem Wahlplakat herauslesen will, auf dem im Überseer Wahlkampf ein Kleinkind für Wahlkampfzwecke vermarktet wurde, kann dies tun, das bleibt jedem überlassen.“

Die Bürger hatten sich vor allem darüber empört, dass das Haneberg-Foto an gleicher Stelle und in der gleichen Position wie das Nitschke-Wahlplakat gemacht wurde. Auch hatte die Teenager-Tochter gleichfalls einen Teddy bären in der Hand wie der Nitschke-Sohn.

Zu Nitschkes Vorwurf von einer Hetzkampagne und persönlichem Hass gegen ihn meinte Haneberg: „Weder ich noch die GfÜ haben im Wahlkampf jemals eine Hetzkampagne gegen Herrn Nitschke geführt oder persönlichen Hass zum Ausdruck gebracht. So was in das veröffentlichte Foto hinein zu interpretieren, ist an den Haaren herbeigezogener Unsinn.“ In einer Stellungnahme empfand der Noch-Bürgermeister das Foto weniger als Satire denn als eindeutige Verspottung. Mehr wollte er dazu nicht mehr sagen. Nitschke: „Der Bürger soll sich selbst ein Bild machen, was damit bezweckt wurde.“ vd

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