Konstituierende Sitzung des Gemeinderats: Verjüngtes Führungstrio für Unterwössen

Das neue Bürgermeistertrio: Erster Bürgermeister Ludwig Entfellner (Mitte) umrahmt von Johannes Weber (Zweiter Bürgermeister) und Claudia Schweinöster (Dritte Bürgermeisterin). vom Dorp

Mit der konstituierenden Sitzung im Alten Bad hat der Gemeinderat die Weichen für die kommende Amtsperiode gestellt. Ins Amt eingeführt wurden neue Ratsmitglieder und zwei Stellvertreter des Bürgermeisters.

Von Bärbel vom Dorp

Unterwössen – Neuerungen gab es einige: Neun neue Gemeinderäte des insgesamt 16-köpfigen Gremiums wurden vereidigt. Und Bürgermeister Ludwig Entfellner (CSU), der in seine zweite Amtszeit geht, bekam mit Johannes Weber (CSU) und Claudia Schweinöster (FDP/Unabhängige Wählergruppe Wössen) zwei neue Stellvertreter.

Entfellner plädiert für guten Umgang miteinander

Nach seinen einführenden Worten über Politik im Allgemeinen, ging der Gemeindechef im Besonderen auf die Arbeit im Gemeinderat ein. Eine sachorientierte und vertrauensvolle Zusammenarbeit, getragen von persönlichem Respekt, sei in seinen Augen das A und O. „Ein guter Umgang miteinander schafft Wohlbefinden und überträgt sich als Beispiel auch auf unsere Bürger“, so Entfellner wörtlich.

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Der neue Gemeinderat setzt sich aus sieben wiedergewählten und neun neugewählten Mandatsträgern zusammen. Die „Alten“ sind Johannes Weber, Matthias Schweigl und Thomas Ager (alle CSU), Bartholomäus Irlinger (Oberwössner Wählergruppe, OWG), Andreas Bichler (Freie Wählergemeinschaft Wössen, FWG) sowie Claudia Schweinöster und Markus Entfellner (beide FDP/UWW).

Neu ins Gremium gewählt wurden Andrea Größ, Martin Nieß, Philip Spanier und Katharina Wagner (alle CSU), Gabriele Neubert, Ute Haag und Detlef Bähring (alle Bündnis 90/Die Grünen) sowie Walter Bauer und Balthasar Haßlberger (OWG). Nachdem sich alle Mandatsträger kurz vorgestellt hatten, nahm Bürgermeister Entfellner den „Neuen“ einzeln den vorgeschriebenen Eid ab.

Eine Neuerung gab es hinsichtlich der weiteren Bürgermeister neben Ludwig Entfellner. Bisher hatte es immer nur einen Stellvertreter gegeben. Nun sprach sich das Gremium mehrheitlich für zwei zusätzliche Bürgermeister aus. Lediglich Gabriele Neubert und Ute Haag von den Grünen stimmten dagegen.

Vorgeschlagen für das Amt des Zweiten Bürgermeisters wurden Johannes Weber und Bartholomäus Irlinger. „Als studierter Betriebswirt repräsentiert Weber die junge Generation und hat sich seit Jahren vielfach ehrenamtlich im Ort engagiert“, sagte Matthias Schweigl. „Außerdem konnte er bei der Gemeinderatswahl die meisten Stimmen aller 66 Kandidaten auf sich vereinigen.“

Für Irlinger plädierte Walter Bauer, der ihm eine große Erfahrung durch drei Amtsperioden als Zweiter Bürgermeister attestierte und zudem den Ortsteil Oberwössen repräsentiere.

In geheimer Wahl machte schließlich Weber mit dreizehn Stimmen das Rennen. Irlinger erhielt drei und Andreas Bichler eine Stimme.

Bei der Wahl zum Dritten Bürgermeister wurde – neben Irlinger – Claudia Schweinöster vorgeschlagen. Die Diplom-Verwaltungswirtin sei mit ihren Erfahrungen als Gemeinderätin in drei Amtsperioden und als jahrelange Leiterin des Rechnungsprüfungsausschusses prädestiniert für dieses Amt, meinte Markus Entfellner. Bei der ebenfalls geheimen Wahl entfielen zehn Stimmen auf Schweinöster und fünf auf Irlinger. Gleich anschließend wurden die beiden neuen Stellvertreter von Gemeindechef Entfellner auf ihre neuen Ämter vereidigt.

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Im Sinne einer von allen Gemeinderäten befürworteten Transparenz stand dann die Entschädigung aller drei ehrenamtlichen Bürgermeister auf der Tagesordnung. Nach dem einstimmigen Beschluss erhält Entfellner danach als Erster Bürgermeister künftig monatlich 5 500 Euro brutto plus eine Fahrkostenpauschale von 250 Euro. Die monatliche Entschädigung für den Zweiten Bürgermeister Weber beträgt 550 Euro.

Sitzungsgeld wird von 20 auf 30 Euro erhöht Das Amt der Dritten Bürgermeisterin wurde prinzipiell als rein ehrenamtlich eingestuft. Falls die beiden ersten Bürgermeister länger ausfallen, wird eine Entschädigung von 40 Euro pro Tag gewährt.

Im Hinblick auf den großen Arbeitsanfall des Ersten Bürgermeisters war sich die Versammlung darüber einig, sich Gedanken über die Umwandlung des ehrenamtlichen Amtes in eine hauptamtliche Tätigkeit zu machen. Abgesegnet hat das Gremium auch den Vorschlag der Verwaltung, das Sitzungsgeld für die Gemeinderäte von bisher 20 auf 30 Euro zu erhöhen.

Einig waren sich die Räte, keine Ausschüsse zu etablieren. Bleiben sollte lediglich der Rechnungsprüfungsausschuss. In ihren Ämtern bestätigt wurden Anton Greimel als Ortsheimatpfleger und Bürgermeister Entfellner als Standesbeamter für Eheschließungen.

Der Gemeinderat bestimmte diese Ausschussmitglieder und Verbandsräte:

Rechungsprüfungsausschuss. CSU: Katharina Wagner, Johannes Weber; FDP/UWW: Markus Entfellner (Vorsitz); OWG: Walter Bauer; Grüne: Detlef Bähring.

Verbandsräte Abwasserzweckverband. CSU: Martin Nieß, Matthias Schweigl; OWG: Balthasar Haßlberger.

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