Kleiner Hund in Lebensgefahr

Ein Unbekannter legte Giftköder aus. Die Polizei bittet Hundehalter um Vorsicht. re

Seebruck – Tierfreunde in Seebruck sind alarmiert: Ein unbekannter Täter hat einen mit Speck ummantelten Giftköder ausgelegt.

Ein Chihuahua hat den Speck gefressen, den er auf dem Gehweg in der Johann-Kagermeier-Straße gefunden hatte.

Der Hund zeigte schon kurze Zeit später Vergiftungserscheinungen. Die Halterin brachte den Hund deshalb sofort zum Tierarzt, der ihn gleich zum Erbrechen brachte, damit möglichst wenig Gift in den Kreislauf kommt. Der Arzt hat nach Angaben der Polizei den Verdacht einer Vergiftung bestätigt.

Petra Mayer vom Tierschutz-Ring Traunstein sagte gegenüber unserer Zeitung, dass sich die Hundebesitzerin auch gleich bei ihnen gemeldet hat. „Wir haben den Vorfall sofort auf Facebook gepostet, um andere Hundehalter zu warnen“, erklärt Mayer. Dort heißt es: „Ein kleiner Hund hat Giftköder aufgenommen und kämpft beim Tierarzt um sein Leben.“ Mayer kann sich nicht erklären wie Menschen so etwas tun könnten. „Die Polizei hat den Köder zur Untersuchung an ein Labor geschickt“, so Mayer.

Die Hundehalterin schrieb in den sozialen Medien, dass der Köder mit Blaukorn und Rattengift versetzt worden sei. Ihr Hund habe leider ein Viertel davon gefressen und müsse noch mehrere Tage kämpfen, bis das Gift aus dem Körper wieder heraus sei.

Ein Diensthundeführer der Operativen Ergänzungsdienste der Polizei in Traunstein (OED) hat die Ermittlungen übernommen. Hundehalter im Chiemgau sollten beim „Gassigehen“ erhöhte Vorsicht an den Tag legen. Die Polizei Traunstein bittet die Personen, die eventuell sachdienliche Hinweise geben können, sich mit der Dienststelle unter Telefon 0 86 1/98 73-205, oder einer anderen Polizeiinspektion in Verbindung zu setzen.

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