Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


WIRBELSÄULENSPEZIALZENTRUM TRAUNSTEIN

Klinikum Traunstein bietet ein Netzwerk für Wirbelsäulentherapien an

Erfolgreich zertifiziert wurde das Klinikum Traunstein als „Wirbelsäulenspezialzentrum“ der Deutschen Wirbelsäulengesellschaft unter der Leitung von Prof. Dr. Kolja Gelse (rechts) und PD Dr. Jens Rachinger.
+
Erfolgreich zertifiziert wurde das Klinikum Traunstein als „Wirbelsäulenspezialzentrum“ der Deutschen Wirbelsäulengesellschaft unter der Leitung von Prof. Dr. Kolja Gelse (rechts) und PD Dr. Jens Rachinger.
  • VonGünther Buthke
    schließen

Die Abteilungen Unfallchirurgie und Orthopädische Chirurgie des Klinikums Traunstein deckt ein breites Spektrum an verschiedensten operativen und konservativen Behandlungsstrategien der Wirbelsäule ab. Jetzt wurde der medizinische Bereich als „Wirbelsäulenspezialzentrum“ zertifiziert.

Traunstein – Die Deutsche Wirbelsäulengesellschaft hat das Klinikum Traunstein jetzt als „Wirbelsäulenspezialzentrum“ zertifiziert. Damit werden die Kompetenzen der Abteilungen Unfallchirurgie und Orthopädische Chirurgie unter der Leitung von Professor Dr. Kolja Gelse sowie Neurochirurgie unter der Leitung von Privatdozent Dr. Jens Rachinger auf dem Gebiet der gesamten Wirbelsäulentherapie gebündelt und ausgebaut.

„Wir decken somit ein breites Spektrum an verschiedensten operativen und konservativen Behandlungsstrategien der Wirbelsäule ab“, betonten die beiden Spezialisten gegenüber unserer Zeitung. Die Kernkompetenzen des „Wirbelsäulenspezialzentrum Traunstein“ umfassen laut Professor Gelse das Wirbelsäulentrauma bei Verletzungen, degenerative Wirbelsäulenerkrankungen, entzündliche Erkrankungen, Deformitäten und Fehlstellungen der Wirbelsäule und Wirbelsäulenbeteiligung bei Tumorerkrankungen.

Jährlich mehr als 600 operative Eingriffe an Wirbelsäulen

„Pro Jahr erfolgen in Traunstein mehr als 600 operative Eingriffe an der Wirbelsäule und mindestens ebenso viele Patienten werden durch konservative (nicht-operative) Maßnahmen stationär behandelt.“ Traditionsgemäß ist das Klinikum Traunstein als Standort des Rettungshubschraubers Christoph 14 und der geographischen Lage schon seit vielen Jahren mit der Versorgung von Schwerverletzten betraut. Im vergangenen Jahr wurden hier 231 Schwerstverletzte behandelt.

Professor Dr.Gelse : „Damit gehören wir deutschlandweit zu den zehn Kliniken mit der höchsten Fallzahl an solchen Patienten.“

Gerade Sport- und Freizeitunfälle in den Bergen, aber auch Arbeitsunfälle und Verkehrsunfälle seien besonders häufig mit Verletzungen der Wirbelsäule verbunden.

Erfahrener Wirbelsäulenchirurg ständig verfügbar

„Unter Einsatz modernster Techniken wie intraoperative dreidimensionale Bildgebung, Navigation oder Endoskopie können wir auch die schwersten Verletzungen rund um die Uhr routiniert versorgen“, versicherte Neurochirurg Dr. Rachinger.

„Die ständige Verfügbarkeit eines erfahrenen Wirbelsäulenchirurgen war eine Grundvoraussetzung für die Zertifizierung. Aber auch bei Bagatellverletzungen treten insbesondere bei höher betagten Patienten mit Osteoporose häufig osteoporotischen Wirbelkörperbrüche auf. Um eine rasche Mobilisierung zu ermöglichen, kommen meist minimal-invasive Operationstechniken zum Einsatz.“

Weitere Nachrichten aus dem Chiemgau finden Sie hier.

Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt des Wirbelsäulenzentrums umfasst laut dem Experten die Behandlung von verschleißbedingten (degenerativen) Wirbelsäulenveränderungen. Hiervon können alle Altersstufen betroffen sein, vom jungen Patienten mit Bandscheibenvorfall bis zum hochbetagten Patienten mit Einengung des Rückenmarkkanals (Spinalkanalstenose).

Therapien werden individuell für die Patienten abgestimmt

Das Wirbelsäulenzentrum zeichne sich hierbei durch differenzierte Behandlungskonzepte aus, berichteten die Ärzte weiter. „Nicht-operative Behandlungsmöglichkeiten beinhalten zum Beispiel krankengymnastische Maßnahmen, multimodale Schmerztherapie oder auch spezielle unter anderem Computertomographie gestützte Infiltrationstechniken.“

Die operativen Therapiemöglichkeiten würden ebenfalls patientenindividuell abgestimmt, von der minimal-invasiven Schlüsselloch-Operation bis zur aufwendigen Stabilisierung. Auch die Korrektur von angeborenen oder erworbenen Deformitäten (Fehlstellungen) der Wirbelsäule gehöre zum erweiterten Spektrum des Wirbelsäulenzentrums.

Angegliedert ans Onkologische Zentrum

Nicht zuletzt ist das Wirbelsäulenzentrum nach Angaben der beiden Mediziner an das Netzwerk des Onkologischen Zentrums Traunstein angegliedert. Bestimmte Tumorerkrankungen können mit Instabilitäten der Wirbelsäule und auch Nerven- beziehungsweise Rückenmarkskompressionen einhergehen. Professor Gesle: „Diese oftmals sehr anspruchsvollen Wirbelsäulenoperationen werden durch das Wirbelsäulenspezialzentrum abgedeckt, sodass meist die gesamte Behandlung für diese Patienten komplett in der Hand des Traunsteiner Klinikums erfolgen kann.“

Mehr zum Thema

Kommentare