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Klima schützen und Geld sparen

Warben für den Klimaschutz (von links): Max Stadler, Geschäftsführer des Bildungszentrums Traunstein der Handwerkskammer, Robert Aigner, Leiter der Arbeitsgruppe "Privat + Gewerbe" in der Klima- und Energiekonferenz, Stefan Zahnbrecher von der Kreissparkasse Traunstein, Landrat Hermann Steinmaßl, Hans Zott, Sachgebietsleiter im Landratsamt Traunstein und Koordinator der Klima- und Energiekonferenz, sowie die beiden Kaminkehrermeister Ferdinand Grätz und Michael Haase.  Foto  Wittenzellner
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Warben für den Klimaschutz (von links): Max Stadler, Geschäftsführer des Bildungszentrums Traunstein der Handwerkskammer, Robert Aigner, Leiter der Arbeitsgruppe "Privat + Gewerbe" in der Klima- und Energiekonferenz, Stefan Zahnbrecher von der Kreissparkasse Traunstein, Landrat Hermann Steinmaßl, Hans Zott, Sachgebietsleiter im Landratsamt Traunstein und Koordinator der Klima- und Energiekonferenz, sowie die beiden Kaminkehrermeister Ferdinand Grätz und Michael Haase. Foto Wittenzellner

Der Klimaschutz geht alle an. Jeder Einzelne kann etwas tun und seien Beitrag leisten, die Umwelt nachfolgenden Generationen lebenswert zu erhalten. Keineswegs muss er zwangsläufig mit hohen Kosten rechnen. Im Gegenteil, unterm Strich kann er langfristig sogar davon profitieren, wenn er investiert. Möglichkeiten, die in diese Richtung gehen, haben Vertreter von Kommunen und Behörden, von Handel und Gewerbe im Landratsamt Traunsteion aufgezeigt.

Traunstein - Im Rahmen der vom Bundesumweltministerium ausgerufenen Aktionswoche "Klima und Finanzen" veranstaltete die Arbeitsgruppe "Privat + Gewerbe" der Klima- und Energiekonferenz im Landkreis Traunstein einen Informationsnachmittag im Landratsamt. Das Motto lautete: "Klimaschutz zahlt sich aus".

Landrat Hermann Steinmaßl hießt rund 70 Teilnehmer an der Veranstaltung willkommen. Er betonte, dass Klimaschutz und Ressourcenschonung entscheidende Herausforderungen für die gemeinsame Zukunft seien. "Das Thema Energieeinsparung und Umstellung auf erneuerbare Energien betrifft Privathaushalte, Gewerbebetriebe und öffentliche Gebäude gleichermaßen."

Steinmaßl war überzeugt, dass die Einrichtung der Klima- und Energiekonferenz des Landkreises im vergangenen Jahr der richtige Weg gewesen sei: "Wir haben damit eine nachhaltige und zielorientierte Energiepolitik auf den Weg gebracht." Beim Einsatz erneuerbarer Energien werde nicht nur das Klima geschont. Seinen Angaben zufolge lassen sich auch enorme Wertschöpfungsketten für die heimische Wirtschaft und die Handwerksbetriebe ableiten. Gleichzeitig könne der private Geldbeutel davon profitieren.

Stefan Zahnbrecher, Leiter des Vertriebs Finanzierungen der Kreissparkasse Traunstein-Trostberg, zeigte Fördermöglichkeiten anhand der Darlehensprogramme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) auf, die es gleichermaßen für den privaten Wohnungsbau wie auch für den Gewerbekunden gebe. Ergänzt würden die KfW-Angebote noch um regionale Förderprogramme. Zahnbrecher wies darauf hin, dass die Nutzung von "klimafreundlichen Finanzierungsmodellen" eine langwierige Angelegenheit sei: "Die Sensibilisierung der Bürger zu diesem Thema dauert." Tilgungszuschüsse und zinsverbilligte Darlehensvarianten würden helfen, auch bestehende Immobilien energieeffizient zu sanieren.

Max Stadler, Geschäftsführer des Bildungszentrums Traunstein, wies darauf hin, dass die Handwerkskammer bereits seit 1994 den Lehrgang "Energieberater" sowie eine Reihe weiterer Lehrgänge zum Thema Energie anbiete. Auch in dem EU-Projekt "AlpHouse", das sich zum Ziel setze, traditionelle Bausubstanz und Baukultur im Alpenraum zu erhalten und mit innovativer Energieeffizienz zu vereinen, sei man von seiten der Handwerkskammer engagiert.

Robert Aigner, der im Sonnenkreis Traunstein die Arbeitsgruppe "Privat + Gewerbe" leitet, legte den Schwerpunkt seiner Ausführungen auf die Rentabilität von verschiedenen Sanierungsmodellen. "Wir wollen Mittel und Wege zum günstigen und sinnvollen Investieren aufzeigen." Auch er wies darauf hin, dass zu dem Thema eine breite Zusammenarbeit "aller Akteure" nötig sei.

Kaminkehrermeister Ferdinand Grätz, der sich ebenfalls in dem Projekt "Sonnenkreis Traunstein" engagiert, sagte, dass auch Häuser, die in den 90-Jahren erbaut worden seien, heute energietechnisch oft schon als "alt" zu bezeichnen seien. Er zeigte die Rentabilität von Energiemaßnahmen auf. "Das ganze 'Energie-Thema' ist abstrakt. Verbraucher und Hausbesitzer müssen verstehen, warum sie investieren sollen und damit Kosten einsparen können."

Die anschließende Diskussion, aber auch der Gedanken- und Erfahrungsaustausch nach dem Ende dergut zweistündigen Veranstaltung zeigte, dass sowohl bei Handwerkern, Firmen- und Behördenvertretern wie auch bei Investoren und Verbrauchern enormer Gesprächsbedarf besteht.

Landrat Steinmaßl gab bekannt, dass im März im Landratsamt die Stelle eines Energieberaters geschaffen werde, die von Dr. Birgit Seeholzer übernommen werde. Steinmaßl hielt in seinen Ausführungen Rückschau zu den "unbefriedigenden Ergebnissen" des Klimagipfels von Kopenhagen: "Diese Konferenz zeigt einmal mehr, dass ein Handeln auf regionaler und kommunaler Ebene mehr denn je erforderlich ist.

Wer mit dem Finger auf China zeigt, muss zuerst selbst in den Spiegel schauen." Er wies darauf hin, dass sich in der Aktion ein breites Bündnis aus Handwerk, Kreditinstituten und Behörden zusammengefunden habe. "Aber wir brauchen die Bevölkerung, die hier mitmacht und das Anliegen des Klimaschutzes und der Energieeinsparung annimmt." wz

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