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MEINUNG

Ein Konzept mit vielen Fragezeichen

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Landrat Walch setzt auf Impfungen
  • Heidi Geyer
    VonHeidi Geyer
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Der Traunsteiner Landrat prescht mit einem Konzept zu Öffnungen vor. Statt des Inzidenzwerts schlägt er Impfungen als Richtwert vor.

Der Geduldsfaden reißt derzeit bei vielen Menschen angesichts der nicht enden wollenden Pandemie. Anscheinend auch bei Siegfried Walch. Es ist dennoch überraschend, dass ein Landrat, der in der Pandemie sicherlich eine hohe Arbeitsbelastung hat, ein Öffnungskonzept entwickelt, das eigentlich nicht Teil seines öffentlichen Auftrags ist.

Bisheriger Engpass Impfstoff

Statt mit der Sieben-Tage-Inzidenz will er Öffnungen mit der Zahl der Impfungen verknüpfen. Klappt das mit einem Impfstoff, der auch im Landkreis Traunstein Mangelware war und ist? Und das ausgerechnet in der Woche, in der AstraZeneca nun nicht mehr verimpft wird und vermutlich das Vertrauen vieler Menschen in den Impfstoff geschwunden ist? Ein bloßer Blick auf die Zahlen ist jedenfalls ernüchternd: Von den rund 175 000 Menschen im Landkreis haben noch über 160 000 kein Vakzin erhalten.

Perspektive für Schüler unsicher

Angesichts der Zahl von 43 Neuinfektionen im Landkreis Traunstein stellt sich auch die Frage nach dem Sinn, sich vom tatsächlichen Infektionsgeschehen als Indikator abzuwenden. Vermutlich werden die Schulen im Landkreis Traunstein angesichts des Infektionsgeschehens ab Montag wieder geschlossen. Die britische Mutation soll besonders bei Kinder die Infektionen verstärken und zu schweren Verläufen führen.

Kurzum: Walchs Konzept wirft inhaltlich viele Fragen auf. Zu seiner Motivation kann man nur mutmaßen. Ist der öffentliche Druck nach Öffnungen in der Tourismusregion Chiemgau zu groß geworden oder will er auch auf höherer politischer Ebene mitreden?

heidi.geyer@ovb.net

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