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Was Einheimische ärgert

Kritik an Ruhpoldinger Bürgerkarte und Parkgebühr

Der Parkautomat mit Hinweistafeln am Parkplatz beim Biathlonzentrum der Chiemgau Arena in Ruhpolding. Hier parken auch im Winter die Freizeitsportler. Manche Einheimischen stört, dass sie zahlen müssen, andere ärgern sich über den Gutschein, der von der Gebühr abgezogen wird und im Ort eingelöst werden kann.
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Der Parkautomat mit Hinweistafeln am Parkplatz beim Biathlonzentrum der Chiemgau Arena in Ruhpolding. Hier parken auch im Winter die Freizeitsportler. Manche Einheimischen stört, dass sie zahlen müssen, andere ärgern sich über den Gutschein, der von der Gebühr abgezogen wird und im Ort eingelöst werden kann.
  • VonManfred Peter
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Die Bürgerversammlung in Ruhpolding war gut besucht. Im Fokus stand das Gutscheinsystem, das mit der neuen Parkgebühr an der Chiemgau-Arena eingeführt wurde sowie die Frage, inwieweit damit der Einzelhandel unterstützt wird.

Ruhpolding – Rege war die Beteiligung an der Bürgerversammlung in Ruhpolding. Als Erster meldete sich Josef Konhäuser, stellvertretender Traunsteiner Landrat und Kreisrat, zu Wort. Er sprach sich dafür aus, die Vorgänger von Bürgermeister Justus Pfeiffer mit dem Titel „Altbürgermeister“ zu würdigen, wie es in vielen Gemeinden üblich sei. „Ich würde es begrüßen, wenn Andreas Hallweger und Claus Pichler zu Altbürgermeistern ernannt werden, so Pfeifer. Dies entscheide man im Gemeinderat.

Leerstände sind ausschlaggebend

Schwerpunkte der weiteren Wortmeldungen bildeten das Parkplatzkonzept mit den neuen Gebühren und dem damit verbundenen Rabattsystem sowie die Bürgerkarte. Die Parkplatzgebühr von sieben Euro für die Bereitstellung der Infrastruktur sieht Herbert Koch aus Ruhpolding als „durchaus gerechtfertigt“ an.

Dass davon jedoch vier Euro durch ein Gutscheinsystem wieder an den örtlichen Handel fließen, ist für ihn „eine Subvention“, mit der er nicht zufrieden sei. Er wolle das bei entsprechenden Stellen prüfen lassen, meinte Koch. Auch stehe er der Bürgerkarte kritisch gegenüber. „Ich würde sich freuen, wenn die gesamten sieben Euro in die Gemeindekasse fließen würden“, sagte Pfeifer.

Konzept noch nicht am Ende

Aber in Ruhpolding gebe es auch viele Leerstände; kleine Einzelhändler müssten also gefördert werden. Im Gemeinderat sei man sich einige gewesen, die Wertschöpfung im Ort zu halten „und darum das Rabattsystem“. So werde der Tagestourist animiert, im Ort zu konsumieren. Das Parkplatzkonzept sei rechtlich „intensiv“ geprüft worden. Das Konzept sei noch nicht am Ende.

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So sei auf den dazu gehörigen Flächen Campen untersagt, führte Pfeifer aus. Zur Kritik an der Bürgerkarte meinte Pfeifer, dass rund 3000 Stück ausgegeben worden seien und das Angebot laufend ausgebaut werde.

Ob eine Zeitbegrenzung der Parkzeit möglich wäre, wollte Sophie Pertel erfahren. Sie schlug vor, dass die ersten beiden Stunden frei sein sollten und wer länger parken wolle, müsse eben zahlen.

Keine Unterstützung für Ehrenamtliche

Bei einer solchen Regelung würde man dann eher die Langzeitparker benachteiligen, war Pfeifers Antwort. Darum habe man davon abgesehen. Er sehe es nicht ein, dass er für einen Parkplatz zahlen müsse, wenn er auf den Berg gehen wolle, ärgerte sich dagegen Leo Reinmiedl. Auch wolle er sich „nicht vorschreiben lassen, wo er seinen Kaffee trinken“ solle. Er bezog sich dabei auf den Vier-Euro-Gutschein, der bei der örtlichen Gastronomie eingelöst werden kann.

Er sehe sich mit diesem System als Ehrenamtlicher nicht gestützt, fügte Reinmiedl an. Weiter wollte der Redner wissen, ob der Skibetrieb in diesen Winter durch den neuen Investor gesichert sei.

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Pfeifer antwortete, dass man gerade als Ruhpoldinger mit der Bürgerkarte die Dorflinie nutzen und entsprechend die Haltestellen und Ausgangspunkte für Wanderungen gut anfahren könne. „Der Skibetrieb soll dieses Jahr mit den vorhandenen Liften durchgeführt werden“, so der Bürgermeister weiter.

Günstiger Tarif nur am Wochenende

Warum die Einheimischen die Preisvergünstigen der Rauschbergbahn am Wochenende nicht nutzen können, wollte Stefanie Aicher vom Bürgermeister wissen. Und ob im Erlebnisbad Vita Alpina wieder ein Abendtarif angedacht sei.

Pfeiffer antwortete, dass es bei der Rauschbergbahn um „rein wirtschaftliche Fragen“ gehe.

Durch die Corona- Beschränkungen sei die Fahrgastzahl begrenzt gewesen. Um einen zu großen Andrang vermeiden zu können, sei die Preisvergünstigung nur an den Wochentagen gegeben worden, so Pfeifer. Ob wieder ein Abendtarif für das „Vita Alpina“ komme, sei ihm noch nicht bekannt.

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