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Marktgemeinde startet mit BayernWLAN

Kostenloses Internet in Prien – wir sagen Ihnen wo

Alexander Klammer, Bürgermeister Andreas Friedrich und Digitalisierungs-Referent Gunther Kraus (von links) mit den Aufklebern, die künftig in Prien an sechs Plätzen auf die kostenlosen Internet-Zugänge hinweisen.
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Alexander Klammer, Bürgermeister Andreas Friedrich und Digitalisierungs-Referent Gunther Kraus (von links) mit den Aufklebern, die künftig in Prien an sechs Plätzen auf die kostenlosen Internet-Zugänge hinweisen.
  • Tanja Weichold
    VonTanja Weichold
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Nicht jedes offen zugängliche Netz ist auch sicher. Mit BayernWLAN ist das anders und das gibt‘s jetzt auch in Prien an sechs öffentlichen Plätzen.

Prien – Der Startschuss ist gefallen, ab sofort gibt es an sechs öffentlichen Plätzen der Marktgemeinde frei zugängliches BayernWLAN. Wer sich einwählt, kann kostenlos surfen und spart sich sein eigenes Datenvolumen. Bürgermeister Andreas Friedrich (ÜWG), der zuständige Referent Gunther Kraus (CSU) und Alexander Klammer aus der Rathausverwaltung überbrachten die erfreuliche Nachricht im Rahmen eines Pressetermins am Dienstagvormittag.

„Gut Ding will Weile haben“, merkte der Bürgermeister an. Im Juni 2020 habe die CSU-Fraktion einen Antrag im Marktgemeinderat eingebracht, sich in der Chiemseegemeinde um das staatlich geförderte BayernWLAN zu bemühen. „Das war durchaus in unserem Sinn, der Beschluss dafür fiel einstimmig“, so Friedrich.

Das sind die Standorte für freies BayernWLAN.

Plätze mit viel Publikum ausgewählt

Die Verwaltung war beauftragt gewesen, geeignete Standorte auszuwählen. Gemäß der Fördervorgaben sollten es Plätze sein, wo sich viele Menschen aufhalten. „Man sieht, wie dick der Ordner ist“, sagte Friedrich zu dem Vorgang und meinte: „Man denkt, da braucht man nur ein paar Router aufzustellen und es läuft.“ Ganz so sei es aber nicht. Der Freistaat Bayern, der die Hardware bezahlt, macht Vorgaben, bevor er seinen Geldbeutel zückt.

So musste die Marktgemeinde Standorte beantragen, die wurden auf ihre Eignung hin überprüft. Das Nächste war der Preis der Hardware, er durfte die Fördersumme nicht übersteigen – pro Standort 2400 Euro. Die Marktgemeinde holte also Angebote ein, mehrere Priener Betriebe legten welche vor. Daraufhin folgten Schriftwechsel zwischen den Betrieben, der Gemeinde und der Förderstelle.

Standorte vom Rathaus bis zu den Schären verteilt

„Das war ein bissl ein Hin und Her, bevor die Firmen loslegen konnten“, kommentierte Friedrich. Nun ist nach zwei Jahren alles geschafft. Klammer, der im Rathaus für EDV zuständig ist, stellte bei dem Termin die sechs Standorte vor, an denen die Priener und ihre Gäste nun mit kostenfreiem BayernWLAN versorgt werden. Da ist einmal der Vorplatz beim Rathaus. Das gab es zwar schon vorher einen freien Internetzugang, allerdings sei dieser nicht sehr leistungsfähig und auch ohne Jugendschutz gewesen, erklärt Klammer im Nachgang auf Nachfrage. Das neue professionelle WLAN reiche bis ins Foyer des Rathauses und bis hinüber zur Eisdiele, so Klammer. Beim Bahnhofsvorplatz ist auch der Busbahnhof im BayernWLAN-Netz.

Der Marktplatz samt Vorplatz beim Heimathaus ist ein weiterer WLAN-Hot-Spot, damit sind künftig auch der komplette Christkindlmarkt, die Wochenmärkte und alle anderen Veranstaltungen versorgt.

Touristen können Fotos aus Prien posten und machen damit Werbung

Unter anderem an die vielen Veranstaltungen im Kleinen Kurpark dachte die Marktgemeinde, als sie dort einen weiteren Standort wählte. Der Empfang reicht bis in den Chiemseesaal. Freuen kann sich zudem der TuS-Prien, denn die gesamte Sportanlage ist abgedeckt.

Den touristischen Aspekt im Hinterkopf hat Kraus beim sechsten Standort an den Schären: „Dort halten sich viele Touristen auf. Sie können sich einloggen, schöne Bilder von der Gegend machen und in den Sozialen Netzwerken posten. Das fördert die Werbung für die Marktgemeinde“, erklärt der Referent für Wirtschaft, Tourismus und Digitalisierung.

Wobei Klammer einschränkt, dass der größte Feind des WLAN blühende Bäume seien. Und davon gibt es an den Schären jede Menge. Er hoffe, dass es gut funktioniert: „Das müssen wir ausprobieren.“

Jugendschutz und Virenfilter

Aufkleber und Schilder weisen auf die kostenlosen Internet-Hot-Spots sind. Bürgermeister Friedrich ist zudem froh, dass auch die ukrainischen Flüchtlinge, die in der Marktgemeinde ohne Hab und Gut angekommen sind, auf diese Weise kostenlosen Internetzugang haben.

Der Freistaat kam für die Hardware auf und betreibt auf seine Kosten die Seite, über die sich der Nutzer ins Internet einwählt. BayernWLAN garantiert Sicherheitsvorkehrungen wie Virenfilter und Jugendschutz. So können Nutzer über diesen Zugang weder auf pornografische noch auf Gewalt verherrlichende Seiten zugreifen.

Voraussichtlich nach dem Sommer befasst sich der Marktgemeinderat mit einer ersten Auswertung. Sollte ein einzelner Standorte nicht gut angenommen werden, ist ein neuer denkbar.