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Kreis setzt auf PV-Anlagen

Der Landkreis Traunstein will, soweit es technisch möglich ist, alle seine Gebäude mit jeweils einer Photovoltaikanlage ausstatten.  dpa
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Der Landkreis Traunstein will, soweit es technisch möglich ist, alle seine Gebäude mit jeweils einer Photovoltaikanlage ausstatten. dpa

Traunstein – Jedes bestehende Kreisgebäude, das technisch dafür geeignet ist, soll in den nächsten Jahren mit einer Photovoltaikanlage (PV-Anlage) und/oder einem begrünten Dach ausgestattet werden.

Gleiches gilt für künftige neue Projekte. Diesen einstimmigen Grundsatzbeschluss fasste der Kreisausschuss Traunstein gestern unter Vorsitz von Landrat Siegfried Walch. Die Hochbauverwaltung im Landratsamt wird die Möglichkeiten prüfen und entsprechende Vorschläge unterbreiten. Die Tochtergesellschaften des Landkreises sollen sich dem Vorgehen anschließen.

Auf den Kreisgebäuden sind derzeit schon 15 Photovoltaikanlagen installiert, vor allem auf Immobilien der kreiseigenen Wohnungsbaugesellschaft. Der Landrat informierte, nachdem sich die Rahmenbedingungen für derartige Anlagen in den letzten Jahren verändert haben, seien keine neuen Anlagen mehr gebaut worden. Die Vergütungen für die Stromeinspeisung ins Netz seien inzwischen „äußerst unattraktiv“. Sinnvoll und einigermaßen wirtschaftlich sei nur noch, den erzeugten Strom selbst zu nutzen. Walch fuhr fort: „Unabhängig davon will der Landkreis auch weiterhin seinen Beitrag zur Energiewende erbringen.“

Nach Worten Walchs eignen sich nicht alle Dachflächen auf Kreisgebäuden für Photovoltaik-Anlagen. Gründe konnten die Bereiche Statik, Schneelasten, Ausrichtung des Dachs und seine Neigung, aber auch zum Beispiel Absturzsicherungen sein.

Nicht zuletzt seien der Denkmalschutz und das Ortsbild zu berücksichtigen. Dennoch könne es die eine oder andere für Photovol taik geeignete Fläche geben. Gerade bei Neu- und Umbaumaßnahmen biete sich eine detaillierte Prüfung an. Generell sollten aber alle Kreisgebäude daraufhin untersucht werden. Mittlerweile gebe es PV-Module, die nicht auf ein Dach montiert werden, sondern das Dach ersetzen und unmittelbar auf dem Dachstuhl liegen. Eine weitere Alternative könnten Dachbegrünungen sein. Dazu der Landrat: „Begrünte Dächer tragen massiv zur Klimaverbesserung bei und können oftmals mit geringem Aufwand erstellt werden – auch dort, wo Photovoltaik nicht sinnvoll erscheint.“

Der Vorschlag Walchs stieß gestern im Kreisausschuss auf offene Ohren. Einige noch vorhandene Missverständnisse konnte der Landrat in der Diskussion aus der Welt schaffen. Er betonte, das Hochbauamt im Landratsamt verfüge über das technische Wissen, die jeweiligen Möglichkeiten zu prüfen. kd

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