Komponist und Musiker Patrick Pföß übernimmt Vereinsführung

Patrick Pföß freut sich auf seine neue Aufgabe.
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Patrick Pföß freut sich auf seine neue Aufgabe.

„Der Verein ist mehr als die Klosterkirche“, sagt Patrick Pföß. Der 39-jährige Komponist und Musiker ist neuer Vorsitzender der Kulturfördervereinigung „Arts“.

Traunstein – Er möchte den Spagat zwischen Altbewährtem und Neuem schaffen. Am Herzen liegen ihm die Jugendarbeit und das Zusammenarbeiten mit anderen kulturellen Organisationen. Nach 16 Jahren ging die Vereinsführung von „Arts“-Gründerin Sigrid Ackermann an Pföß über.

Seine Ausbildung erhielt er an der Berufsfachschule für Musik in Altötting, mit Abschluss Diplom-Musiklehrer am Hamburger Konservatorium. Als Musiklehrer mit Schwerpunkt Querflöte war er in Norddeutschland, Inzell und Traunstein tätig. Von 2012 bis 2019 sang er im Kirchenchor St. Oswald Traunstein und seit 2017 leitet er den Siegsdorfer Kirchenchor und den Chor „Zeitlos“. Bereits 2009 erhielt er den „Arts“-Förderpreis. Nach seiner Rückkehr aus Hamburg 2011 wurde er Mitglied und war seit 2016 künstlerischer Berater des Vorstandes.

Zahlreiche Musikprojekte realisierte der Musiker bereits in seiner Heimat Traunstein. Er kooperierte mit den Bad Reichenhaller Philharmonikern, die 2018 und 2019 seine Orchesterwerke „Gajalila“ und „Purpura lucem“ uraufführten.

Sein Anliegen für die Kulturfördervereinigung: „Wir wollen wachsen und wir wollen eine kraftvolle Stimme bleiben, die die Kulturszene in Traunstein weiterhin prägt. Wir werden uns einmischen.“ Nach dem Umbau der Klosterkirche hat sich die Rolle von „Arts“, bisher Mieter des städtischen Gebäudes, verändert. Wie Pföß betont, ist der Verein nur noch einmal im Jahr, bei der Akzente-Ausstellung, Veranstalter.

Im Rahmen des mietfreien Zeit-Kontingents von zwölf Wochen im Jahr werden verschiedene Künstler Veranstaltungen, Konzerte und Ausstellungen ermöglichen. Auf Antrag könnten die Künstler weitere Unterstützung erhalten.

Das „Arts“-Kino im Bahnhofskino laufe weiterhin, etwa im Zwei-Monats-Turnus. Die Kooperation mit dem Kunstverein, der Städtischen Galerie und dem Bahnhofskino klappe bereits. Pföß wünscht sich aber einen Dialog mit anderen Kulturträgern.

Aufgrund neuer Bestimmungen muss nun die Homepage modernisiert werden. „Mir ist wichtig, das Gute zu belassen und aus der Tradition heraus Neues zu wagen“, fasst Pföß zusammen. vm

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