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„Athletes for Ukraine“

Kriegsgebiet statt Eiskanal: Traunsteiner Verein startet mit Olympiasieger auf Hilfsmission

Zeigen Herz für die ukrainischen Kriegsopfer und hoffen auf baldigen Frieden: Mitglieder des Vereins „Athletes for Ukraine“ haben jetzt Hilfsgüter an die Grenze gebracht und Flüchtlinge mit nach Hause genommen. An Bord des Hilfskonvois waren unter anderem Biathletin Marion Wiesensarter (vorne links), Langläufer Florian Knopf (vorne rechts), der Rosenheimer SPD-Stadtrat Jonah Werner (hinten, Dritter von rechts) und Rodler Felix Loch (hinten, Zweiter von rechts).
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Zeigen Herz für die ukrainischen Kriegsopfer und hoffen auf baldigen Frieden: Mitglieder des Vereins „Athletes for Ukraine“ haben jetzt Hilfsgüter an die Grenze gebracht und Flüchtlinge mit nach Hause genommen. An Bord des Hilfskonvois waren unter anderem Biathletin Marion Wiesensarter (vorne links), Langläufer Florian Knopf (vorne rechts), der Rosenheimer SPD-Stadtrat Jonah Werner (hinten, Dritter von rechts) und Rodler Felix Loch (hinten, Zweiter von rechts).
  • Siegi Huber
    VonSiegi Huber
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Eine Hilfsaktion hat der neugegründete Verein „Athletes for Ukraine“ gestartet. 16 Mitglieder sind jetzt mit acht Bussen zur ukrainischen Grenze gefahren. Als Unterstützung für die vom Krieg gebeutelten Menschen hatten sie vor allem Medikamente, Hygieneartikel, Windeln und Fertiggerichte im Gepäck.

Traunstein – Mit dabei waren unter anderem Rodler Felix Loch mit seiner Frau Lisa, Biathletin Marion Wiesensarter vom SV Oberteisendorf, Langläufer Florian Knopf aus Bernau und viele andere ehrenamtliche Helfer. Unterstützt wurden sie von Jonah Werner, SPD-Stadtrat in Rosenheim, der bereits Erfahrung mit derartigen Hilfstransporten hat.

„Es war ein bewegendes und beeindruckendes Erlebnis“, schildert Marion Wiesensarter nach der 36-stündigen Hin- und Rückfahrt. Auf der Rückfahrt nahmen die Helfer aus den Landkreisen Traunstein, Rosenheim und Berchtesgadener Land 21 Kinder und 26 Mütter mit nach Traunstein. Diese wurden zunächst in Inzell untergebracht und dann mit der Bahn nach München weiterreisen. Viele von ihnen haben Verwandte und Bekannte in ganz Deutschland, wo sie unterkommen werden.

„Ratlos, fassungslos, hoffnungslos“

„Ich bin zum ersten Mal in meinem Leben richtig ratlos, fassungslos, hoffnungslos“, beschreibt Weltklasse-Rodler Felix Loch auf seiner Instagram-Seite seine Eindrücke. „Wir haben die Hilflosigkeit und Verzweiflung der Tausenden von Müttern und Kindern am Grenzübergang erlebt. Es war der Horror. Ich habe es mir schlimm vorgestellt, sehr schlimm. Aber was da passiert im Herzen Europas, das ist schockierend, menschenunwürdig und macht mich und uns alle vor Ort fassungslos.“

Unterstützt wurden die Helfer durch Busse des Skiverbands Chiemgau, durch verschiedene Vereine und dem Rodlerbus von Felix Loch. „Ich muss die Eindrücke erst verarbeiten“, so Marion Wiesensarter nach der Rückkehr der anstrengenden Reise. „Es war schön, zu sehen, wie erleichtert viele der Mütter und Kinder gewesen sind, dass sie mit uns nach Deutschland kommen konnten“, so die Biathletin. Besonders gefreut habe sie sich über den Zuspruch der Menschen beim Einkaufen im Supermarkt vor der Abreise.

„Zwei Frauen haben uns spontan einen 50-Euroschein in die Hand gedrückt.“ Einig waren sich die Teilnehmer der Aktion, dass dieser Krieg aufhören müsse, alle Kriege müssen aufhören, so der Tenor. Laut des Vereins „Athletes for Ukraine“ sind weitere Aktionen dieser Art geplant.

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