Konzert begeistert die Bewohner des Caritas-Altenheims St. Irmengard

Die Bewohner des Caritas-Seniorenheimsgenossen das Konzert gut geschützt und gewärmt von der Frühlingssonne, von ihren Balkonen aus. So konnte trotz Besuchsverbot etwas Freude bei ihnen aufkommen.

Traunstein –. Singen macht Freude, tut Körper und Seele gut und sorgt gerade in dieser bedrückenden Zeit für Ablenkung.

Deshalb haben der Grabenstätter Musiker, Komponist und Zweiter Vorsitzender des Vereins Alzheimer Gesellschaft Berchtesgadener Land-Traunstein und Regionalgruppe Rosenheim Ralf Glück und Claudia Plafinger vom Verein „Singende Krankenhäuser“ für die Bewohner des Caritas-Altenheims St. Irmengard in Traunstein ein Gartenkonzert initiiert.

Mit seinen singenden Stieftöchtern Carola (zwölf Jahre) und Katharina (zehn) sowie deren Freundin Verena (zehn) begeisterte Glück vom Innenhof aus rund 45 Bewohner, die sich mit ihren Betreuern auf den Balkonen und an den Fenstern versammelt hatten – unter Einhaltung der strengen Hygiene- und Abstandsregeln. Knapp eine Stunde lang gaben Akkordeon-Spieler Glück und seine Mädchen-Gesangsgruppe „SiMaGlü“ bei herrlichem Frühlingswetter bekannte Volkslieder und Schlager wie „Pack die Badehose ein“ und „Für euch soll es rote Rosen regnen“ zum Besten und Bewohner und Betreuer gingen rhythmisch mit. Mitinitiatorin Plafinger ließ sogar das Tanzbein schwingen. „Es ist ein Segen und ein Stück Normalität“, meinte Heimleiter Alexander Schmid und freute sich. Man sehe in ihren Augen, wie glücklich die Bewohner seien. Dass viele von ihnen Corona-bedingt seit Wochen auf die Besuche ihrer Liebsten verzichten müssten, sei für alle Beteiligten eine sehr schwierige Situation. Gerade demente Senioren hätten damit schwer zu kämpfen, doch „wir müssen alles für den Schutz unserer Bewohner tun“. Der Verein „Singende Krankenhäuser“ ist ein internationales Netzwerk, das sich seit 2009 für heilsame und gesundheitsfördernde Singangebote in Gesundheitseinrichtungen, unter anderem in Akut-, Reha- und Tageskliniken, in Psychiatrien, Behinderten- und Altersheimen, Praxen sowie in Kooperation mit Selbsthilfegruppen, engagiert. Als Vision schwebt den Verantwortlichen ein Gesundheitswesen vor, in dem Menschen die heilsame Kraft des Singens erleben und es von Patienten, Behandlern und Vertretern des Gesundheitssystems als Ansatz für Krankheitsbewältigung und Gesundheitsfürsorge anerkannt wird. Plafinger hofft auf „Gartensingen Chiemgau“ sowie auf Unterstützung dieses Projekts über Spenden (www. singende-krankenhaeuser.de). mmü

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