Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Konradstraße ist ein Sonderfall: Ausbauarbeiten haben gestern in Bernau begonnen

Die Maßnahme hat begonnen: Die Bäume rechts und links der Konradstraße wurden gestern bereits gefällt. Berger
+
Die Maßnahme hat begonnen: Die Bäume rechts und links der Konradstraße wurden gestern bereits gefällt. Berger

Der Straßenausbau der Konradstraße erhitzt die Gemüter in Bernau. Wie berichtet, war es die Anlieger ein Schock. Während die Gemeinde die Gleichbehandlung in den Vordergrund ihrer Argumentation stellt, sehen die Anwohner , eine starke Ungleichbehandlung.

Bernau – Wurde für das Projekt in 2015 noch mit Gesamtkosten in Höhe von 393 000 Euro geplant, so sehen sich die Anlieger nunmehr mit Gesamtkosten von beinahe 600 000 Euro konfrontiert. Von Gemeindeseite heißt es dazu gegenüber unserer Zeitung: „Die Konradstraße ist ein Sonderfall, sie ist derzeit nur als Kieszufahrt angelegt. Sie wurde noch nie asphaltiert und weist keine Straßenentwässerung auf. Alle anderen Straßen in Bernau sind asphaltiert und deren anliegenden Grundstückseigentümer wurden entsprechend der Satzung finanziell unter anderem am Straßenaufbau und der Oberflächenwasserbeseitigung beteiligt.“

Es besteht Handlungsdruck für die Gemeinde

2000 hingegen hätten die Anlieger der Konradstraße einen Ausbau mehrheitlich abgelehnt. Seither sei immer wieder notdürftig durch Kiesaufschüttung nachgebessert worden. „Der Straßenraum ist aber im Eigentum der Gemeinde. Bei Starkregenereignissen steht das Wasser großflächig und läuft unkontrolliert ab. Für mögliche Schäden haftet die Gemeinde. Es besteht daher hoher Handlungsdruck. Dieser Zustand kann nicht noch jahrelang so hingenommen werden“, erklärt Bürgermeister Phillipp Bernhofer.

Deshalb habe der Gemeinderat den Ausbau 2015 einstimmig in öffentlicher Sitzung beschlossen. Aufgrund einer Nahwärmestudie, die die Ortsmitte und auch die Konradstraße umfasste, ruhte zunächst das Projekt. Das Nahwärmeprojekt erwies sich als unwirtschaftlich. Der Gemeinderat griff das Thema 2018 wieder auf und beschloss in vier Sitzungen – öffentlich und einstimmig – den Ausbau.

+++

Tipp der Redaktion:Kennen Sie schon unseren kostenlosen Feierabend-Newsletter? Die Top-Themen der Region um 17 Uhr per E-Mail – sauber ausrecherchiert und aufgeschrieben von Ihrer OVB-Redaktion. Jetzt Newsletter ausprobieren!

+++

Hinsichtlich der Kosten erklärt Bernhofer: Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 555 000 Euro. „Die Anlieger tragen den Teil der Baumaßnahmen, der den eigentlichen Straßenbau betrifft. Bei der Regenwasserbeseitigung zahlen sie die Hälfte. Die weiteren Erschließungskosten wie Kanal und Wasserleitung tragen die Gemeinde beziehungsweise die Spartenträger“, so der Bürgermeister. Außerdem trage die Gemeinde zehn Prozent der Kosten der Straßenherstellung. „Die jetzt erfolgte Ausschreibung hat keine weitere Preissteigerung in Bezug auf die aktuelle Kostenberechnung ergeben. Dass es eine Preissteigerung seit dem Jahr 2000 beziehungsweise 2015 gab, ist selbstverständlich“, so Bernhofer.

Lesen Sie auch: Anlieger kämpfen um die Konradstraße in Bernau

Der Ausbau der Konradstraße entspricht der rechtlichen und empfohlenen Vorgehensweise. Der Gemeinderat hatte sich mit seinen rechtlichen Spielräumen und den Argumenten, die für den Ausbau der Konradstraße sprechen, ausreichend und verantwortungsvoll auseinandergesetzt. Der Gesetzgeber hat eine fünfjährige Übergangsfrist bis April 2021 eingeführt, damit die Gemeinden ihre Aufgaben im Hinblick auf die Fertigstellung von Altanlagen erfüllen können.

Unterstützung für finanziell schwache Bürger

Die Gemeinde Bernau schützt finanziell Schwache: Sollte ein Anlieger seinen Anteil nachweislich nicht bezahlen können, besteht die Möglichkeit der Stundung bis hin zur völligen Niederschlagung der Forderung. Dann hilft unsere gemeindliche Solidargemeinschaft und übernimmt die Kosten.

Kommentare