Kliniken Südostbayern möchten alle Standorte mit regionalem Essen versorgen

Die Kliniken bauen eine eigene Zentralküche. Das hat der Aufsichtsrat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen.

Traunstein – Regionalität ist unser Leitmotiv. Mit der Zentralküche sind wir künftig in der Lage, alle Standorte unseres Verbunds direkt mit regionalem Essen zu versorgen. Das ist ein entscheidender Meilenstein bei der Umsetzung unseres Konzepts für eine zukunftsfähige Speisenversorgung“, erklären Vorstandsvorsitzender Dr. Uwe Gretscher und Aufsichtsratsvorsitzender Siegfried Walch, Landrat des Landkreises Traunstein. Jetzt wird ein geeigneter Standort für die Zentralküche gesucht. Ab 2022 soll der Bau beginnen.

Landrat Bernhard Kern sieht Kliniken in der Vorbildfunktion

Der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Bernhard Kern, Landrat des Landkreises Berchtesgadener Land, sieht die Kliniken Südostbayern beim Thema Regionalität in einer Vorbildfunktion: „Wir werden speziell in diesem Zusammenhang alles versuchen umzusetzen, was wirtschaftlich und logistisch sinnvoll ist.“

Konzept wird Schritt für Schritt umgesetzt

Bereits im Februar 2018 hatten die Kliniken auf Vorschlag von Landrat Walch ein Konzept für eine zukunftsfähige Speisenversorgung gefasst – mit einem klaren Ziel: Vollständig selbst kochen mit Produkten aus der Region. „Diese Strategie setzen wir seitdem Schritt für Schritt um“, so Gretscher: „Bereits jetzt verwenden wir im klinischen Bereich mit der Siegsdorfer Petrusquelle regionales Mineralwasser. Milcherzeugnisse beziehen wir von den Milchwerken Berchtesgadener Land, Obst und Gemüse von regionalen Lieferanten, Brot und Semmeln von regionalen Bäckereien und Wurstwaren von Metzgereien aus der Region. Mit dem Bau der Zentralküche folgt der nächste entscheidende Schritt.“

Umstellung erfordert fundierte Planung

„Wir freuen uns, in der Zukunft mit einer regionalen Frischküche einen wichtigen Beitrag zur Genesung der Patienten zu leisten. Mit der neuen Zentralküche haben wir die Möglichkeit, wieder vollständig selber zu produzieren“, ergänzt der Küchenleiter der Kliniken Südostbayern AG Andreas Rupp.

Eine Million Mahlzeiten pro Jahr in den Kliniken Südostbayern

Vorstandsvorsitzender Gretscher unterstreicht die Dimension der Speisenversorgung bei den Kliniken Südostbayern: „Wir reden hier von ungefähr 355 000 Verpflegungstagen und damit über eine Million Mahlzeiten pro Jahr. Zudem verteilt auf die insgesamt sechs Klinik-Standorte mit einer Distanz von Trostberg bis Berchtesgaden.“ Das mache deutlich: Jede Umstellung in diesem Bereich erfordere fundierte Planung, intensive Vorbereitung und erhebliche Investitionen. Gretscher: „Durch die wirtschaftliche Konsolidierung der letzten Jahre haben wir die Kraft, diese Investition gemeinsam mit den Landkreisen anzugehen.“

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