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Wer nominiert wurde

Kreisverband Traunstein von Bündnis 90/Die Grünen stellt Kandidatinnen für Landtag und Bezirkstag auf

Die Landtagsabgeordnete Gisela Sengl (rechts) kandidiert zum dritten Mal für dieses Amt. Neu für den Bezirkstag wurde Martina Wenta gewählt.
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Die Landtagsabgeordnete Gisela Sengl (rechts) kandidiert zum dritten Mal für dieses Amt. Neu für den Bezirkstag wurde Martina Wenta gewählt.
  • VonChristiane Giesen
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Gisela Sengl stellt sich erneut als Kandidatin für den Landtag auf. Aus den Reihen des Bündnis 90/Die Grünen gab es außerdem zwei Bewerberinnen für den Bezirkstag.

Traunstein – Für ihre dritte Legislaturperiode im Landtag stellte sich Gisela Sengl erneut zur Wahl und wurde fast einstimmig gewählt. In ihrer Bewerbungsrede stellte sie sich als geborene Münchnerin vor, die seit 1982 auf dem Land lebe, genauer in Sondermoning. „Kritisch sein, aber nicht verächtlich, streiten können ohne Verletzungen, respektvoll und konstruktiv bleiben auch in der politischen Auseinandersetzung – das ist unabdingbar für eine Demokratie“, sagte sie. Das alles erscheine angesichts der Weltlage als ein „echter Luxus“.

Vieles führte sie auf, was man brauche, zum Beispiel weniger Stress und mehr Bewusstsein für die wichtigen Dinge im Leben, regionales Wachstum mit regionaler Wertschöpfung. Deshalb wolle sie zusammen mit der Grünen-Fraktion einen Regierungswechsel in Bayern erreichen. Die Grünen hätten schon immer Politik für die Menschen gemacht und für die Zukunft unserer Kinder in Harmonie mit der Natur und „das muss endlich mal verwirklicht werden in Bayern“.

Als Antwort auf die Fragen aus dem Publikum stellte sie klar, dass Windkraft und Photovoltaik stärker gefördert werden müssen. „Die ganze Energiewende hat 2001 begonnen, ist aber in den letzten 16 Jahren systematisch zerstört worden.“

Zwei Bewerberinnen für Bezirkstag

Zwei Bewerbungen gab es für die Kandidaten im Bezirkstag: Martina Wenta und Margarete Winnichner.

Die 36-jährige Traunsteinerin Martina Wenta, alleinerziehende Mutter von drei Kindern zwischen drei und 18 Jahren, arbeitet seit eineinhalb Jahren bei der Agentur für Arbeit in Rosenheim als Arbeitsvermittlerin für Pflege und Soziales. Vorher war sie 13 Jahre bei den Justizbehörden in Traunstein. Über die Piratenpartei wurde sie 2013 in den oberbayrischen Bezirkstag gewählt, wo sie Mitglied im Personalausschuss, in der Kommission für Kinder- und Jugendarbeit war sowie im Sozial- und Gesundheitsausschuss. Außerdem war sie Delegierte für den Bezirkstag und in der Arbeitsgruppe Umwelt der Grünen Fraktion. 2018 versuchte Wenta unter dem Verein „Freie Liste Oberbayern“ erneut, jedoch vergeblich, in den Bezirkstag zu kommen. 2019 wechselte sie zu den Grünen und wurde 2020 zur Ortssprecherin in Traunstein gewählt.

Wenta erzählte aus ihrem oft schwierigen, von Armut bedrohten Leben als alleinerziehende Mutter. Aus Erfahrungen selbst betroffen, liegen ihr besonders mehrfach marginalisierte Gruppen der Gesellschaft am Herzen wie etwa psychisch Kranke, Mitbürger mit Migrationshintergrund oder benachteiligte Frauen, umso mehr solche mit Behinderung. In Schule und Kita bedürfe es mehr Inklusion, mehr Fachpersonal, barrierefreie Lehr- und Lernmaterialien sowie eine Ausweitung des mobilen sonderpädagogischen Dienstes. „Es gibt noch wahnsinnig viel zu tun.“ Genau das wolle sie im Bezirkstag tun.

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Die 63-jährige Margarete Winnichner ist verheiratet und wohnt seit 1992 in Übersee am Chiemsee, wo sie seit Jahrzehnten im Gemeinderat ist, seit der vergangenen Wahl auch Zweite Bürgermeisterin. Aufgewachsen in einer Nebenerwerbslandwirtschaft mit Großfamilie im Landkreis Rottal-Inn, legte sie ihr Fachabitur nach einer Ausbildung als Hauswirtschafterin und Erzieherin im zweiten Bildungsweg ab, studierte berufsbegleitend Sozialpädagogik, Sozialbetriebswirtschaft, Supervision und Coaching.

Seit über 40 Jahren ist sie bei verschiedenen Trägern in der Jugend- und Behindertenhilfe tätig, derzeit Fachsbereichsleiterin beim Diakonischen Werk Traunstein. Im nächsten Jahr geht sie in Rente, was sie nutzen möchte, um sich weiter politisch und ehrenamtlich für den Klimaschutzarbeitskreis, für die Betreuung von Geflüchteten und für Menschen einzusetzen, die „durch die Maschen unseres Sozialsystems fallen“.

Mit zwei Stimmen Mehrheit fiel die Wahl auf Martina Wenta. Margarete Winnichner wurde bei zwei Enthaltungen einstimmig für die Oberbayerische Liste gewählt.

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