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ÖKUMENISCHES MUTMACHPROJEKT

Kirchenprojekt in Prien: Die Osterbotschaft aus dem Volk auf CD

Mitmacher der Mutmacher-CD: Cornelia Gaiser, Werner Hofmann (knieend), OVB-Redakteur Ulli Nathen-Berger, Sonja Weise, Thomas Ganter, Schwester Juliana (knieend), Antonia u Johanna Wörndl (von links).
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Mitmacher der Mutmacher-CD: Cornelia Gaiser, Werner Hofmann (knieend), OVB-Redakteur Ulli Nathen-Berger, Sonja Weise, Thomas Ganter, Schwester Juliana (knieend), Antonia u Johanna Wörndl (von links).
  • Tanja Weichold
    VonTanja Weichold
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Mit Menschen, ihren persönlichen Geschichten von überstandenen Krisen und mit Musik ist in Prien ehrenamtlich eine CD als „Ökumenisches Mutmachprojekt“ entstanden. Die CDs liegen ab Ostern kostenlos in den Kirchen aus.

Prien – Die Auferstehungsgeschichte im Zentrum des christlichen Osterfestes steht für Hoffnung, Kraft und Mut. Inmitten der Corona-Pandemie wollen nun die Katholischen Pfarrverbände Westliches Chiemseeufer und Bad Endorf sowie die Evangelisch-Lutherische und auch die Neuapostolische Kirchengemeinde Prien den Menschen Zuversicht in die Herzen bringen.

„Die Menschen sind mürbe geworden“

Ideengeber und Projektleiter war der Priener katholische Gemeindereferent und Religionspädagoge, Werner Hofmann. Er rannte überall offene Türen ein. Im Gespräch mit der Chiemgau-Zeitung erzählt er: „Die Menschen sind in der Coronazeit mürbe geworden. Wenn es jetzt noch einmal zäh und schwierig werden sollte, wollen wir zeigen, dass wir das durchhalten und dass alles gut wird.“

Persönliche Geschichten, Lieder und Gedichte

Die CD enthält 27 Titel, davon 13 Geschichten von Menschen aus den Pfarreien. Zum Beispiel Gedichte von Heidemarie Huber aus Prien, das Blues-Stück „Little Red Rooster“ oder die Geschichte von der 67-jährigen Sonja Weise aus Prien. Die ausgebildete Sängerin erkrankte im Jahr 2013 an Krebs und musste operiert werden. „Mein Atem war für mich immer wichtig. Als ich aus der Narkose erwachte, musste ich nach jedem Wort nach Luft schnappen.“

Die ganz persönliche Auferstehungsgeschichte

Mit ihrer optimistischen und positiven Einstellung stellte sich Sonja Weise dem Schmerz, atmete bewusst ein. „Dieses Spüren, wie ich Tag für Tag trotz Schmerzen wieder tiefer in meinen Körper atmen konnte, war für mich ein Auferstehungserlebnis.“ Die gebürtige Karlsruherin, die schon seit elf Jahren als Oblatin mit dem Kloster auf der Fraueninsel verbunden ist, wagte nach ihrer Genesung einen großen Schritt und zog vor sieben Jahren nach Prien. Hier ist sie in der Katholischen Pfarrgemeinde mit viel Freude aktiv.

Johanna und Antonia wollen die Menschen aufbauen

Die 14-jährige Johanna und ihre um zwei Jahre ältere Schwester Antonia Wörndl aus Hittenkirchen steuerten auf der CD das Lied „I bin b‘sonders“ bei.. „Wir wollen die Menschen in der Coronazeit damit aufbauen und etwas mit auf dem Weg geben“, erzählen sie im Gespräch mit der Chiemgau-Zeitung.

Die Botschaft des Liedes fänden sie wunderschön. Johanna kannte das Lied vom Jugendchor Hittenkirchen, bei dem sie mitsingt. Sie und ihre Schwester an der Trompete umrahmen zudem regelmäßig Gottesdienste in der Kirche St. Bartholomä Hittenkirchen musikalisch.

Ökumene: „In der Grunderfahrung gibt es keine Trennung“

Gemeindereferent Hofmann betont, dass in beiden Pfarrverbänden die Ökumene, also das gemeinsame Werk von katholischer, neuapostolischer und evangelischer Gemeinde, wichtig sei. „In den Grunderfahrungen gibt es keine Trennung.“ Sie alle wollten mit der Osterbotschaft-CD ein Zeichen der Hoffnung setzen. Schön sei auch gewesen, dass von der Idee im Februar bis zur Umsetzung alles kurzfristig und unkompliziert im Team verwirklicht werden konnte.

Mehr Beiträge, als auf der CD Platz hatten

Thomas Ganter vom Pfarrbriefteam zum Beispiel gestaltete die CD-Hülle, Fotografin Anita Berger steuerte das Foto bei und ihr Mann Ulli Nathen-Berger übernahm dort, wo es notwendig war, die Audioproduktion für die Aufnahmen.

Insgesamt erklärten sich so viele Leute bereit, mitzumachen, dass gar nicht alle Beiträge auf der CD Platz hatten. Deshalb sind auch welche im Internet veröffentlicht sind. Diese Seite betreut das Pfarrbüro Bad Endorf und hier finden sich ein Fastenkalender, Impulse, Angebote zum Beispiel für den Gottesdienst zuhause, Musik und mehr.

Pfarrer Hofstetter und Pater Joshy dabei

Was besonders alle Katholiken freuen wird ist, dass die beiden Seelsorger, Pfarrer Klaus Hofstetter und Pater Joshy auf der CD zu hören sind. Die beiden treten wie berichtet Anfang September neue Aufgaben an und hinterlassen damit eine lebendige Erinnerung.

„Kraft und Auferstehung ist etwas, das jeder erfahren kann“, beschreibt Hofmann abschließend die Osterbotschaft der CD: „Nicht aufgeben und Mut zum Leben haben.“

Thomas Ganter gestaltete den Umschlag.

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