Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


STUDENTEN PRÄSENTIEREN IHRE ERGEBNISSE IN GRASSAU

Ferdi Feuersalamander oder die Kuh Berna? Kreative Ideen für die Chiemgauer Seenplatte

Die Idee des Waldabenteuerpfads gefiel dem Grassauer Bürgermeister Stefan Kattari, Christiane Lindlacher von der Touristinformation und Museumsleiterin Anette Grimm vom Klaushäusl. Sie unterstützen Julia Lechner, Laura Popp, Leonie Eberhardt und Vera Empl (v.l.).
+
Die Idee des Waldabenteuerpfads gefiel dem Grassauer Bürgermeister Stefan Kattari, Christiane Lindlacher von der Touristinformation und Museumsleiterin Anette Grimm vom Klaushäusl. Sie unterstützen Julia Lechner, Laura Popp, Leonie Eberhardt und Vera Empl (v.l.).
  • VonTamara Eder
    schließen

30 Studenten der Technischen Universität (TU) und der Ludwig-Maximilian-Universität (LMU), beide in München, setzten sich intensiv mit Projekten der Chiemgauer Seenplatte auseinander. Das sind die Ergebnisse, die im Rahmen des Seminars „Kommunal- und Landesentwicklung“ entstanden.

Grassau – Unterstützt und gefördert wurden die Projekte von der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Chiemgauer Seenplatte. Die wissenschaftlichen Mitarbeiter Cornelia Jacobsen und Marco Hölzel von der TU München begleiteten die Studenten.

Ideen als Denkanstoß in den Gemeinden

„Vielleicht kann die eine oder andere Idee der Studenten umgesetzt werden oder inspirierend wirken und den Gemeinden einen neuen Blick auf die Fragestellungen geben“, so Cornelia Jacobsen einleitend. Von der Umgestaltung alter Schulgebäude, Neugestaltung von Ortsmitten bis zu attraktiven Wanderwegen reichten die Themen. LAG-Manager Christian Fechter freute es, dass acht Gemeinden Themen für den Nachwuchs bereitstellten und die Studenten während des Seminars begleiteten.

Berna, die Kuh, begleitet bei dem Projekt der ersten studentischen Gruppe Familien und Kinder entlang an Bauernhöfen durch die Bernauer Landschaft. Der zirka acht Kilometer lange Wanderweg würde von Mitmachstationen, Infotafeln, Insektenhaus, Melkstation, Fernrohr und mehr gesäumt. Beginn wäre an der Tourist-Information. Die Studenten bezogen die Landwirte in ihr Projekt ein, die zum Teil selbst Ideen beisteuerten.

Mit Ferdi Feuersalamander auf dem Waldabenteuerlehrpfad in Grassau

Weitere Projekte betrafen zum Beispiel Grassau. Ausgehend vom Museum Klaushäusl würde die studentische Gruppe Familien mit dem Leittier Ferdi Feuersalamander auf den Waldabenteuerpfad mit Erlebnisstationen schicken. Der Weg würde an verschiedenen Stationen mit Informationen und Aufgaben vorbeiführen.

Vorgeschlagen wurden ein Barfußfühlweg, eine Seilfähre über den Grießenbach, Filterstation und ein Begleitheft. Den Grassauer Kurpark als Veranstaltungsort konnten sich vier Studenten vorstellen, wobei ihr Nutzungskonzept vom temporären Biergarten für Veranstaltungen und Treffen, über Street Food Festivals mit Konzerten und mobiler Bühne, Freiluftgottesdiensten unter anderen für Hochzeiten bis hin zum Natursportmarkt mit Schaubühne reicht. Als bauliche Einrichtungen schlugen die Studenten eine Hütte für Lagerung und Ausschank, sowie eine Bühne wie auch einen Altar vor.

Das könnte Sie auch interessieren: OVB-Themenseite Grassau

Die Gruppe Riedering befasste sich mit der Nachnutzung der alten Schule auf einem 4000 Quadratmeter großem Grundstück. Hierzu wurde auch eine Bürgerbefragung durchgeführt mit dem Ergebnis, dass sich die Bürger einen Treffpunkt, Tagescafé, ein Gemeindehaus mit Biergarten und den Ausbau des Spielplatzes wünschen. Entsprechend fiel das Konzept mit Erweiterung des Spielplatzes und eines Pop-Up Biergarten, der nur sporadisch öffnet sowie die Installation von E-Ladesäulen aus. Im Gebäude konnten sie sich ein Tagescafé und ein kleines Museum vorstellen.

Mehr Aufenthaltsqualität verspricht das Konzept der Neugestaltung des Pausenhofes der Grund- und Mittelschule Schnaitsee. Die studentische Gruppe hatte die Verkehrslage vor Ort untersucht und über eine Umfrage auch die differierenden Parkwünsche von Eltern und Lehrern erkundet.

Weitere Nachrichten aus dem Chiemgau finden Sie hier.

In ihrem Konzept würde sie eine Wiese zu Parkflächen für die Lehrer umgestalten und den Innenhof der Schule mit Kunstprojekten der Schüler und kleinen Bänken gestalten.

Weitere Orte, mit denen sich die Studenten befassten waren Höslwang, Frasdorf, Pittenhart und Nußdorf bei Traunstein.

Bedingungen durch Corona erschwert

Studentin Carla Lohner sprach von erschwerten Bedingungen durch die Pandemie und die Freude nun endlich wieder Kommilitonen zu treffen. Für die Projektgruppen sei der Praxisbezug wichtig gewesen und die Möglichkeit kreativ zu agieren. Sie dankte den Bürgermeistern, den Verwaltungen der Gemeinden für die Unterstützung.

Mehr zum Thema

Kommentare