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TEAM „LTG“ GEWANN

Über 36000 Kilometer kommen beim Stadtradeln Prien für den Klimaschutz zusammen

Vom Stadtradelfieber gepackt: Kathrin Attenberger mit den Kindern Wiggerl (von links), Jakob und Frieda.
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Vom Stadtradelfieber gepackt: Kathrin Attenberger mit den Kindern Wiggerl (von links), Jakob und Frieda.
  • Tanja Weichold
    vonTanja Weichold
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Die Priener radelten heuer mit noch größerem Eifer als im vergangenen Jahr für den Klimaschutz. Über 8000 Kilometer mehr sind bei der Aktion „Stadtradeln“ zusammengekommen.

Prien – Das Team mit 73 Lehrern und Schülern des Ludwig-Thoma-Gymnasiums (LTG) gewann in der Wertung vor 21 Aktiven des Radfahrervereins (RFV) Prien und der 15-köpfigen Gruppe der Wasserwacht Prien/ Rimsting.

Fünf Tonnen Kohlendioxid gespart

Insgesamt sind bei der Aktion über 36 000 Kilometer mit dem Fahrrad zusammengekommen. Wäre die gleiche Strecke mit dem Auto gefahren worden, hätte das fünf Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid ausgestoßen. Die Prien Marketing GmbH (PriMa) organisierte die bundesweite Veranstaltung im vergangenen Herbst das erste Mal vor Ort in der Marktgemeinde und schaffte es trotz kühlen Wetters, 28 Teams zu motivieren, die es gemeinsam auf fast 28 000 Kilometer brachten.

Auch heuer im Frühjahr ging es bei der Aktion im Mai wieder darum, 21 Tage lang bewusst aufs Fahrrad umzusteigen und das Klima zu schonen. 21 Teams und 217 aktive Radler waren laut PriMa dabei. Die Teilnehmer seien aus den unterschiedlichsten Bereichen gekommen, von ambitionierten Radfahrern, über Vereine wie den Trachtlern bis hin zu politischen Gruppierungen und privaten Gruppen.

Team LTG schafft fast 12 000 Kilometer

Winfried Kober, Vorsitzender des RFV und gleichzeitig Lehrer am LTG, freut sich über das gute Abschneiden der beiden Teams. Sein vorher erklärtes Ziel, die Schule möge dem Sieger des vergangenen Jahres, dem RFV, kilometermäßig davonfahren, ist erreicht. „Wir haben heuer mehr Werbung in der Schule gemacht und im Elternbrief informiert“, erzählt er im Gespräch mit der Chiemgau-Zeitung. Die große Teilnehmerzahl von 73 sei ausschlaggebend für den Sieg gewesen. Insgesamt brachte es alleine das Team LTG auf fast 12 000 Kilometer mit dem Radl.

Er habe seine Alltagsfahrten dem LTG und seine Trainingseinheiten dem RFV gut geschrieben. Die Schüler seien „sehr motiviert“ gewesen und hätten sich vor allem zum Ziel gesetzt, ihre Lehrer zu übertrumpfen. Das Stadtradeln sei in den langen Monaten des Homeschoolings eine gute Sache gewesen, die Kinder anzuspornen, sich draußen zu bewegen.

Klimaschutz und Verkehrswende im Unterricht thematisiert

Die Themen Klimaschutz und Verkehrswende seien Themen im Unterricht. Das Umweltteam der Schule organisiere regelmäßig Aktionen, zum Beispiel naturverträgliche Produkte im Pausenverkauf und das Vermeiden von Plastikmüll.

Die Bilanz aus Prien zum Stadtradeln 2021. OVB/Klinger.

Michael Herden vom LTG war der Lehrer mit den meisten Kilometern. Er brachte 900 zusammen. Unabhängig von der Aktion Stadtradeln fährt er das ganze Jahr über von seinem Heimatort Aschau zur Schule nach Prien mit dem Rad, wie er der Chiemgau-Zeitung erzählt. Auf Initiative seiner Ehefrau hätten sie von Ehrgeiz gepackt die Tochter in Schwäbisch Hall besucht und jeweils die Hälfte der Strecke mit dem Fahrrad zurückgelegt. „Mit dem Rad zu fahren ist schöner, gesünder und umweltfreundlicher“ erzählt er und fügt an: „Alles, was nicht mit dem Auto gefahren wird, ist besser.“

Täglich mit dem Rad ins Krankenhaus nach Rosenheim

Die Familie mit den meisten Kilometern am LTG war mit über 1700 Familie Attenberger aus Atzing. Mama Kathrin, Lehrerin an der Mittelschule in Prien, ist immer noch begeistert über die Leistungen ihrer Kinder und ihres Mannes Max. „Wir haben gleich nach der Anmeldung eine Radtour gemacht“ erzählt sie. „Ich habe mir zum Ziel gemacht, die ganze Zeit alles mit dem Rad zu fahren, auch jeden Einkauf. Das war manchmal ganz schön mühsam.“ Das galt auch für die täglichen Besuche ihrer Mutter im Krankenhaus in Rosenheim.

Ausgleich an der Luft zum Homeschooling

„Uns allen hat das total Spaß gemacht, schade, dass das Stadtradeln nicht weiterläuft“, so die fünffache Mutter. Auch sie war froh, dass die Kinder in Zeiten von Homeschooling und viel Zeit vor dem Computer „ein bisschen rausgekommen“ sind.

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Lehrer Johannes Almer aus Prien organisierte das Stadtradeln am LTG und wird von seinem Kollegen Kober als „eiserner Radler“ bezeichnet. Gegenüber der Chiemgau-Zeitung resümiert er: „Ich finde es großartig, wie viele Kilometer mit dem Rad zurückgelegt worden sind.“ Für ihn zähle bei der Aktion nicht nur der Klimaschutz, sondern auch der Teamcharakter, wie er sagt. Außerdem meint er: „Die meisten Schüler haben noch kein Auto. Für sie ist das Rad ein Stück Freiheit, selbstbestimmt überall hinfahren zu können.“

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