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Masern-Impfpflicht bleibt: Bundesverfassungsgericht weist Eltern-Klagen ab

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Aus der Verbandsversammlung

Klärschlamm in Grassau trocknen – aber wie?

Vor den Toren Grassaus wird die Kläranlage des Abwasserzweckverbands betrieben.
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Vor den Toren Grassaus wird die Kläranlage des Abwasserzweckverbands betrieben.
  • VonTamara Eder
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Der Abwasserzweckverband Achental diskutiert über neue Heizanlage für die Kläranlage. Geprüft werden jetzt Anlagen mit Öl oder Gas als Brennstoffe.

Grassau – Noch keine Entscheidung hat der Abwasserzweckverband Achental hinsichtlich einer neuen Heizanlage zur Trocknung von Klärschlamm in der Verbandskläranlage in Grassau getroffen. Im Mittelpunkt der Verbandsversammlung unter Vorsitz von Schlechings Bürgermeister Josef Loferer (CSU/UBS) stand die Information wie auch die Beratung, welcher Weg eingeschlagen werden soll.

Heizanlage auf dem Prüfstand

Der Abwasserzweckverband Achental mit seinen fünf Verbandsgemeinden, Grassau, Marquartstein, Unterwössen, Schleching und Staudach-Egerndach, zeigt sich seit vielen Jahren innovativ und vorausschauend. So wurden bereits Fotovoltaik-Anlagen zur Stromgewinnung und eine Biogasanlage gebaut. Nun stand die Heizanlage zur Trocknung des Klärschlamms auf dem Prüfstand.

Hackschnitzelheizung auch möglich

Wie Geschäftsführer Rudi Helminger erklärte, werde der Schlamm derzeit mit Wärme aus dem Blockheizkraftwerk getrocknet, das mit selbstproduziertem Biogas betrieben wird. Da die Heizanlage erneuert werden muss, stelle sich nun die Frage, nach der besten Art der Anlage. Noch vor dem Ukraine-Krieg und mit der Absicht, möglichst vom fossilen Brennstoff Öl wegzukommen, schien eine kombinierte Heizanlage mit Biogas und Flüssiggas die beste Lösung.

Möglich sei auch eine Hackschnitzelheizung. Dann würden jedoch zwei Anlagen benötigt, so Helminger.

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Das Blockheizkraftwerk liefere 80 Prozent der Energie. In den letzten zwölf Jahren, so Helminger wurden lediglich 20 000 Liter Öl benötigt. Eine Alternative zum Öl wäre auch ein Hackschnitzelbrenner für Pellets. Hierzu würde man aber einen Pelletkessel benötigen, der so selten laufen würde, dass dieser schneller defekt wird. Die einfachste Lösung wäre Flüssiggas, denn dann könnte ein Kombibrenner eingebaut werden.

Wie Josef Loferer hinzufügte, sei es „komisch, in der jetzigen Zeit über Gas zu reden“. Dennoch werde hier nur sehr wenig Gas benötigt und es bräuchte nur eine Heizanlage.

Bürgermeister Ludwig Entfellner (CSU), Unterwössen, interessierte, warum die Biogasanlage nicht reiche. Laut Helminger werde eine zusätzliche Heizung bei Reparaturen und Wartung des Blockheizkraftwerks benötigt. Fällt die Heizung länger als drei vier Tage aus, benötigt es Wochen, bis die Anlage wieder einwandfrei funktioniert. Zusätzlich über Fotovoltaik mit Strom zu heizen, sei keine Option, da die Dächer bereits mit PV Anlagen voll sind und die produzierte Energie benötigt werde.

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Klaus Noichl (Grassau) schlug vor, beim Ölbrenner zu bleiben. Die Lagerkapazität sei vorhanden. Martina Gaukler, Bürgermeisterin Staudach-Egerndach (CSU), fügte an, dass wahrscheinlich die Lieferzeiten für einen Ölbrenner nicht so lang seien. Ob alternativ auch eine Wärmepumpe in Betracht kommt, interessierte Sepp Grießenböck (Grassau).

Gebraucht würden dann zwei Anlagen, so Helminger, da der Brennkessel nicht einfach umgeschaltet werden könne. Zwei Blockheizkraftwerke, wie von Grießenböck vorgeschlagen, seien unrentabel.

Für eine pragmatische Lösung votiert

Für eine pragmatische Lösung sprach sich Grassaus Bürgermeister Stefan Kattari (SPD) aus. Der benötigte Einsatz vom fossilen Brennstoff Öl halte er bei einem jährlichen Betrieb der Heizung von 20 Stunden für übersichtlich.

Vorsitzender Loferer sagte, dass auch eine gemeinsame Lösung mit der Marktgemeinde Grassau und dem benachbarten Bauhof in Betracht kommen würde. Diesbezüglich müssten jedoch erst Gespräche geführt werden.

Tendenziell, so wertete Loferer die Meinung der Räte, könnte der Ölkessel erneuert werden, aber auch Gas sei eine Option. Diese Möglichkeiten werden nun kalkuliert und dem Rat zur Entscheidung vorgelegt.

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