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Kampf für die Belange der Natur

Kreisgruppe Traunstein des Bund Naturschutz ist in vielen Bereichen aktiv

Rodungen für Kiesgruben und die Vergrößerung von Gewerbegebieten lassen das ehemals zusammenhängende Waldgebiet zwischen Traunstein und Nußdorf weiter schrumpfen. Diese Entwicklung sieht die BN-Kreisgruppe kritisch.
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Rodungen für Kiesgruben und die Vergrößerung von Gewerbegebieten lassen das ehemals zusammenhängende Waldgebiet zwischen Traunstein und Nußdorf weiter schrumpfen. Diese Entwicklung sieht die BN-Kreisgruppe kritisch.
  • Axel Effner
    VonAxel Effner
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Bei der virtuellen Hauptversammlung mit Neuwahlen des Bund Naturschutz (BN) der Kreisgruppe Traunstein mit 50 Teilnehmern wurden die Vorsitzende Beate Rutkowski sowie ihre Stellvertreter Karl Fischer und Uli Penzkofer in ihrem Amt bestätigt.

Traunstein – Neu im Vorstand sind Claudia Lahr als Beisitzerin und Wolfgang Wörner als zweiter Kassenprüfer. Ausgeschieden sind Christl und Wolfgang Kneitz, die seit über 40 Jahren der BN-Kreisgruppe angehören. Diese ist trotz Pandemie mit aktuell knapp 3400 Mitgliedern gut aufgestellt.

Nach der coronabedingten Pause im vergangenen Jahr berichtete die Vorsitzende über zwei Jahre von zahlreichen Aktivitäten. In ihrem Rückblick hob sie die Zusammenarbeit mit Landwirten im Agrarbündnis TS/BGL und in der Ökomodellregion Waginger See hervor. Diese sei mit Blick auf die regionale Lebensmittelversorgung aus nachhaltiger Landwirtschaft und im Einsatz für Arten- sowie Ressourcenschutz unverzichtbar. Aktuell arbeite der BN an einer Vermarktungsplattform für regionale Bio-Produkte mit.

Mit den Themen naturnaher und zukunftsfähiger Waldumbau und angepasster Wildbestand beschäftigte sich die BN-Kreisgruppe bei zwei Exkursionen in Maria Eck und in Wonneberg. Im Herbst sind zwei weitere Lehrwanderungen geplant.

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Kritisch sah die Vorsitzende die Verkleinerung des Waldgebiets zwischen Traunstein und Nußdorf-Aiging. Allein im Haidforst sollen zehn Hektar für ein neues Gewerbegebiet gerodet werden. 100 Hektar betrage der Flächenverbrauch pro Jahr im Landkreis. Nicht zuletzt durch den Bau von Ein- und Zweifamilienhäusern sowie von Discountern mit riesigen Parkflächen werde damit auch in kleinen Orten eine im Zuge zunehmender Trockenheit problematische Entwicklung vorangetrieben. In die gleiche Kerbe, so Rutkowski, schlage der aus ihrer Sicht kritikwürdige Trend zur Ausbeutung neuer Kiesgruben im Landkreis.

Von der Forderung der EU, dass laut Wasserrahmenrichtlinie bis 2027 auch in Bayern alle Gewässer und Grundwasserkörper in einem „guten Zustand“ sein sollen, sei man im Landkreis „meilenweit entfernt“, hob die Vorsitzende hervor. Zunehmende Trockenheit, der hohe Wasserverbrauch und Stickstoffeinträge bereiten „vielen Trinkwasserversorgern zunehmend Probleme“. In ihrem weiteren Bericht ging Rutkowski auf den fortgesetzten Kampf gegen Wasserkraftwerke an der Salzach ein, die positive Haltung des BN gegenüber neuen Geothermiekraftwerken, wenn damit Wärme und Strom erzeugt werde. Auch berichtete sie vom ehrenamtlichen Einsatz von fast 100 Helfern beim Amphibienschutz an zehn Straßenübergängen.

Mithilfe von Spenden will der BN ein 4,5 Hektar großes Grundstück am Gaisberg in Vachendorf erwerben, das Teil eines Naturdenkmals ist.

Neuwahlen der BN-Kreisgruppe

Bei den Vorstandswahlen unter Leitung von Landesgeschäftsführer Peter Rottner blieben die meisten Ämter in bewährten Händen. Die Mitglieder bestätigten Beate Rutkowski als Vorsitzende sowie Uli Penzkofer und Karl Fischer als stellvertretende Vorsitzende. Schatzmeisterin bleibt Ursula Steiner, Schriftführer Peter Englmaier.

Als Delegierte fungieren weiter Karl Fischer und Christian Rutkowski, als Ersatzdelegierte Ilse Englmaier und Alois Dirnaicher, der zugleich Beisitzer ist. Weitere Beisitzer sind Hermann Eschenbeck und Claudia Lahr, die neu im Amt ist. Die Kassenprüfung teilt sich künftig Johann Steff zusammen mit Wolfgang Wörner, der neu im Amt ist.

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