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Überdurchschnittlich viele Patienten in Notaufnahme

Lage in Kliniken Südostbayern angespannt - Klare Bitte an Bevölkerung

Dr. Uwe Gretscher, Vorstandsvorsitzender der Kliniken Südostbayern KSOB Bad Reichenhall Berchtesgaden Traunstein
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Dr. Uwe Gretscher, Vorstandsvorsitzender der Kliniken Südostbayern, spricht von einer angespannten, aber nicht alarmierenden Lage an den einzelnen Standorten.
  • Christine Stanggassinger
    VonChristine Stanggassinger
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„Die aktuelle Situation ist dramatisch“, ist Dr. Jens Deerberg-Wittram, Geschäftsführer des Romed-Klinikumsverbunds, alarmiert. Auch im Landkreis Miesbach spitzt sich die Lage in den Krankenhäusern immer mehr zu. Doch wie sieht es bei der Kliniken Südostbayern AG in den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land aus?

Traunstein - „Die Lage in unseren Kliniken ist angespannt, aber zu bewältigen. Aktuell stellt sich die Situation nicht so dramatisch dar wie in Rosenheim, aber das kann sich durch die hohen Inzidenzen auch schnell verändern“, beschwichtigt Traunsteins Landrat Siegfried Walch mit Vorsicht.

Gleich in die Notaufnahme - darum ist die Lage in den Kliniken Südostbayern angespannt

Die Romed-Kliniken hatten zu Beginn der Woche auf ihre mehr als angespannte Situation aufmerksam gemacht. Kurz zusammengefasst: zu viele Patienten und zu wenig Personal. Außerdem würden die ärztliche Behandlungswege nicht eingehalten. Bevor die Patienten sich eine Einschätzung des Hausarztes oder des ärztlichen Notdienstes holen würden, führe ihr Weg gleich in die Notaufnahme.

Diese Entwicklung beobachtet auch der Vorstandsvorsitzende der Kliniken Südostbayern AG Dr. Uwe Gretscher: „Auch wir stellen fest, dass die Zahl der Menschen, die in die Notaufnahme kommen, in den letzten Wochen überdurchschnittlich hoch ist. Das Notfallaufkommen im Mai und Juni 2022 lag deutlich über den Zahlen von Mai und Juni 2019. Bei einem Teil handelt es sich um Patienten mit vergleichsweise geringen Beschwerden.“

Während aber die Kliniken im gemeinsamen Rettungsdienstbezirk der Landkreise Rosenheim und Miesbach teilweise ihre Notaufnahmen abmelden müssen, da das Personal derzeit unter anderem auch aufgrund von Corona-Erkrankungen fehlt, kann in den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land die Versorgung auch in der Notaufnahme aufrecht erhalten bleiben.

Medizinische Versorgung in den Kliniken Südostbayern ist sichergestellt

„Die medizinische Versorgung im Landkreis Traunstein ist sichergestellt. Die Lage in unseren Kliniken in den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land ist derzeit angespannt, aber nicht alarmierend. Alle notwendigen Eingriffe werden durchgeführt. Neben fest terminierten Operationen werden alle Notfälle in den Häusern der Kliniken Südostbayern behandelt. Nur vereinzelt müssen geplante Eingriffe aus Kapazitätsgründen verschoben werden“, zeigt sich Gretscher erleichtert.

Dennoch gibt es auch an den Kliniken in Traunstein und dem Berchtesgadener Land Personalsorgen. „Im vergangenen Jahr konnten wir viele neue Mitarbeiter dazugewinnen. Im Gegensatz zu der Zeit vor Covid gilt für schwangere Mitarbeiterinnen mit Publikumsverkehr oder Patientenkontakt ein sofortiges Beschäftigungsverbot. Sie fallen praktisch ohne Vorwarnzeit aus. Das macht die Suche nach Vertretungen – zusätzlich zum normalen Krankenstand von Personal – herausfordernder.“

Kliniken Südostbayern stark gefordert - klarer Appell an Patienten

Landrat Siegfried Walch formuliert es noch etwas drastischer: „Es war richtig, dass wir in den letzten Jahren qualifiziertes Personal aufgebaut haben. Trotzdem ist der Druck auf unsere Mitarbeiter hoch und alle leisten Herausragendes. Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gebührt unserer besonderer Dank!“

Dem kann sich der Kliniken-Vorstandsvorsitzende nur anschließen: „Die laufende Sommerferienzeit mit hohem Notfallaufkommen und die aktuelle Covidwelle mit aufwändig zu versorgenden Patienten beschäftigen uns aktuell stark. Gemeinsam machen wir es möglich und stellen in unserer Region - auch unter erschwerten Bedingungen - eine erstklassige medizinische Versorgung sicher. Zum Wohl der uns anvertrauten Patienten. Wir danken unseren Mitarbeitern für Ihren unermüdlichen Einsatz.“

Damit die Belastung des Personals aber nicht doch noch alarmierend werde, hat Dr. Uwe Gretscher eine klare Bitte an die Bevölkerung: „Patienten mit vergleichsweise geringen Beschwerden sollten nicht in die Notaufnahme gehen, sondern ihren Hausarzt oder den Ärztlichen Bereitschaftsdienst aufsuchen. So werden die Kapazitäten der Zentralen Notaufnahmen für Patienten in lebensbedrohlichem Zustand freigehalten.“

cz

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