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Krippe steht im Herbst

Rimstings Bürgermeister Josef Mayer setzt sich ein ehrgeiziges Ziel: Bereits im Herbst soll das von der Gemeinde geplante Gebäude für die neue Kinderkrippe für Mädchen und Buben bis drei Jahre vollendet und bezugsfertig sein. Der Gemeinderat befasste sich in der jüngsten Sitzung mit der Ausführung des Neubaus. Er lehnte eine Solaranlage wegen fehlender Wirtschaftlichkeit ab und änderte die Fassadengestaltung.

Rimsting - Für den Neubau einer Krippe südlich des bestehenden Wurzelkindergartens an der Nordstraße hat die Gemeinde bereits den Bauantrag eingereicht. Zurzeit läuft das Genehmigungsverfahren im Landratsamt Rosenheim.

Auf Anfrage der Chiemgau-Zeitung erklärte der Bürgermeister, dass die Gemeinde die Gewerke bereits ausgeschrieben habe. Im Frühjahr solle mit dem Bau begonnen werden. Bis zum Herbst solle dann das Gebäude errichtet und für zwei Kindergruppen bezugsfertig sein. Bei Kosten von 850000 Euro rechne die Gemeinde mit einem Staatszuschuss bis zu 550000 Euro.

Keine Solaranlage

Der Gemeinderat hatte im Dezember ein Ingenieurbüro beauftragt, eine Wirtschaftlichkeitsberechnung für den möglichen Einbau einer heizungsunterstützenden Solaranlage zu erstellen. Das Ergebnis liegt jetzt vor. Als Fazit sei daraus zu entnehmen, so Mayer im Gemeinderat, dass es an der erforderlichen Wirtschaftlichkeit fehle. So würden den Herstellungskosten in Höhe von rund 10000 Euro eine jährliche Ersparnis von nur 62,70 Euro gegenüberstehen. Das Ingenieurbüro habe aufgrund der nicht gegebenen Wirtschaftlichkeit- und weil es auch keine Förderung gebe - von der Installation einer Solaranlage abgeraten. Das Gremium schloss sich dieser Meinung an und sprach sich gegen den Einbau einer Solaranlage aus.

Der Hintergrund: Die Gemeinde beheizt das geplante Niedrigenergiehaus künftig, wie sie bereits festgelegt hat, über Erdwärme. Im Rahmen der Heizung in der Krippe muss die Kommune allein Stromkosten begleichen, die im Jahr voraussichtlich, so die Schätzungen, knapp 900 Euro betragen werden. Die Gemeinde muss kein Wasser zum Heizen in den Räumen aufwärmen und benötigt zu diesem Zweck keine Solaranlage.

Demgegenüber sah das Gremium in den vom Architekten nochmals geänderten Gebäudefassaden sehr wohl eine Verbesserung der Wirtschaftlichkeit und stimmte den neuen Vorlagen zu. Der Bürgermeister wies daraufhin, dass die Fassadenänderungen baurechtlich nicht mehr genehmigt werden müssten.

Mit der neuen Fassadengestaltung wird erreicht, dass der zweite Rettungsweg über die Fenstertüren mit einer größeren Öffnung als bisher gewährleistet werden kann. Ferner ist die Zahl der Fenster reduziert und deren Größen vereinheitlicht worden. Außerdem hat man die Stellmöglichkeiten der Möbel in den Räumen verbessert. Auch der Sonnenschutz und die Verdunkelungsanlagen können nun problemlos angebracht werden.

Der Bürgermeister informierte ferner, dass für den zweiten Rettungsweg sämtliche Türen nach außen zweiflügelig ausgestattet werden. Diese Variante sei zwar teurer, jedoch in der praktischen Anwendung erheblich besser.

Das Gremium fand die neue Fassadengestaltung wesentlich gefälliger. Aus den Reihen des Gemeiderates wurde noch vorgeschlagen, den Einbau von Schiebetüren zu prüfen, da sie im Raum keinen Platz wegnehmen würden. Der Bürgermeister sagte zu, diese Angelegenheit mit dem Architekten zu besprechen. th

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